London: Exell überlegen in der Weltcup-Etappe der Fahrer, Deußer siegreich in den Christmas Tree Stakes

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Boyd Exell und sein neues, fast perfektes Gespann auf dem Weg zum Sieg bei der Weltcup-Etappe in London. (© Houghton)

Keine Chance für die Konkurrenz gegen den australischen Meister-Fahrer Boyd Exell. Auch in London ließ er die Konkurrenz locker hinter sich. Nicht so selbstverständlich, wie man bei ihm vielleicht denken könnte, berichtete er später.

Keine Chance gegen Boyd Exell zu bestehen! Sowohl im Umlauf als auch gegen die Uhr ließen er und seine vier Pferde alle Bälle auf den Kegeln. Doch selbst mit einem Abwurf hätten sie gewonnen. Die Zeit im Stechen stoppte bei 114,88 Sekunden.

Zweitschnellstes Gespann waren der Niederländer Koos de Ronde und seine vier Pferdestärken. Inklusive vier Strafsekunden hatten sie 125,91 Sekunden auf dem Konto – und das trotz eines Zwischenfalls, als eines der Pferde in der Wendung nach der Brücke ausrutschte. Aber die Mitfahrer eilten schnell zur Hilfe und die vier Pferde konnten problemlos weitergaloppieren. Der dritte Fahrer im Stechen war der Belgier Glenn Geerts. Er gab allerdings auf.

Beinahe schon selbstverständlich geht man davon aus, dass Boyd Exell siegt, wenn er antritt. Alles andere ist beinahe eine Überraschung. Eine kleine Ahnung davon, was hinter Exells Überlegenheit steckt, vermittelte er nach seinem Erfolg im Interview: „Ich bin so glücklich mit meinen Pferden! Vor fünf Jahren hatte ich ein super Team. Seither habe ich versucht, ein ähnliches Gespann aufzubauen. Mit den zwei neuen Pferden, die ich jüngst angespannt habe, komme ich diesem Ziel schon sehr nahe, habe ich das Gefühl. Sie werden einfach immer schneller und schneller.“

Christmas Tree Stakes an Daniel Deußer

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Daniel Deußer und Cornet, Gewinner der Christmas Tree Stakes von London 2018. (© Houghton)

Nach dem Weltcup-Springen wartete noch ein weiteres Highlight im Parcours: die Christmas Tree Stakes über 1,55 Meter mit Stechen. Hier hatten Daniel Deußer und sein Cornet Obolensky-Sohn Cornet die Nase vorn. Sie waren eines von nur vier Paaren im Stechen, von denen wiederum nur zwei ohne Abwurf blieben gegen die Uhr.

„Ich hätte gedacht, das mehr Paare fehlerfrei bleiben“, sagte Daniel Deußer später. Er vermutete, dass der Aufbau des Parcours nicht allen Paaren entgegen kam: „Da waren viele Wendungen aus den Ecken heraus und das scheint einige Probleme bereitet zu haben.“ Warum er Cornet für dieses Springen gesattelt hat? „Er ist eines meiner besten Pferde. Aber von Zeit zu Zeit ist es gut, ihn in einem leichteren Springen zu reiten, in dem er es einfach hat.“

Das waren neben Daniel Deußer der Franzose Simon Delestre und die erst achtjährige OS-Stute Conbelleza v. Conthargos-Captain Paul. Ein riesen Erfolg für dieses noch so junge Pferd aus der Zucht des Gestüts Lewitz. Sie erreichte das Ziel nach 32,07 Sekunden.

Vierter wurde nach einem Abwurf Maikel van der Vleuten (NED) im Sattel der zehnjährigen BWP-Stute Idi Utopia v. Quasimodo Z, gefolgt von dem Briten William Funnell auf Billy Diamo v. Cevin Z, die mit sechs Strafpunkten ins Ziel kamen. Im Geld waren mit einem Abwurf im Normalparcours auch noch Christian Ahlmann und Colorit auf Rang elf.

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