Hamburg: Mercedes-Benz Championat nach Irland

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Denis Lynch auf Echo (© v. Hardenberg)

Das zweite wichtige Springen am Donnerstag des Hamburger Spring- und Dressurderbys hat einen Sieger: Denis Lynch entschied das Championat von Hamburg, die erste Global Champions League-Wertung, für sich. Zwei Damen reihten sich dahinter ein.

Laute Intro-Musik und verschiedene Outfits gab es im Mercedes Benz Championat von Hamburg, das zugleich zum ersten Mal Wertungsprüfung der Global Champions League (GCL) im offiziellen FEI-Modus war. Es traten die GCL-Teamreiter an, begleitet von individueller Musik und in eigenem Sakko, sowie diverse Einzelreiter. Der Ire Denis Lynch hatte auf den 13-jährigen belgischen Hengst Echo gesetzt – und genau die richtige Wahl getroffen. Schneller als dieses Paar schaffte es keiner durch den Stechparcours und als Lohn durfte Lynch zum dritten Mal in Folge mit einem nagelneuen Mercedes nach Hause fahren (0 Fehler/40,21 Sekunden). Auch mit seinem GCL-Team „Miami Glory“ liegt er momentan in Führung. Echo geht seit Ende letzten Jahres unter Lynchs Sattel. „Er ist ein Kämpfer und gibt im Parcours alles, wenn man gewinnen will“, betont er. „Ich bin ein erfahrener Reiter und Echo ist ein sehr schnelles Pferd – eine gute Kombination.“

Hauchdünn war der Abstand zur Zweitplatzierten Lauren Hough, die im Sattel der Orlando-Tochter Ohlala saß. Ihre Zeitmessung stoppte bei 40,70 Sekunden. Über ihre Stute sagte Hough, dass sie sich fantastisch angefühlt habe. „Sie sprang sehr gut und wir haben noch Reserven.“ Eine Kampfansage für die finale Entscheidung der Global Champions League, die am Samstag fällt.

Ein Raunen ging durch das Publikum, als die erst 18-jährige Sanne Thijssen aus den Niederlanden die ersten beiden Sprünge in einer guten Zeit vorlegte und Sprung Nummer drei, einen Steilsprung haarscharf aus der Wendung nahm. Auch die letzten vier Sprünge absolvierte die junge Reiterin souverän und vor allem fehlerfrei, aber die Zeit sollte nicht reichen: 41,85 Sekunden – Platz drei. „Mein Pferd springt immer sehr gut und im ersten Teil des Parcours hat alles super gepasst. Im zweiten Teil haben wir dann etwas Zeit verloren. Aber es ist ein tolles Gefühl, so dicht an Reitern wie Denis Lynch und Lauren Hough dran zu sein. Wer weiß, vielleicht besiege ich sie das nächste Mal.“ Thijssen, die das erste Mal in Hamburg reitet, hatte schon die erste Derbyqualifikation zuvor auf einem beachtlichen vierten Platz abgeschlossen.

Martin Fuchs (SUI) gab mit seinem Schimmelwallach Clooney v. Cornet Obolensky auf den letzten Sprung des Stechparcours ordentlich Gas und wurde mit dem vierten Platz belohnt (0/42,95) vor Scott Brash (GBR) mit Hello Forever (4/40,48).

Beste Deutsche wurde unter tosendem Beifall des Publikums Janne Friederike Meyer-Zimmermann, die auf dem mittlerweile elfjährigen Belgier Goja v. Wandor v.d. Mispelaere einen Abwurf kassierte (4/41,03). Andreas Kreuzer und Calvilot folgten auf Platz sieben (4/41,34). Eine tolle Leistung lieferte auch die 23-jährige Laura Klaphake ab. Mit ihrem energischen und gewaltig springenden Diamant de Semilly-Sohn Silverstone kam sie im Stechen auf vier Fehler in 41,74 Sekunden, Platz neun.

Hier gibt’s die Ergebnisse.

 

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