Auch Laura Klaphake ohne Abwurf im ersten Umlauf des WM-Nationenpreis

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Catch me if you can bei den Weltreiterspielen 2018 in Tryon. (© Pauline von Hardemberg)

Kein Abwurf, ein Zeitfehler – nach Simone Blum hat auch Laura Klaphake den ersten Umlauf des Nationenpreis mit Bravours bewältigt. Nach der Hälfte der Teilnehmer rangieren die beiden deutschen Reiterinnen unter den Top 10, Blum liegt in dieser Prüfung in Führung.

Der Parcours habe es schon in sich, so Laura Klaphake nach ihrem Ritt. Das würde man schon daran erkennen, welche Paare, die gestern gut waren, hier heute Fehler machten. Beim Einreiten war sie schnurstracks in Richtung Sprung drei, der Mauer geritten. Die Catoki-Tochter Catch me if you can spitzte ein wenig die Ohren. Die 24-Jährige gab eine kleine aufmunternde Schenkelhilfe. „Das habe ich mehr für mich als für Catch me getan, der Fehler gestern ging ja auch auf meine Kappe.“

Pauline von Hardenberg

Noch einmal die Mauer zeigen, braaav. Laura Klaphake und Catch me if you can vorm Start im esten Umlauf des WM-Nationenpreis 2018. (© Pauline von Hardenberg)

In der Tat gelang diese Passage des Parcours ohne nennenswerte Störungen. Das Duo aus Mühlen sprang so, dass Paul Schockemöhle, Besitzer von Catch me if you can, anschließend in Sternekoch-Manier den Zeigefinger zum Daumen führte. Die Geste sagte: ein Ritt vom Feinsten. Der eine Zeitfehler habe sich vermutlich in der zweiten Hälfte des Parcours eingeschlichen, sagte Laura Klaphake. Auf der letzten Linie, von der Triple-Barre zur zweiten zweifachen Kombination, entschloss sie sich sechs statt fünf Galoppsprünge zu reiten. Bundestrainer Otto Becker lobte den zweiten Auftritt von Laura Klaphake. Sie sei aktiver geritten, habe schneller reagiert, „mal zurück, dann nach vorne“.

Nationenpreis mit bislang 5 Ritten ohne Abwurf

Auch wenn die Reiter das Thema Hitze eher als ein menschliches Problem betrachten, denn  als eines, das ihre vierbeinigen Athleten angelangt, muss man feststellen: Kühler wird es gerade nicht. Zwecks Abkühlung sind Ventilatoren aufgebaut. In den Luftzug wird Wasser geblasen. Diese Erfrischung genoss Catch me nach dem lockeren Austraben sichtlich an der Hand ihrer Pflegerin.

Pauline von Hardenberg

1,90 Meter teif ist die Triple-Barre über die Alice und Simone Blum hier fliegen. (© Pauline von Hardenberg)

Ohne Abwurf haben nach 61 Ritten, der Hälfte des Starterfeldes, fünf Kombinationen den Parcours (alle Details, auch zu Ritt von Simone Blum finden Sie hier) beendet. Außer Simone Blum blieb dabei noch der Österreicher Max Kühner mit Chardonnay v. Clarimo innerhalb der erlaubten Zeit. Kühner reitet als Einzelreiter für Österreich. Laura Klaphake, die US-Amazone Adrienne Sternlicht mit Cristalline v. Cristallo und die Schweizerin Janika Sprunger mit Bacardi v. Corland kamen mit jeweils einem Zeitfehler ins Ziel.

Sternlichts Sternstunde

Die bayerische Stute Cristalline war von dem Australier Chris Chugg in den Sport gebracht worden. 2016 war das Paar im Finale des Weltcups platziert. Adrienne Sternlicht ist 25 Jahre alt. Sie hat schon mit Olympiasieger Nick Skelton und Laura Kraut trainiert. Ihr Vater Barry ist ein Selfmademillionär. Sein Vater stammte aus Polen und überlebte den Holocaust, die Mutter war Biologielehrerin in New York. Nach der Uni mit Prädikatsexamen arbeitete Barry Sternlicht er als Investmentbanker. Mit 31 gründete er seine eigene Firma für Immobilienfinanzierung. Später konnte er das Unternehmen gewinnbringend abstoßen. Mittlerweile ist er Inhaber der Hotelgruppe Westin, später erwarb er die Sheraton-Hotels und sitzt außerdem im Vorstand der Estée Lauder-Companies.

Jannika Sprungers Ritt gibt der Schweizer Equipe Rückenwind. 2,96 Fehlerpunkte stehen für das Paar zu Buche. Steve Guerdat, 0 Fehler nach seinem gestrigen Sieg, und Martin Fuchs, 0,68, müssen jetzt liefern.

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