Rotterdam: Niederländisches Dressurteam gewinnt Nationenpreis, van Liere den Special, Kittel die Kür

1 MB Team Netherlands

Das siegreiche niederländische Team von Rotterdam 2022: Thamar Zweistra/Ich Weiss, Lynne Maas/Eastpoint, Emmelie Scholtens/Indian Rock, Dinja van Liere/Hermès. (© FEI/Shannon Brinkman)

Nun ist auch der Nationenpreis der Dressurreiter von Rotterdam entschieden, und wieder waren es die Niederländer, die auf heimischem Boden unschlagbar waren. Allerdings nicht in der Kür.

Nachdem Hans Peter Minderhouds Dream Boy dann doch nicht wie zunächst angekündigt in Rotterdam an den Start gehen konnte, rückte Lynne Maas mit Eastpoint in die Mannschaft. Zusammen mit Thamar Zweistra auf Ich Weiss (die für Marlies van Baalen nachgerückt war), Emmelie Scholtens mit Indian Rock und Dinja van Liere auf Hermès geriet der Nationenpreis der Dressurreiter zu einem souveränen Heimspiel der Niederländer. Mit 25 Punkten setzte sich das Oranje-Team gegen die USA und Schweden durch. Beide Teams auf den Plätzen hatten 39 Punkte, aber die besseren Grand Prix-Ergebnisse der Amerikaner gaben den Ausschlag für die Rangierung.

Zur Erklärung: Beim Nationenpreis in Rotterdam werden nicht die Prozente der Reiter zusammengezählt, sondern es werden Punkte pro Platzierung vergeben. Heißt, der erste Platz gibt einen Punkte, der zweite zwei usw. Dadurch gilt: Je niedriger die Punktzahl der Teams am Ende ist, desto besser. Nach dem für alle obligatorischen Grand Prix können die Mannschaften entscheiden, welche ihrer Paare den Special und welche die Kür gehen. Es zählen die drei besten Ergebnisse sowohl aus dem Grand Prix als auch aus Special und Kür.

In den Grand Prix Special hatten die Niederländer ihr aktuell stärkstes Paar geschickt, Dinja van Liere und den Easy Game-Sohn Hermès. Den Grand Prix hatten die beiden bereits mit fast 80 Prozent und damit deutlichem Vorsprung gewonnen. Im Special waren es 77,957 Prozent und ebenfalls Rang eins von allen Richtern.

Über den zweiten Platz konnten sich Nicole Wego-Engelmeyer und Saphira Royal freuen, die mit 72,553 Prozent aus dem Viereck kamen und das einzige deutsche Starterpaar in Rotterdam waren. Dritte wurde die US-Newcomerin Alice Tarjan mit Serenade MF. Für sie war es erst das zweite internationale Turnier auf europäischem Boden.

Grand Prix-Kür

Van Lieres Mannschaftskolleginnen Scholtens und Zweistra hatten sich für die Kür-Tour entschieden und wurden Zweite (78,590) und Dritte (78,085). Besser war gewesen war Schwedens Patrik Kittel auf seinem Neuzugang Blue Hors Zepter. Seit wenigen Monaten hat Kittel den von Daniel Bachmann Andersen ausgebildeten Zack-Sohn unter dem Sattel, der aber eigentlich zum Verkauf steht. Die 80,465 Prozent von heute werden ihn nicht günstiger gemacht haben.

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