Wiesbaden: Franziskus nach Frankfurt

Reitsport, Pferdesport, junge Pferde

Ingrid Klimke auf dem Weg zum Sieg in der Louisdor Preis-Qualifikation von Wiesbaden 2017. (© von Korff)

Der Franz, der kann’s! Für Ingrid Klimke endete das Wiesbadener Pfingstturnier heute mit einem riesen Erfolg. Ebenso wie für Ponyreiterin Jana Lang.

Sie löste mit dem neunjährigen Franziskus das Ticket für das Finale des Louisdor Preises im Dezember in Frankfurt. Man kann die Reitmeisterin nur bewundern, wie sie diesen hochbegabten Macho auf ihre Seite bekommen hat. Sich auf seine Aufgaben im Viereck zu konzentrieren fiel dem viel beschäftigten Deckhengst zunächst schwer. Aber inzwischen kämpft der Hannoveraner Fidertanz-Sohn in aller Regel pro Reiterin. So auch heute: „Franz ging so gut wie noch nie“, schwärmte Klimke nach ihrem Ritt. „Er war heute dran! Mal hat Geraldine die Nase etwas weiter vorne, mal er, aber heute hatte ich ein super Gefühl auf ihm. Er hat sich toll konzentriert und es hat einfach nur Spaß gemacht.“ Den Richtern wohl auch. Sie gaben dem Paar 74,907 Prozent. Highlights waren unter anderem die Trabverstärkungen und die fliegenden Galoppwechsel von Sprung zu Sprung. Damit hat Ingrid nun wie schon im vergangenen Jahr beim Nürnberger Burg-Pokal zwei Eisen im Feuer in Frankfurt. Denn ihre Stute Geraldine hatte sie schon in Hagen für den Louisdor Preis qualifizieren können.

Geraldine belegte heute Rang drei. Gestern in der Einlaufprüfung war sie bereits Zweite gewesen. Heute lief die rheinische Fürst Grandios-Tochter wieder eine feine Prüfung, die mit 73,535 Prozent belohnt wurde. Aber sie musste sich knapp geschlagen geben.

Hinter dem Sieger landete jedoch nicht der Sieger der Einlaufprüfung, Dorothee Schneiders Faustus (der wurde Vierter, 71,837 Prozent), sondern der bayerische Ausbilder Uwe Hermes mit dem ebenfalls aus Bayern stammenden Hotline-Sohn Hermes. Das Paar fiel bereits gestern durch große Harmonie und schon hohe Lektionssicherheit auf. Die Trumpfkarte spielten sie auch heute aus, was ihnen ein Ergebnis von 73,558 Prozent bescherte.

Escada

Von Escada, mit der Ingrid Klimke die Wiesbadener Vielseitigkeit geritten war, die jedoch nach zwei Verweigerungen im Ziel nicht klar ging, gibt es noch kein konkretes Update. Auf ihrer Facebook-Seite hat Klimke allerdings ein Foto der Stute aus dem Schlosspark gepostet mit dem Kommentar, Escada habe das Gras sehr genossen.

(Fast) alles neu bei den Ponyreitern

Ähnlich wie schon die Junioren, wechselten auch die Ponyreiter munter die Platzierungen bei ihrer EM-Sichtung. Allein Jana Lang und Cyrill ließen keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen. Beim Preis der Besten Anfang Mai hatten sie sich noch den dreifachen Europameisterin Lucie-Anouk Baumgürtel und Massimiliano geschlagen geben müssen. Aber die waren in Wiesbaden nicht am Start. So schnappte die Silbermedaillengewinnerin aus Warendorf sich nach der ersten Wertung gestern heute auch noch die zweite. Diesmal gab es 77,244 Prozent.

Das Nachsehen hatte heute noch Anna Middelberg mit Drink Pink (72,512). Der gestern Zweitplatzierte Stallnachbar von Cyrill, Danilo, fand sich heute mit seiner Reiterin Tabea Schroer auf Rang sechs wieder.

Moritz Treffinger und Top Queen H hatten gestern nicht ihren besten Tag, hatten aber schon in Warendorf mit Bronze nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht. Heute setzten sie zur Aufholjagd an und überzeugten erneut mit einem dritten Platz (72,488).

Die EM der Ponyreiter findet Mitte August im ungarischen Kaposvar statt. Wiesbaden war die erste offizielle Sichtung, wobei der Preis der Besten ja auch immer schon ein erstes Kräftemessen ist. Bundestrainerin Cornelia Endres gab sich bedeckt nach dem heutigen Tag: „Es wurde hier noch mal einiges durcheinander gewirbelt – auch im Vergleich zu den Ergebnissen beim Preis der Besten.“ Man darf also gespannt sein, wie die kommenden Sichtungen laufen und wer dann mit nach Ungarn fahren darf.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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