Riesenbeck: Deutsche Meisterschaften der Vierspänner mit Sandmann in Führung

Boyd Exell Aachen 2016

Boyd Exell 2016 in Aachen. (© Pauline von Hardenberg)

Unter allerbesten Bedingungen fand die erste Teilprüfung der Deutschen Meisterschaft der Vierspänner im Rahmen von Riesenbeck International 2017″ statt. Die deutschen Fahrer mussten die vorderen Plätze in der offenen Prüfung a allerdings ihren ausländischen Kollegen überlassen.

An alter Stelle, jedoch im neuen Design, vor allem aber mit einem neuen Boden ausgestattet bot das Fahrstadion ideale Voraussetzungen für Spitzensport. Den bot einmal mehr der fast schon übliche Zweikampf zwischen dem Australier Boyd Exell und dem US-Amerikaner Chester Weber, die in der Dressur gefühlt in einer anderen Liga fahren, so viel besser als der Rest der Welt waren sie in Riesenbeck mal wieder. Ganz klar vorn: Boyd Exell, 38,81 Strafpunkte, mit einem Gespann der US-Amerikanerin Misdee Wrighley-Miller. An zweiter Stelle liegt mit 40,53 Strafpunkten Chester Weber, der vor allem mit Gehorsam und Durchlässigkeit seines Gespannes punktete. Theo Timmermann war schon häufiger Mitglied einer siegreichen niederländischen Mannschaft bei Championaten, heute beendete er die Dressurprüfung in Riesenbeck auf dem dritten Platz, 46,54 Strafpunkte.

Auch den vierten Platz mussten die deutschen Teilnehmer einem ausländischen Gast überlassen: Glenn Geerts aus Belgien platzierte sich mit 50,50 Strafpunkte an vierter Stelle. Erst dass folgte mit Christoph Sandmann der bestplatzierte deutsche Fahrer, mit 52,62 Strafpunkten weit von einem Traumergebnis entfernt. Abzüge brachten ihm vor allem Taktfehler in der letzten Schrittphase, als seine Pferde durch ein scheuendes Springpferd auf dem Weg neben dem Fahrstadion irritiert wurden. Knapp hinter Sandmann rangierte mit 53,62 Strafpunkten Georg von Stein aus Modautal. „Ich hatte Georg etwas besser gesehen“, kommentierte Bundestrainer Karl-Heinz Geiger das Richterurteil, war aber insgesamt recht zufrieden mit der Vorstellung des amtierenden Deutschen Meisters. 2016 gelang von Stein der Titelgewinn in Lähden, 2011 und 2014 wurde er in Riesenbeck Deutscher Meister.

Nach dem glühend heißen Vortag blieb Riesenbeck vom in vielen Teilen Deutschlands wütenden Unwetter verschont. Ein paar Regenschauer sorgten für Abkühlung auf angenehme Temperaturen und perfekten Boden auf dem Turnierplatz und im Gelände. Als „fair und gut zu fahren, mit echten Alternativen sehr pferdefreundlich aufgebaut“ beurteilte der Bundestrainer die Anforderungen im morgen stattfindenden Marathon im Riesenbecker Wald. Eine Disziplin in der die deutschen Fahrer in der Regel erfolgreicher sind als auf dem Dressurviereck.

Christine Meyer zu Hartum

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