Stuttgart: Jessica von Bredow-Werndl klar vor Isabell Werth in der Weltcup-Kür

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Sternstunde für Jessica von Bredow-Werndl und Dalera BB bei den Stuttgart German Masters 2019! (© Frieler)

Da mussten die beiden Titelverteidigerinnen sich hinten anstellen – Jessica von Bredow-Werndl und Dalera BB zogen nach einer Sternstunde in der Weltcup-Kür von Stuttgart an Isabell Werth und Weihegold vorbei.

Mit ihrer perfekt auf die Musik abgestimmten Choreografie und der der Easy Game-Tochter zu eigenen tänzerischen Leichtigkeit in den schwierigsten Lektionen wie Piaffe und Passage verzauberten Jessica von Bredow-Werndl und Dalera BB das Stuttgarter Publikum und die Richter gleichermaßen. Mehr noch als die einzelnen (allesamt gelungenen) Lektionen waren es die Harmonie und offenkundige Freude des Pferdes an der Arbeit, die begeisterten. Nicht ein falscher Tritt, kein einziger Moment der Unstimmigkeit trübte das Bild. Ergebnis: 88,440 Prozent – ein wahrlich verdienter Sieg für die beiden Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften 2019!

Jessica von Bredow-Werndl war verständlicherweise selig nach diesem Triumph: „Sie hat mir ein Gefühl gegeben, wie ich es noch nie hatte! Sie war schon in Rotterdam unglaublich, aber heute fühlte es sich sogar noch leichter und einfacher an. Jede Piaffe war unfassbar, jeder Übergang, jede Passage und Pirouette und jede Traversale.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Und es ist nicht übertrieben.

In Stuttgart zu siegen fühle sich an wie in Aachen oder bei einem Championat fuhr Jessica von Bredow-Werndl fort. „Stuttgart ist eine der härtesten Weltcup-Qualifikationen“, sagte sie. „Ich könnte nicht glücklicher sein. Ich wusste, dass das möglich ist, aber es fühlt sich immer noch an wie ein wahr gewordener Traum!“

Sie hat das Weltcup-Finale 2020 fest im Visier, allerdings nicht mit Dalera. „Ich möchte mit Zaire nach Las Vegas fahren und versuche Dalera auf die Olympischen Spiele kommenden Sommer vorzubereiten. Tokio ist sicherlich irgendwo in meinem Kopf und ich wäre überglücklich, dort zur Mannschaft zu gehören.“

Die Platzierten

Da hatten die Weltcup-Sieger der Jahre 2017, 2018 und 2019 das Nachsehen: Isabell Werth und Weihegold, die im Sommer ja Pause hatte und pünktlich zur Weltcup-Saison wieder fit ist. Ihnen unterlief ein Schnitzer, als die Oldenburger Don Schufro-Tochter in einer Passage-Traversale einmal unplanmäßig angaloppierte. Ein Missverständnis, das sogleich korrigiert war. Aber um Jessica von Bredow-Werndl und Dalera zu schlagen, hätte Weihegold zumindest fehlerfrei gehen müssen. Als dann auch noch ein gleichzeitig gesprungener Zweierwechsel hinzu kam, war ziemlich klar, wie das Endergebnis aussehen musste: mit 87,240 wurde es Platz zwei für Isabell Werth und Weihegold.

Den dritten Platz sicherten sich Helen Langehanenberg und Damsey mit Highlights in den Serienwechseln, den Pirouetten und den Piaffen, so dass sie unter dem Strich auf 83,735 Prozent kamen.

Rang vier ging an Dorothee Schneider und Sammy Davis Jr. mit 83,395 Prozent, gefolgt von Benjamin Werndl mit Daily Mirror, die es auf 80,90 Prozent brachten. Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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