CHIO Aachen: Richard Vogel gewinnt Finale des U25-Springpokals, Siege für Felipe Amaral und Darragh Kenny

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Der dritte Sieg mit dem dritten Pferd: Richard Vogel konnte das Finale des U25-Springpokals mit Caramba in einem spannenden Stechen für sich entscheiden. (© www.toffi-images.de)

Nach 2018 und 2019 schafft es Richard Vogel auch 2021, das Finale des U25 Springpokals für sich zu entscheiden. Zweite wurde seine Lebensgefährtin Sophie Hinners. Die Siege im internationalen Eröffnungsspringen und Zwei-Phasen-Springen gingen an Brasilien und Irland.

„Kein Walk in the Park“

Zum dritten Mal gewann Richard Vogel aus Dagobertshausen das Finale der U25-Reiter in der Aachener Soers, schon fast eine Traditionsprüfung für den springreitenden Nachwuchs. Er benötigte 51,04 Sekunden im Stechen, für das sich sechs der 20 Reiter qualifiziert hatten. Mit dem zehnjährigen Comme-il-Faut-Sohn Caramba verwies er seine Trainingskollegin und Lebensgefährtin Sophie Hinners, die ja dieses Jahr Deutsche Meisterin der Damen wurde, auf der neunjährigen Top Grey-Tochter Grace auf Platz zwei (0/53,03). Dritte wurde Franziska Müller auf Cornado’s Queen v. Cornado (0/53,55).

Zwar wurde Richard Vogel schon von Bundestrainer Otto Becker in Nationenpreis-Equipen berufen, aber das U25-Championat wollte er doch nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Vielleicht habe ich die eine oder andere Prüfung mehr geritten als andere, aber dies war kein Walk in the Park“, sagte er. „Es war eine schwere Prüfung, in der gute Leistungen gefragt waren.“ Da sein bestes Pferd Floyo noch verletzt ist, wird er die Große Tour in Aachen nicht reiten. „Das wäre vermessen, ich konzentriere mich zur Zeit auf meine Nachwuchspferde“.

Sophie Hinners war zum ersten Mal unter den Top drei des U25 Pokals. „Am Ende ist es ja auch egal, wer von uns beiden gewinnt“, sagte sie mit Seitenblick auf Richard Vogel. Nach dreijährige Trainingszeit bei Emile Hendrix in den Niederlanden ist Sophie Hinners jetzt zur Stallgemeinschaft  von David Will und Richard Vogel in Dagobertshausen gestoßen (die wir dort übrigens Anfang des Jahres besucht haben, nachzulesen im St.GEORG 02/2021, den Sie hier versandkostenfrei bestellen können).

Franziska Müller feierte ihre Premiere im großen Soers-Stadion. „Da geht der Herzschlag doch schneller als auf anderen Plätzen“, sagte sie, „Aber ich glaube, meinem Pferd liegen große Plätze.

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Sieg für Felipe Amaral im Eröffnungsspringen

Einen brasilianischen Sieg gab es im internationalen Eröffnungsspringen am Vormittag, ein Springen nach Fehler und Zeit. Felipe Amaral blieb auf dem 14-jährigen Hengst Germanico T v. Numero Uno abwurffrei in der schnellsten Zeit von 57,74 Sekunden und verwies damit den Franzosen Laurent Goffinet auf dem elfjährigen Diamant de Semilly-Sohn Absolut de Lacke (Selle Francais) auf Platz zwei (62,75). Dritter wurde die Schwedin Erica Swartz (63,65) auf der zehnjährigen Madonna v. Flamenco Desemilly (BWP).

Als beste Deutsche konnte sich Jana Wargers mit der zehnjährigen Happiness v. auf Platz fünf etablieren. 16 von 47 Pferden blieben ohne Hindernis- oder Zeitfehler. Die schweren Prüfungen liegen noch vor den Reitern, weswegen viel Starter ihre Pferde eher ruhig über dieses Einlaufspringen gehen ließen, darunter auch die deutschen Olympiareiter Daniel Deußer mit Killerqueen (0/71,45), und Christian Kukuk mit Mumbai (1/72,31).

Zwei-Phasen-Sieg nach Irland

Auch das darauffolgende Zweiphasen-Springen nutzten die meisten Reiter, um ihre Pferde in der Soers für kommende Aufgaben aufzuwärmen. Parcourschef Frank Rothenberger ermöglichte schöne Runden, die den Pferden Mut machten für die kommenden Tage. Mehr als die Hälfte der Reiter, 31 von 53, erreichten die zweite Phase, quasi ein vorgezogenes Stechen, für diejenigen, die in der ersten Phase fehlerfrei geblieben waren.

Die schnellste Runde (0/31,74 Sekunden) gelang dem Iren Darragh Kenny auf dem zwölfjährigen Volny di Boisdeville, einem Sohn des von Luciana Diniz erfolgreich gerittenen Winning Mood, vor dem Franzosen Marc Dilasser auf Chamann Hass v. Mylord Carthago (0/32,25) und der US-Reiterin Lillie Keenan auf Agana van het Gerendal Z v. Aganix di Seigneur (032,86) .Bester Deutscher war Gerrit Nieberg auf Blue d’Avelline (0/34,73, 6.)

Alle Ergebnisse finden Sie hier.