US-Dressurreiterinnen auf dem Weg in Richtung Weltmeisterschaft

Dressur

Dressur (© Julia Rau)

Die USA sind dieses Jahr Gastgeber der Weltreiterspiele und die Dressurreiter des Landes bereiten sich in Florida auf die Sichtungen vor, für die sie nach Europa reisen. Es wird spannend, ob sie dort auch die Noten bekommen, wie in der Heimat.

Die höchsten Bewertungen unter den US-Dressurreitern bekommt nach wie vor Laura Graves mit ihrem Olympia-Vierten Verdades. Die beiden bereiten sich bereits auf das Weltcup-Finale in Paris vor. Aber inzwischen gibt es im eigenen Land Kolleginnen, die ihr nacheifern. Adrienne Lyle und Salvino haben von den neun Prüfungen, an denen sie in den Wintermonaten in Wellington teilgenommen haben, sechs gewonnen. Vor wenigen Tagen haben mit neuer persönlicher Bestleistung in der CDIO3*-Kür: 81,750 Prozent. Es ist das erste Mal, dass bei dem Paar eine acht an erster Stelle des Ergebnisses steht.

Salvino ist ein elfjähriger Hannoveraner Hengst v. Sandro Hit-Donnerhall. Vor drei Jahren wechselte er aus Spanien in die USA. Mithilfe von Debbie McDonald hatte Adrienne Lyle sich ein Jahr lang Zeit genommen, um mit Salvino zusammen zu wachsen. Im vergangenen Jahr gaben sie ihr Turnierdebüt und waren auch in Europa am Start, unter anderem beim CHIO Aachen, wo sie zur zweitplatzierten US-Mannschaft im Nationenpreis gehörten. Schon damals waren sie das zweitbeste Paar hinter Laura Graves/Verdades.

Noch mehr potenzielle Championatspaare

Für Sabine Schut-Kery und den zwölfjährigen San Remo-Sohn Sanceo war es das erste Mal, dass sie auf Grand Prix-Niveau außerhalb Kalifoniens am Start waren – wenngleich sie im vergangenen Jahr ebenfalls in Europa am Start gewesen waren, aber eben in der kleinen Tour. 2012 nahmen sie auch an den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde in Verden teil.

Nun sind sie im Grand Prix angekommen: Platz zwei mit 78,145 Prozent in der Kür. Damit stachen sie unter anderem ein Paar aus, das 2017 ebenfalls zum US-Team beim CHIO Aachen gehört hatte: Olivia LaGoy-Weltz auf dem 14-jährigen Dänen Lonoir v. De Noir. Die beiden landeten mit 77,385 Prozent auf Rang drei.