FEI: Kurzarbeit, virtuelle Task Force-Konferenzen und Vorschläge für unter anderem die EM 2021

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(© FEI)

Corona trifft auch den Weltreiterverband FEI, der ja seinen Hauptsitz in Lausanne in der Schweiz hat. Dort hat man nun Kurzarbeit für mehr als die Hälfte der Belegschaft angemeldet. Gleichzeitig gilt es zu klären, was mit den anstehenden Championaten wird. Die Task Force Dressur hat sich jetzt mit den Terminen für u.a. WM junge Dressurpferde und EM 2021 beschäftigt.

Die FEI hat ab 15. April für 60 Prozent ihrer insgesamt rund 100 Mitarbeiter vorübergehend Kurzarbeit angemeldet, da durch die Corona-Pandemie ein Großteil der Einnahmen wegbricht.

Laut der US-Website dressage-news.com habe der Weltverband des Pferdesports für dieses Jahr mit Einnahmen von 64,4 Millionen Euro gerechnet. 44 Prozent davon kommen von Sponsoren etc. 29 Prozent werden durch Zuschüsse generiert, der Großteil davon seitens des Internationalen Olympischen Komitees. 27 Prozent erwirtschaftet die FEI durch Gebühren von den Turnierveranstaltern, Reitern usw.

Nun hat die FEI bereits bekannt gegeben, dass man auf die Kalendergebühren für den Rest des Jahres verzichten wird. Außerdem hat man unter anderem die Mitgliedsgebühren der nationalen Verbände um 50 Prozent reduziert und die Zahlungsfristen für Rechnungen von 30 auf 90 Tage erweitert.

Die Abonnenten des FEI TV-Senders bekommen in der turnierfreien Zeit ihr Geld zurück. Außerdem gibt es nun freien Zugang zu Archivmaterial vergangener Turniere für alle.

Europameisterschaften & Co.

Während die Olympischen Spiele ja bereits auf 2021 verschoben worden sind, stehen die kontinentalen Meisterschaften der Nachwuchsreiter noch auf dem Jahresplan. So waren die Europameisterschaften der Children, Junioren und Jungen Reiter im Springsattel für die Tage vom 19. bis 26. Juli in Vilamoura, Portugal, vorgesehen gewesen.

Die Europameisterschaften der Dressur- und Vielseitigkeitsreiter der Altersklassen U18 und U21 hätten einen Tag später im britischen Hartpury begonnen.

Die Children und U25-Reiter im Dressurviereck sollen sich eigentlich vom 18. bis 23. August in Budapest treffen.

Die Europameisterschaften der Ponyreiter vom 15. bis 19. Juli in Strzegom sind bereits abgesagt worden, ohne dass es bislang einen Ersatztermin gibt.

Ob die anderen EMs zu den geplanten Zeiten stattfinden können, ist sehr fraglich. Darum hat das FEI Präsidium nun angewiesen, dass die Entscheidung, ob die Turniere stattfinden oder nicht, jeweils mindestens zehn Wochen vor Termin bekanntgegeben werden muss. Wenn die Meisterschaften verschoben werden müssen, darf es kein Termin außerhalb der Schulferien sein.

Budapest 2021?

Die Europameisterschaften in Budapest 2021 sind gleichzeitig Qualifikationsturnier für die Weltmeisterschaften 2022. Sie hätten Ende August stattfinden sollen. Problem: Der Termin kollidiert mit den Olympischen Spielen. Und die Veranstalter sehen sich außerstande, die EM zu verschieben. Darum hat die Dressur-Task Force nun vorgeschlagen, die EM ganz ausfallen zu lassen.

WM Junge Dressurpferde 2020?

Die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde hätten dieses Jahr wieder in Verden stattfinden sollen, nachdem nun viermal Ermelo in den Niederlanden Gastgeber war. Termin wäre Anfang August gewesen. Doch nachdem in Deutschland Großveranstaltungen bis mindestens 31. August verboten sind, muss hier bereits jetzt ein Ausweichtermin gesucht werden.

Der Veranstalter hat Dezember vorgeschlagen. Das wurde jedoch seitens der FEI abgelehnt, da das Championat ein Freiluftturnier bleiben soll. Oktober wäre der Alternativvorschlag seitens der FEI-Task Force.

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