Abdel Said gewinnt Großen Preis in Wellington, Weishaupt Fünfter, Thieme Siebter

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Abdel Said und Arpege du Ru, Sieger im Großen Preis von Woche 9 beim Winter Equestrian Festival in Wellington. (© Sportfot)

Nicht nur in ’s-Hertogenbosch, auch in Wellington wird dieses Wochenende auf Fünf-Sterne-Niveau gesprungen. Der Große Preis ging an den Neu-Belgier Abdel Said, gefolgt von einem Reiter, der ähnlich glücklich über Rang zwei war wie der Sieger.

Abdel Said ist eigentlich Ägypter, reitet aber seit Sommer 2021 für Belgien. Er und seine zwölfjährige Selle Francais-Stute Arpege du Ru waren gleich das zweite Paar im Stechen. Mit ihren 38,58 Sekunden legten sie eine Zeit vor, die keines der zehn Paare, die noch kamen, toppen konnte. „Ich hatte einen Zeitfehler in dem ersten Fünf-Sterne-Grand Prix, den wir geritten sind. Heute hatte ich mir vorgenommen, nicht wieder zu langsam zu sein. Ich dachte, ich sei vielleicht zu schnell und würde einen Abwurf haben. Aber der Plan war, es zu versuchen. Ich wollte und brauchte diesen Sieg für das ganze Team.“

Platz zwei holte das Siegerpaar von Donnerstag, Kent Farrington und die zehnjährige KWPN-Stute Orafina v. For Fashion in 40,42 Sekunden. Farrington war super happy über diesen zweiten Platz. „Natürlich fühlt es sich besser an, zu gewinnen. Aber ich denke Abdel hatte eine unglaubliche Zeit. Das wäre auf jedem Pferd schwer zu schlagen gewesen.“ Erst recht auf einem so jungen wie Orafina. „Das war erst das zweite Mal, dass sie eine Fünf-Sterne-Prüfung gesprungen ist. In Anbetracht dessen denke ich, dass es ein überragendes Ergebnis ist.“

Farrington weiter: „Für die jungen Pferde, die viel Talent haben, nehme ich mir gerne Zeit, und was ihre Zukunft angeht, bin ich sehr gespannt!“ In diesem Springen habe sie ihm viel bewiesen. „Ich denke wir hatten alle drei unglaubliche Athleten unter uns und zufälligerweise waren es alles Stuten.“ Oder vielleicht war es doch kein Zufall? „Ich hatte große Erfolge mit tollen Stuten, weil sie so ein großes Herz haben und immer alles geben.“

Denn nicht nur die ersten beiden saßen auf Stuten, sondern auch der Drittplatzierte. Belgiens Nicola Philippaerts stellte seine EM-Bronzemedaillengewinnerin Katanga van het Dingeshof vor, die nach 41,65 Sekunden ins Ziel kam. Philippaerts über die zwölfjährige Cardento-Tochter: „Meine Stute fühlt sich aktuell super an. Sie ist etwas ganz Besonderes, weil sie immer dann, wenn es drauf ankommt, noch ein bisschen extra geben kann.“

Schnellstes Paar im Stechen waren Philipp Weishaupt und Coby, die nach 38,52 Sekunden ins Ziel kamen. Aber sie hatten einen Abwurf, so wurde es Rang fünf. Für die beiden Europameister, André Thieme und Chakaria, gab es Rang sieben, ebenfalls mit einem Abwurf.

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