Tragischer Unfall in Pforzheim: Dorothee Schneider verliert Grand Prix-Stute Rock’n Rose

024 Frie Dorothee Schneider – Fohlenhofs Rock´n Rose

Dorothee Schneider auf Rock'n Rose – hier beim Mannheimer Maimarkt-Turnier. (© Frieler)

Mit einem traurigen Zwischenfall endeten heute die Pforzheimer Dressurtage: In der Siegerehrung für den Grand Prix stürzten Dorothee Schneider und Fohlenhof’s Rock’n Rose. Während die Reitmeisterin nach aktuellem Stand keine schweren Verletzungen davon trug, konnte die Stute nicht gerettet werden.

Wie das Reiterjournal berichtet, sei die 17-jährige Rock’n Rose in der Siegerehrung plötzlich zusammengebrochen und wenige Minuten später in der Reithalle verstorben. Die anwesende Turnier-Tierärztin habe den Verdacht auf einen Aorta-Abriss geäußert. Dorothee Schneider habe unter Schock gestanden, sei aber bei Bewusstsein gewesen. Die 51-Jährige wurde für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Kurz zuvor hatte das Paar noch Platz drei im Grand Prix belegt, hinter Jasmin Schaudt auf Fano und Matthias Bouten mit Boston.

Schon seit 2013 saß Dorothee Schneider im Sattel der Rubin Royal-Tochter aus der Zucht von Heinrich Lahmeyer, die im Stall auf den Namen „Rosi“ hörte. Die ersten Turniererfolge feierte die Stute vierjährig mit Andrea Lahmeyer. Ihr Debüt in der schweren Klasse gab sie unter Fernand Wetz, bevor sie 2012 Oliver Luze übernahm, der sie erfolgreich in St. Georges- und Inter I-Dressuren an den Start brachte. Professor Dr. Heicke, Inhaber des Gestüts Fohlenhofs, entdeckte Rock’n Rose und vertraute sie dann Dorothee Schneider an.

Auf ihrer Webseite beschreibt die Reitmeisterin Rock’n Rose als „hochsensibel“ und „heißen Ofen“. Ihr internationales Debüt gaben die beiden in 2016, es folgten zahlreiche Siege und Platzierungen auf Grand Prix-Niveau, beispielsweise in München, Donaueschingen, Mannheim und Fritzens. Auch auf nationaler Ebene sammelte das Paar viele Erfolge, zuletzt gewann es im Oktober 2020 die Grand Prix Kür in Ising.

Unser tiefes Mitgefühl gilt Dorothee Schneider und dem Gestüt Fohlenhof. Ruhe in Frieden, Rosi!

Quelle: Reiterjournal

  1. Jürgen

    Ruhe in Frieden an das Pferd und viel Kraft an alle Betroffenen.
    Nichtsdestotrotz seh ich es sehr kritisch, dass im Jahre 2021 Tiere zu Unterhaltungszwecken missbraucht werden. Immerhin ist das im Reitsport keine seltenheit und kommt weltweit fast täglich vor. Für mich gibt es ehrlich gesagt keinen vernünftigen Grund, warum man diesen Sport in der aktuellen Form tollerieren sollte.

  2. berndride

    …und zu was wollen sie denn Pferde sonst verwenden, wenn nicht zur Unterhaltung? Zur Fortbewegung brauchen wir sie nicht mehr, Kavallerie ist glücklicherweise out, bleibt noch Fleischproduktion. Das kann es ja wohl nicht sein, oder?
    Gehören sie zu den Naturfreaks? Da gibt es Tiere nur in der freien Natur, z.B. als Wolfsfutter? Oder gibts noch ein paar Plätze in ihrem Zoo?
    Pferde sind heute unsere Partner zur Unterhaltung, Entspannung und Erholung. Wir benutzen sie als Mittel zu diesem Zweck. Sie werden dazu nicht gefragt, völlig undemokratisch. Sie Laufen und Springen für uns, sie tragen uns, selbst dann wenn wir nicht gut reiten können,- und wissen sie was? Wenn ich mein Pferd fragen könnte ob er lieber mit mir rumlaufen möchte oder es vorzieht gar nicht erst geboren worden zu sein, dann glaube ich er würde es vorziehen mit mir rumzulaufen. Aber ja wir benutzen die Tiere für unsere Unterhaltung. C’est la vie.

    • Manuela Schuster

      Alles Gute den Betroffenen, so sollte ein Leben nicht zu Ende gehen. Sehr tragisch. Gefühlt gibt es in den letzten Jahren vermehrt Aortaabrisse, gibt es dazu Zahlen? Liegt es an Zucht, Haltung oder Trainingsmethoden? Es wäre schön, würde St. Georg das Thema aufgreifen.

      • berndride

        Stimmt, das wäre natürlich mal interessant zu erfahren. Er wird möglicherweise einiges an Recherche erfordern, aber es wäre schon wichtig.


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