FEI-Nationenpreisfinale statt EM: Britische Springreiter nur mit Einzelreitern in Göteborg

Michael Whitaker und Viking

Michael Whitaker und Viking (© Stefano Grasso/Longines Global Champions Tour)

Eine ungewöhnliche Entscheidung hat der britische Verband (British Equestrian Federation, BEF) getroffen. Zu den Europameisterschaften nach Göteborg reisen nur zwei Einzelreiter. Der Fokus liegt auf dem FEI-Nationenpreisfinale in Barcelona.

In Göteborg wird nur die Familie Whitaker vertreten sein. Michael Whitaker wird mit Viking zur EM reisen. Sein Neffe William setzt auf Utamaro D’Ecaussines. Letzterer, ein 13-jähriger SBS-Hengst v. Diamant de Semilly-Quidam de Revel, steht in belgischem Besitz. Unter Joe Clee gehörte er zu den britischen Equipen bei den Weltreiterspielen 2014 und den Europameisterschaften in Aachen 2015. Im September 2016 wechselte er zu William Whitaker. Mit dem war er zuletzt beispielsweise Sechster im Großen Preis beim CSI5* in Knokke.

Der 15-jährige KWPN-Wallach Viking v. Jacomar-Almox Prints hatte Michael Whitaker unter anderem schon zu Mannschaftsgold bei den Europameisterschaften 2013 in Herning getragen.

Wohl abgewogene Entscheidung

Die BEF bestätigte, dass die Entscheidung eine eher ungewöhnliche ist. Der Sportchef Gordon Burton erklärte: „Unsere Selektoren haben sich entschieden, zwei Einzelreiter zu den Europameisterschaften zu schicken und unsere Teamaktivitäten auf die FEI-Nationenpreise konzentrieren, um unsere Ziele für 2017 und die Weltreiterspiele 2018 zu erreichen.“

Diese Entscheidung sei unter Berücksichtigung der aktuell verfügbaren Pferde sowie der Langzeitziele getroffen worden. Man habe dabei sowohl Turniererfolge berücksichtigt als auch Gespräche mit Reitern und Besitzern geführt. Im Ergebnis kam man zu dem Schluss, dass diese, wie man wisse, ungewöhnliche Entscheidung, „in dieser Übergangszeit des Springsports“ auf lange Sicht im besten Interesse der weniger erfahrenen Pferde sei.

Übergangszeit

Equipechefin Di Lampard betonte, es sei keine einfache Entscheidung gewesen: „Wir würden uns selbst etwas vormachen, wenn wir sagten, dass wir zufrieden waren mit den Nationenpreisergebnissen dieses Jahr. Wie so viele Sportarten hat der Springsport sich in den vergangenen beiden Jahren massiv verändert und wir müssen die individuellen Ziele der Reiter mit unseren Championatszielen in Einklang bringen – besonders im ersten Jahr des olympischen Zyklus, das immer mehr eine Übergangszeit ist.“

Man habe „neue, spannende Paare“ im Blick neben den etablierten Reitern. Das mache Großbritannien in der Vorbereitung auf Tokio stärker.

Quelle: www.horseandhound.co.uk

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