Kentucky: Super-Michi holt Gold für Deutschland

Magic Michi holt Gold für Deutschland!!!

Lexingon (USA) Kentucky Horse Park 03.10.2010 Weltreiterspiele/World Equestrian Games Vielseitigkeit/Eventing hier Springen: Michael Jung (GER) jubelt Ÿber seine Einzel-Goldmedaille mit Sam Foto ©Julia Rau Am Zollhafen 12 55118 Mainz Tel.: 06131-507751 Mobil: 0171-9517199 RŸsselsheimer Volksbank BLZ 500 930 00 Kto.: 6514006 Es gelten ausschliesslich meine Allgemeinen GeschŠftsbedingungen (© Julia Rau)

Cool bis ins Herz absolvierten Michael Jung und Sam auch noch den Springparcours. Das bedeutete die Goldmedaille, die erste für Deutschland bei einer Vielseitigkeitsweltmeisterschaft.
 

Am Ende war fast alles gut. Mit schlafwandlerischer Sicherheit steuerte Michael Jung als letzter Reiter den zehnjährigen Sam v. Stan the Man xx-Heraldik xx über die Hindernisse im Kentucky Horse Park, makellos auch diese Teilprüfung nach der besten Dressur und einer zeit- und hindernisfehlerfreien Geländerunde. Mit seinem Dressurergebnis von 33.0 Punkten gewann er bei seinem ersten Viersterne-Championat die Goldmedaille, die erste für Deutschland in der Geschichte des Pferdesports. Der lange Brite William Fox-Pitt, der auf Cool Mountain die Silbermedaille gewann (42,00) brachte es auf den Punkt: Michael Jung and the rest was nowhere daran müssen wir die nächsten zwei Jahre arbeiten. Er meinte, bis zu den Olympischen Spielen in London 2012. Die Bronzemedaille ging an den Neuseeländer Andrew Nicholson auf Nereo (43,50). Das Paar hatte vor wenigen Wochen das CIC in Aachen gewonnen. Es war die erste Einzelmedaille für den Routinier. Unglücklich verlief das Springen für Ingrid Klimke auf Abraxxas. Mit zwei Abwürfen fiel sie vom Bronzeplatz auf Rang 13 zurück (50,90). Tief enttäuscht verschwand sie im Stallgelände. Abraxxas hatte sich im Gelände an Sprung acht, einer gemauerten Ecke, gestoßen und kleine Hautabschürfungen an der Brust zugezogen, womöglich hat das seinen Enthusiasmus für die Parcourshindernisse nicht beflügelt.

Der Mannschaftstitel ging an die Briten (139,40) vor den vom US-Olympiasieger 2000 David oConnor trainierten Kanadiern (151,50), Bronze an die Neuseeländer (154,80), die mit Mark Todd den Doppelolympiasieger von 1984 und 1988 in ihren Reihen hatten. Ich bin froh, wieder im Sport zurück zu sein, sagte er, und werde versuchen, wieder auf den jungen Mann links aufzuschließen. Da saß Michael Jung.

Die US-Amerikaner gingen leer aus, die mögliche Mannschaftsmedaille verspielte Karen oConnor auf Mandiba mit einem verpatzen Parcours mit einer Verweigerung, einem Abwurf und Zeitstrafpunkten. Hinter den Gastgebern landete die deutsche Mannschaft auf Rang fünf, das reichte gerade noch für die Olympiaqualifikation, das Minimalziel. Andreas Dibowski, der im Gelände zwei ihm unerklärliche Verweigerungen von Butts Leon am Coffin kassiert hatte, rehabilitierte sich mit einer makellosen Nullrunde, das reichte für Rang 46 mit insgesamt 116,8 Minuspunkten. Auch Frank Ostholt auf Mr. Medicott blieb fehlerfrei, seine 60,7 Punkte im Team hätten für die Silbermedaille gereicht. Hinterher ist man immer schlauer, aber Ostholts Saisonleistung hatte nicht zwingend nach einer Teamnominierung verlangt.

Die deutsche Mannschaft feierte ihre Goldmedaille abends in gemütlicher Runde. Im Raum steht ein Angebot für Sam im siebenstelligen Bereich. Ich hoffe, ich kann ihn weiterreiten, sagte Jung vor Journalisten. Und es klang, als ob er einen kleinen Kloss im Hals hat.