GCT London 2018: Wiederholungstäter Scott Brash, Beerbaum wird Dritter

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Scott Brash und Hello Mr. President gewannen die Global Champions Tour-Station in London 2018. (© LGCT / Stefano Grasso)

Das Turnier scheint ihm zu liegen: Schon das zweite Jahr in Folge hat Scott Brash die Station der Global Champions Tour in London gewonnen. Ludger Beerbaum belegte mit Casello Platz drei und ist damit für den Super Grand Prix qualifiziert.

In den Parkanlagen des Royal Hospital Chelsea, einem Altersheim für die Veteranen der British Army, gastierte die Global Champions Tour dieses Wochenende in London. Vor historischer Kulisse siegte zur Freude des heimischen Publikums der Brite Scott Brash. Auch bei der Premiere des Turnieres im letzten Jahr hatte er die Siegerehrung angeführt. Damal allerdings mit Hello Forever, gestern setzte er auf den neunjährigen Hello Mr. President. Mit 38,88 Sekunden waren die beiden im Stechen gut eine Sekunde schneller als die Konkurrenz. Dabei bewies der 32-jährige Springreiter einmal mehr Nerven aus Stahl: Er musste als erster der sieben für das Stechen qualifizierten Paare in den Parcours.

In der anschließenden Pressekonferenz schwärmte Scott Brash von seinem Wallach, einem Comme d’Api Junior-Nachfahren: „Mein Pferd sprang heute fantastisch. Ich bin total glücklich mit ihm. Ich wusste immer, dass Hello Mr. President sehr viel Qualität besitzt, aber man weiß nie, ob die Pferde sich auch im ganz großen Parcours entfalten können. Es ist ein Jahr her, dass er so eine große Prüfung gewonnen hat. Aber ich wollte unbedingt vor heimischen Publikum gewinnen und heute hat er mir einfach alles gegeben.“

Schweden vor Deutschland

Auf Rang zwei landete der amtierende Europameister Peder Fredricson mit Hansson. Für den Schweden blieb die Uhr nach 39,84 Sekunden stehen. Dafür gab es immerhin noch satte 60 000 Euro Preisgeld – für den Sieger Scott Brash waren es sogar 99 000 Euro. Auf seinem 15-jährigen Routinier Casello drehte Ludger Beerbaum in 41,15 Sekunden die drittschnellste Runde im Stechen. Damit feierte der Einzel-Olympiasieger von 1992 seinen bisher stärksten Auftritt bei der Global Champions Tour 2018, strich immerhin noch 45 000 Euro Preisgeld ein. Und da sowohl Brash als auch Fredricson bereits für den Super Grand Prix in Prag qualifiziert sind, bei dem die Sieger der einzelnen Global Champions Tour Stationen gegeneinander antreten, ging das Ticket dieses Mal an Ludger Beerbaum. Die Reise nach London hat sich also gelohnt!

In der Pressekonferenz gab sich Ludger Beerbaum bescheiden: „Ich bin sehr zufrieden. Aber um ehrlich zu sein, trete ich nicht in der gleichen Liga an wie die Herren zu meiner linken Seite (Anm. d. Red.: Scott Brash und Peder Fredricson). Meine Saison fing nicht gut an, mein Arm war in 15 Teile zersplittert, es hat eine Weile gedauert, bis ich wieder zurück war und den Rhythmus gefunden habe. Auch mein Pferd hatte 14 Monate Pause. Unter diesen Umständen bin ich wirklich mehr als zufrieden.“ Beerbaum spielte damit auf das Weltcup-Turnier in Mechelen an, wo er sich bei einem Sturz von seinem Wallach Chacon einen mehrfach offenen Oberarmbruch zugezogen hatte.

Pech für Maurice Tebbel

Bis zum letzten Hinderniss hatte es so ausgesehen, als ob auch Maurice Tebbel und Don Diarado im Stechen dabei sein würden. Dann fiel allerdings eine ärgerliche Stange, das Paar verpasste mit Rang 14 knapp die Platzierung. Auch Christian Kukuk, Bereiter bei Ludger Beerbaum, musste mit seinem Limonchello einen Abwurf hinnehmen: Platz 16. Der 28-Jährige liegt im aktuellen Ranking der Global Champions Tour 2018 auf einem aussichtsreichen siebenten Platz. Noch davor rangiert momentan Daniel Deußer auf Position vier. In London kam er auf acht Fehlerpunkte mit Tobago, war damit schlussendlich 22. Bei Laura Klaphake und Catch me if you can lief es mit zwölf Strafpunkten in London leider nicht ganz rund.

In der Global Champions League, dem Mannschafts-Wettbewerb, siegten die London Knights mit Nicola Phillipaerts (BEL) und Ben Maher (GBR). Letzterer führt nach 13 von 16 Stationen zudem das aktuelle Ranking der Global Champions Tour an, vor Harrie Smolders (NED) und Edwina Tops-Alexander (AUS). Auf Platz zwei rangierten die Shanghai Swans mit Daniel Deußer und Shane Sweetnam (IRL), vor den Miami Celtics mit Shane Breen (IRL), Denis Lynch (IRL) und Jessica Springsteen (USA).

 

Alle Ergebnisse aus London finden Sie hier.

 

 

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