Signal Iduna Cup: Fabienne Müller-Lütkemeier vor Isabell Werth

Preis der Liselott und Klaus rheinberger Stiftung, Internationale Dressurpruefung – Grnd Prix KuerFEI Freestyle Grand Prix to Music

Fabienne Müller-Lütkemeier und Fabregaz gewannen die Grand Prix Kür beim Signal Iduna Cup 2020. (© von Korff)

Eine ziemlich „knappe Kiste“ war heute die Entscheidung in der internationalen Grand Prix Kür beim Signal Iduna Cup in Dortmund. Am Ende konnte sich jedoch Fabienne Müller-Lütkemeier durchsetzen – und zwar gegen keine Geringere als Isabell Werth.

Die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten hatte allerdings auch nicht eines ihrer Championatspferde gesattelt, sondern einen ziemlichen Neuling im Grand Prix-Sport. Bisher war der zwölfjährige Hengst Den Haag v. Diamond Hit von Isabell Werths ehemaliger Bereiterin Beatrice Buchwald ausgebildet worden. Diese hatte den Westfalen im letzten Jahr auch schon siegreich auf Intermédaire II-Niveau vorgestellt. Anfang 2020 übernahm dann Isabell Werth die Zügel. Den ersten Start in einem Grand Prix Mitte Januar in Ankum konnte das neue Paar auf Anhieb in einen Sieg ummünzen.

Grand Prix-Start Nummer zwei für Den Haag erfolgte dann gestern in der Dortmunder Westfalenhalle. Einige teure Fehler bedeuteten am Ende Platz elf mit 69,973 Prozent. Die Kür-Premiere gelang heute aber deutlich besser: 75,438 Prozent und damit Platz zwei lautete das Ergebnis. “Der Schritt von gestern heute zur Kür und die Art und Weise wie er sich gezeigt hat, das macht mich schon sehr sehr zufrieden”, verkündete Isabell Werth im Anschluss.

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Der zwölfjährige Den Haag v. Diamond Hit gab mit Isabell Werth beim Signal Iduna Cup 2020 sein internationales Grand Prix-Debüt. (© von Korff)

Noch ein paar Punkte mehr vergaben die Richter für Fabienne Müller-Lütkemeier und den nun 13-jährigen Fabregaz. Der großrahmige Florestano-Sohn ist aktuell das beste Pferd der Mannschafts-Weltmeisterin. Heute gab es von den Richtern im Schnitt 75,813 Prozent, lediglich Christoph Hess (Richter bei E) sah die beiden nur auf Rang vier. Den belegte letztendlich die in Deutschland beheimatete Finnin Emma Kanerva mit Dambacu (74,213) hinter der Österreicherin Ulrike Prunthaller auf Quebec (74,394).

Das Geschehen im Parcours

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Der 21-jährige Belgier Gilles Thomas siegte mit La Luna Hidalgo im Championat von Dortmund 2020. (© von Korff)

Im Championat der Signal Iduna führte ein Gast aus dem Ausland die Siegerehrung an. Gilles Thomas gelang auf La Luna Hidalgo eine blitzschnelle Stechrunde in 30,73 Sekunden. Der 21-Jährige zählt zu den größten Nachwuchstalenten in Belgien und war 2016 bereits Doppel-Europameister der Junioren. “Bei uns in Belgien ist jetzt in den letzten Stunden und Tagen alles abgesagt worden”, so der Springreiter, “ich denke, Dortmund wird für mehrere Wochen das letzte Turnier sein, das wir alle reiten konnten.”

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Felix Haßmann und Carreras sprangen in Dortmund auf Platz zwei. (© von Korff)

Das Nachsehen hatten heute Felix Haßmann und Carreras (0/30.95). Der neunjährige Holsteiner wird sonst hauptsächlich von seinem japanischen Besitzer Kazuteru Kitai vorgestellt und ist bisher nur eine Handvoll Turniere unter Felix Haßmann gelaufen. Platz drei im Championat holten Jan Wernke und Nashville. Die beiden blieben im Stechen ebenfalls ohne Abwurf und galoppierten nach 31,25 Sekunden über die Ziellinie.

Im Finale der Youngster Tour ging der Sieg an Tim Rieskamp-Goedeking und Pepina G, die dieses Jahr auch schon in Neumünster erfolgreich gewesen waren. Dahinter rangierte Harm Lahde mit dem erst siebenjährigen Oak Grove’s Commander Bond vor Gerrit Nieberg mit Numeri.

Alle Ergebnisse aus Dortmund finden Sie hier.

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  1. E.Huber

    Wer bitteschön stellt Frau Prunthaller noch immer Pferde zur Verfügung??? Frei nach dem Motto „aus den Augen bzw. aus den Medien… aus dem Sinn“. Eine Schande!

    • Anne J.

      Erschrecken Sie sich über ihren Namen (verbunden mit ihrer Vergangenheit) oder haben Sie den Ritt gesehen?
      Wenn Sie es nicht gesehen haben, dann ist Ihr Kommentar nicht fair!


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