Herning, Peelbergen, Chevenez – erfolgreiches Wochenende für die deutschen Springreiter

Symbolbild (© Toffi)

Am vergangenen Wochenende fanden diverse Zwei- und Drei-Sterne-Springturniere statt, die aus deutscher Sicht hoch erfolgreich waren.

Das dänische Herning war Weltcup-Etappe der Dressurreiter, aber eben auch ein CSI2*. Im Großen Preis gab es zwei Sieger, die beide mit der Bestzeit von 43,06 Sekunden ins Ziel kamen. Einer davon war Shooting Star Philipp Schulze Topphoff im Sattel seiner westfälischen Comme il faut-Tochter Carla. Der andere war der Ire Shane Carey auf dem Hannoveraner Hengst Baloutendro v. Contendros, der im Gestüt Lewitz zur Welt kam.

Auf Rang drei sorgte Rikke Vingborg für einen dänischen Erfolg mit dem Westfalen Rayon de Soleil (44,33). Die drittschnellste Zeit und damit Rang vier lieferte Simon Heineke auf dem Holsteiner Casall-Sohn Chairman für Deutschland mit 45,24 Sekunden. Hinter der Finnin Kati Lekander auf dem Mecklenburger Cellestial-Nachkommen Candid platzierte Nisse Lüneburg seinen zehnjährigen Spanischen Sportpferdewallach Look at me R, über seinen Vater Jimy ein Casall-Contender-Enkel aus einer Baloubet du Rouet-Libero H-Mutter.

Chevenez

Chevenez in der Schweiz ist sozusagen um die Ecke von Hans-Dieter Drehers Heimatort Eimeldingen und so lag es nahe, dass das Gestüt Grenzland dort beim CSI2* antritt – unter anderem gegen die Europameister Martin Fuchs, Bryan Balsiger und Elian Baumann. Doch die mussten sich hinten anstellen im Großen Preis.

Der Sieg ging an die 19 Jahre junge Schweizerin Shirel Schornoz auf Obama du Soufflet, einem zwölfjährigen Ogano Sitte-Sohn, der sie dieses Jahr auch schon zu den Europameisterschaften der Jungen Reiter getragen hatte. Die beiden waren bei weitem nicht das schnellste Paar im Stechen mit ihren 36,95 Sekunden, aber das einzige fehlerfreie.

Mehr als fünf Sekunden schneller als die Siegerin waren Hansi Dreher und sein 13-jähriger Perigueux-Sohn Prinz: 31,79 Sekunden. Doch sie hatten einen Abwurf, Rang zwei. Ebenso erging es Katharina Rhomberg aus Österreich auf Cuma v. Comme il faut, die nach 33,84 Sekunden Rang drei belegten.

Dahinter folgten dann wieder diverse Schweizer, angeführt von Martin Fuchs auf dem Holsteiner Conner Jei v. Connor auf dem vierten Platz.

Peelbergen

Im niederländischen Peelbergen hieß der Sieger im CSI2* Grand Prix Remco Been. Der Vertreter der Gastgeber hatte den Heartbreaker-Sohn Holland van de Bisschop gesattelt, der ihn in 32,71 Sekunden an die Spitze des achtköpfigen Stechens trug.

Von diesen acht Paaren blieben nur drei ein zweites Mal null. Dazu zählten auch Christian Kukuk und der der neunjährige Westfalen-Wallach Londino v. Lordanos, der bislang vor allem von Kukuks finnischer Kollegin Noora Forsten geritten worden war. Mit Kukuk war es das erste Turnier. Nach vier Abwürfen im ersten gemeinsamen Parcours unter Turnierbedingungen hatten die beiden im Großen Preis offenbar zueinander gefunden: 33,61 Sekunden, Platz zwei.

Dritter wurde der Belgier Roy van Beek auf dem OS-Hengst Chacco Me Biolley v. Chacco Blue (0/33,84). Schnellster Reiter im Stechen war Eiken Sato (JPN) dank den OS-Wallach Calouso v. Calvaro F.C. mit 31,90 Sekunden. Ein Abwurf bedeutete Rang vier.

Dahinter platzierten sich mit Markus Renzel auf dem Holsteiner Casall-Sohn Canmore und René Dittmer im Sattel der OS-Stute Lunica v. Ludwigs As zwei weitere Deutsche.

Nicht im Stechen, aber platziert waren Patrick Stühlmeyer und Calcento v. Calvaro F.C. nach einem Zeitfehler im Normalparcours auf Rang neun und Felix Haßmann im Sattel des Holsteiner Cachas-Sohnes Carreras auf Rang elf. Letztere waren zweitschnellstes Paar im Normalparcours.

San Giovanni

Im italienischen San Giovanni ritt unter anderem Marcel Marschall. Hier ging es über einen 1,50 Meter Parcours in dem CSI3* Großen Preis. Siegerin wurde mit Giulia Martinengo Marquet eine italienische Lokalmatadorin. Partnerin des Erfolgs war die erst neunjährige Holsteiner Stute Quick and Easy v. Quick Orion D. 41,19 Sekunden waren die beiden schnell. Das reichte, um Marcel Marschall im Sattel des KWPN-Wallachs Extra Strong v. Diamant de Semilly auf Abstand zu halten (42,85). Gerade mal vier hundertstel Sekunden langsamer waren Belgiens Thibault Philippaerts und die Arko III-Tochter Aqaba de Leau, Rang drei.

Noch zwei weitere deutsche Paare waren unter den Platzierten, die es allerdings nicht ins Stechen geschafft hatten: Wolfgang Puschak ritt den Westfalen-Hengst Number One v. Call Me Number One auf Rang zehn. Harm Lahde und der erst neunjährige Hannoveraner Grey Top-Sohn Grey Chester belegten Rang zwölf.

Ansonsten war es ein sehr erfolgreiches Wochenende für Finja Bormann, die mit ihrer zehnjährigen Hannoveraner Stute Sally v. Stanley einmal Zweite in einem 1,40-Springen wurde und ein anderes gewonnen hat. Mit ihrem Spitzenpferd A Crazy Son of Lavina hatte sie in einem 1,45 Meter-Springen die Nase vorn, und auf dem elfjährigen KWPN-Hengst Iron Man v. Indoctro siegte sie einer weiteren Prüfung dieser Kategorie. Für die beiden war es übrigens erst das sechste gemeinsame Turnier.