FEI: Der Chefveterinär geht, ein neues Distanzoberhaupt kommt

In der Führungsetage des Weltreiterverbands FEI hat es schon vor der Generalversammlung am 14. Dezember personelle Veränderungen gegeben.

So übernimmt der ehemalige Generalsekretär der Portugiesischen Reiterlichen Vereinigung, Manuel Bandeira de Mello, das schwierige Amt des Chefs der Fachgruppe Distanz, einer Disziplin also, die in den vergangenen Monaten immer wieder für Negativschlagzeilen gesorgt hat. Bandeira de Mello hat sich in einem langwierigen Bewerbungsprozess, den ein externer Dienstleister für die FEI übernommen hatte, gegen 29 andere Kandidaten in der engeren Auswahl für den Posten durchgesetzt. Er kennt den Sport gut. Seit 2001 war er mehrmals Equipechef für Portugal und außerdem Chef de Mission bei mehreren Weltreiterspielen. Als Funktionär hat er internationale Erfahrungen schon als Mitglied der Führungsriege des Europäischen Reiterlichen Vereinigung gesammelt. Er selbst war 25 Jahre lang national und international im Springsattel unterwegs. Den Distanzsport kennt er vor allem als Organisator der Europameisterschaften 2007 in Barroca D’Alva.

Seinen Hut nimmt hingegen der oberste Tierarzt der Internationalen Reiterlichen Vereinigung, Graeme Cooke. Nach fünf Jahren hat er beschlossen, sein Amt „aus persönlichen Gründen“ niederzulegen. Cooke hat sich insbesondere dafür eingesetzt, den Sportpferden das Reisen in fremde Länder zu ermöglichen. Da ist ihm einiges gelungen. Cooke sagte: „Die FEI war in den vergangenen fünf Jahren mein Zuhause, das ich enorm vermissen werde. Aber ich gehe, um mehr Zeit mit meinen alternden Eltern zu verbringen. Ich habe den Eindruck, dass wir wirklich einen großen Durchbruch hinter uns haben, was das internationale Reisen der Pferde angeht, und ich bin stolz, dass die FEI hier den Weg geebnet hat. Es ist ein wichtiges Kapitel in der Geschichte des Pferdesports und ich bin glücklich, darin eine Rolle gespielt zu haben.“

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