Dubai: Tote Pferde bei Distanzrennen

Distanzrennen

(© www.toffi-images.de)

In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind wieder vier Pferde bei Distanzrennen gestorben.

Kurz vor Weihnachten wurde bekannt, dass bei einem 120 Kilometer-Rennen (CEI2*) in Al Wathba (UAE) das Pferd Castlebar Tailwind, ein zwölfjähriger Araber-Wallach in arabischem Besitz, ums Leben gekommen sein soll. Dies wurde nun bestätigt. Er starb auf der ersten Runde des Rennens mit seinem Reiter Saeed Ali Saeed Al Subousi. Wie genau, ist unklar. Die Rede ist von einem gebrochenen Bein, aufgrund dessen er eingeschläfert werden musste. Hier gibt es allerdings noch keine offizielle Bestätigung. (www.grandprix-replay.com)

Die jüngsten Todesfälle haben sich in einem 100-Kilometer-Rennen für Damen beim Dubai Festival of Endurance ereignet. Hier kamen zwei Pferde ums Leben, beide aus dem Besitz des Dubai-Herrschers und Ehemanns der EX-FEI Präsidentin Haya von Jordanien, Scheich Mohammed bin Rashid al Maktoum. Die Pferde wurden beide von Reiterinnen aus Argentinien in dem Rennen geritten. Auch hier gibt es bislang noch keine Informationen darüber, was passiert ist. (www.grandprix-replay.com)

Zuvor war die gerade mal achtjährige Araberstute Dumna bei einem 80 Kilometer-Ritt in Dubai gestorben. Auch hier gibt es keine näheren Angaben, was passiert ist. Es war erst der zweite internationale Wettbewerb des Pferdes. Bereits den ersten konnte sie nicht beenden. (www.grandprix-replay.com)

Nach der Suspendierung

Bei dem 80 Kilometer-Rennen in Dubai waren gerade mal zwei Europäische Offizielle anwesend. Einer davon war der Brite John William Robertson als Mitglied der Ground Jury. Für 2017 hat er keine FEI Registrierung und laut www.grandprix-replay.com war dies auch 2016 schon der Fall. Damit hat er also ohne die Rückendeckung des Weltreiterverbands in Dubai agiert.

Aufgrund der Häufung von Todesfällen und Missachtung diverser FEI-Vorschriften wurden die Vereinigten Arabischen Emirate 2015 vom Weltreiterverband suspendiert. Es durften keine internationalen Turniere veranstaltet werden und die Reiter des Landes durften ihrerseits an keinen anderen Veranstaltungen teilnehmen.

Nachdem die FN der UAE aber versichert hatte, nun alle Maßnahmen zum Schutz der Pferde ergreifen zu wollen, ruderte die FEI zurück und hob die Sanktionen auf. Im vergangenen Jahr hätten in Dubai die Weltmeisterschaften im Distanzreiten stattfinden sollen. Es gab eine Online-Petition gegen dieses Vorhaben, die viel Beachtung fand. Schließlich beschloss die FEI, die WM an einen anderen Standort zu verlegen.

  1. BALUMA

    Oh Nein! Nicht schon wieder!
    ALLES SPERREN! Den Verband. Mehrjähriges Veranstaltungsverbot. Konsequenter Ausschluss aller Teilnehmer, Besitzer und Offiziellen von allen FEI Veranstaltungen.
    Nächste Überprüfung in 2 Jahren nach Vorlage glaubwürdiger Pläne für Verbesserungen.
    Keine Ausnahmen.
    Danach alles unter strenger Kontrolle unabhängiger Fachleute.


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