Doha: Deußer versus Devos und am Ende nur ein Null-Fehler-Ritt im Stechen

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Daniel Deußer und Kiana van het Herdershof (© LGCT/Grasso)

Daniel Deußer hat heute in Doha einmal mehr ein Beispiel lehrbuchreifen Reitens geliefert, das ihm einen Triumph über Pieter Devos einbrachte.

Sieben Reiter hatten das Stechen im höchstdotierten Springen am Freitag bei der ersten Global Champions Tour-Etappe der Saison in Doha erreicht. Aber der Parcours, den Frank Rothenberger den Reitern in den Weg gestellt hatte, hatte es in sich.

Erstes Paar im Stechen waren Italiens Emanuele Gaudiano und der zehnjährige Epleaser-Sohn Kingston van het Eikenhof. In Runde eins sahen sie sehr gut aus, aber im Stechen gab es einen Sturz, der zum Ausschluss führte Reiter und Pferd waren aber wohlauf.

Pius Schwizer, Penelope Leprevost, Scott Brash – ein Reiter nach dem anderen versuchte sich an Frank Rothenbergers Aufgaben und scheiterte. Dann kamen Pieter Devos (BEL) und sein erfahrener 16-jähriger Surcouf de Revel-Sohn Espoir. Sie flogen nur so über die Sprünge, blitzschnell und sicher. Aber am letzten Hindernis passierte es: Mit der Hinterhand nahm Espoir eine Stange mit, ebenfalls vier Fehler. Allerdings eine Zeit, die unmöglich zu schlagen sein würde für die zwei Paare, die noch erwartet wurden: 37,90 Sekunden.

Als nächstes betraten Daniel Deußer und seine ebenfalls erst zehnjährige Toulon-Tochter Kiana van het Herdershof den Parcours. Deußer setzte auf kalkuliertes Risiko, ritt zügig, aber nicht waghalsig. Das zahlte sich aus: der erste fehlerfreie Ritt und mit 40,54 Sekunden alles andere als langsam. Das bedeutete die Führung.

Nur Max Kühner (AUT) hätte es nun noch in der Hand gehabt Daniel Deußer den Sieg streitig zu machen. Aber auch bei seiner zehnjährigen Hannoveraner Valentino-Tochter Vancouver Dreams fiel eine Stange.

Damit stand fest: Sieg für Daniel Deußer, Platz zwei für Pieter Devos und Espoir. Dritter wurde Scott Brash (GBR) auf der ebenfalls hannoversch gezogenen Shelby von Stolzenberg, gefolgt von Max Kühner und Vancouver Dreams.

Deußer kommentierte: „Im ersten Umlauf hat die dreifache Kombination es wirklich schwierig gemacht und im Stechen gab es nicht viele Nuller. Mein Pferd ist ein sehr vorsichtiges Pferd und sie hat so viel Respekt vor den Stangen. Wir haben gestern gut angefangen und ich bin heute gut in Form. Ich hoffe, das werde ich morgen auch sein!“

Weitere deutsche Erfolge

Daniel Deußer war nicht der einzige Deutsche unter den Platzierten. Philipp Weishaupt und Coby verpassten zwar das Stechen aufgrund eines Abwurfes, aber waren schnell genug für Platz neun. Direkt dahinter reihten sich Marcus Ehning und Calanda ein.

Im vorangegangenen Springen gab es eine Schleife für die deutsche U-25 Reiterin Zoe Osterhoff auf Chacenny. Die beiden wurden mit einem Zeitfehler Achte in dem 1,50 Meter-Springen – ein schöner Erfolg für die 20-Jährige aus Hamm, die bereits vergangenes Wochenende in Doha im Geld war.

Gewonnen hat die Prüfung der Belgier Jérôme Guery mit Eras Ste Hermelle (0/71,59), vor dem Schweden Henrik von Eckermann mit Best Boy (0/71,63) und Frankreichs Roger-Yves Bost mit Talitha (0/71,79).

 

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