Falsterbo: Janika Sprunger und die Baloubets

Die FEI versucht, auch für die anderen Disziplinen Sponsoren wie Longines zu finden. Das Schweizer Uhrenlabel unterstützt seit Jahren massiv den Springsport. (© Falsterbo Horse Show)

Ihren Star Palloubet d’Halong musste die Schweizer Springreiterin Janika Sprunger 2013 für eine bislang noch nie dagewesene Summe nach Katar abgeben. Nun siegte sie mit einem neuen Baloubet du Rouet-Nachkommen im Großen Preis von Falsterbo.

Im Sattel der erst neunjährigen KWPN-Stute Bonne Chance erreichte Sprunger den zweiten Umlauf als eine von elf Reiterinnen und Reitern. Bonne Chance hat denselben Vater wie Sprungers einstiges Spitzenpferd Palloubet d’Halong, mit dem sie 2013 Zweite im Großen Preis von Aachen wurde und der noch im selben Jahr für die Rekordsumme von elf Millionen Euro den Besitzer wechselte. Wieder dieser, wurde auch Bonne Chance von Sprunger von der Pike auf selbst ausgebildet. 2013 gingen die beiden ihr erstes internationales Turnier. Zwischenzeitlich sammelten sie schon Siege in Drei-Sterne-Grand Prix. Jetzt sind sie ganz oben angekommen. Bleibt zu hoffen für die 28-Jährige, dass sie diese Stute aus einer Cambridge-Mutter weiter reiten darf. Der Name passt ja schon mal. Und in Falsterbo passte auch alles. Mit zwei fehlerfreien Runden und der Spitzenzeit von 43,14 Sekunden setzten sie sich gegen die beiden Sieger im Großen Preis von Rom durch, den Schweden Henrik von Eckermann mit dem Cento-Cash-Sohn Cantinero (0/0/44,24).

Die heimische Kulisse hat den Schweden wie es scheint Flügel verliehen, denn auch die weiteren Plätze waren blau-gelb besetzt. Dritte wurde Charlotte Mordasini auf Romane du Theil, einer französischen For Pleasure-Quidam de Revel-Tochter (0/0/ 44,29). Platz vier ging an Malin Baryard-Johnsson mit ihrem bewährten KWPN-Hengst Tornesch v. Lux-Libero H (0/0/ 44,55).

Auch die Deutschen waren gut platziert. Meredith Michaels-Beerbaum und ihr Zukunftspferd Fibonacci (v. For Feeling-Corland) wurden Fünfte (0/0/45,6). Patrick Stühlmeyer und Lacan (v. Lando-Contender) reihten sich als Siebte ein (0/0/46,07). Mario Stevens wurde Baloubet v. Balou du Rouet-Grandeur Neunter (0/4/44,56). Und auch Marcus Ehning und sein mit seinen 18 Jahren immer noch fitter KWPN-Hengst Plot Blue v. Mr. Blue-Pilot waren nach einem Zeitfehler im ersten Umlauf als Zwölfte noch im Geld.

 

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