La Baule Nationenpreis: Maurice Tebbel als Joker bei Platz fünf für Deutschland

FEI Nationenpreis La Baule 2018

Der Sieg bei der zweiten Station der FEI-Nationenpreis-Serie 2018 in La Baule ging an Brasilien. (© www.labaule-cheval.com)

Beim Nationenpreis im französischem La Baule ist das deutsche Team nicht über einen fünften Platz hinausgekommen. Und das obwohl Maurice Tebbel einer von nur drei Reitern war, der in beiden Umläufen fehlerfrei blieb. Was sich auch finanziell auszahlte.

„Das Feld lag sehr eng zusammen, und mit einem bisschen Glück wäre heute mehr drin gewesen als Platz fünf. Aber wir hatten wieder den berühmten einen Fehler zuviel“ – so das Fazit von Bundestrainer Otto Becker nach dem Abschneiden seiner Reiter in La Baule. Mit insgesamt 14 Fehlerpunkten reichte es am Pfingstsonntag nur für den fünften Platz von acht Mannschaften.

FEI/ Thomas Reiner

Yuri Mansur (BRA) mit Vitiki, CSIO5* La Baule 2018 (Foto: Thomas Reiner/FEI) (© FEI/ Thomas Reiner)

Der Sieg in La Baule ging an die Equipe aus Brasilien. Sieben Strafpunkte nach den zwei Umläufen im Nationenpreis hatten Felipe Amaral und Germanico (5/9), Yuri Mansur und Vitiki (0/4), Pedro Veniss und Quabri de l’sile (1/0) sowie Luiz Felipe Azevedo Filho und Chaccomo v. Chacco Blue (1/1) gesammelt. Der Mecklenburger Hengst Chacco Blue wäre heute übrigens 20 Jahre alt geworden, wäre er nicht im Jahr nach seinem größten Erfolg in Aachen tragisch im Hengststall von Paul Schockemöhle in Mühlen an Boreliose eingegangen.

Harrie Smolders auch in La Baule ganz stark

Zweite mit dem Endergebnis acht Strafpunkte wurden die Niederländer [Jur Vrieling/Glasgow (4/9), Frank Schuttert/Chianti’s Champion (0/4), Marc Houtzager/Calimero (5/0) sowie Vize-Europameister Harrie Smolders mit Don VHP Z (0/0)]. Damit hat  Harrie Smolders innerhalb von Wochenfrist schon wieder gut punkten können. Mit Don VHP Z hatte Smolders in Hamburg die Etappe der Global Champions Tour gewonnen.

Dritter wurde die Equipe aus der Schweiz mit neun Punkten. Für Deutschland lief es von hervorragend bis knapp mittelprächtig. Otto Becker hatte Marcus Ehning mit Pret a Tout aufgestellt. Der Fuchs ging in der ersten Runde fehlerfrei, im zweiten Umlauf gab es einen Abwurf. Markus Beerbaum und der Oldenburger Cool Hand Luke v. Contendro, bereits während der Tage in La Baule erfolgreich, brachten es auf jeweils fünf Strafpunkte je Umlauf – je ein Abwurf und ein Zeitfehler. Weniger gut lief es für Markus‘ Ehefrau Meredith Michaels-Beerbaum: Mit dem Westfalen Calle v. Carell lieferte sie beide Male das Streichergebnis (12/8). Die mangelnde Erfahrung der Vierbeiner aus dem Stall Michaels-Beerbaum berücksichtigte auch Bundestrainer Otto Becker in seiner Einschätzung: „Beide Pferde brauchen noch mehr Routine in solch anspruchsvollen Prüfungen.“

Strahlen durfte Maurice Tebbel, der den Chacco Blue-Sohn Chacco’s son in beiden Umläufen fehlerfrei über die bis zu 1,60 Meter hohen Sprünge ritt. Das war nicht nur gut für das deutsche Team, das mit 14 Zählern Fünfter wurde. Es verschaffte Tebbel auch noch gut 16.000 Euro „Taschengeld“. Sponsor Longines lobt 50.000 Euro für „Doppelnuller“ aus. In La Baule ging die Prämie durch drei. Neben Maurice Tebbel war das Kunststück noch Harrie Smolders mit Don und dem Spanier Manuel Fernandez Saro mit Cannavaro gelungen. Spaniens Mannschaft kam auf insgesamt zwölf Strafpunkte und rangierte als Vierte einen Platz vor Deutschland.

Die meisten Punkte dieses Nationenpreis erhielten die zweitplatzierten Niederländer, da Brasiliens Erfolg als nicht europäische Nation nicht für die Europa Division eins relevant ist. Damit führt die Schweiz das aktuelle FEI-Nationenpreis Ranking nach den ersten zwei Stationen punktemäßg an. Deutschland rangiert nach Platz sieben im italienischen Samorin und dem Ergebnis aus La Baule momentan an vierter Stelle. Allerdings stehen auch noch sechs weitere Etappen an – die nächste Chance gibt es dann in zwei Wochen in St. Gallen in der Schweiz.

Alle Ergebnisse aus La Baule finden Sie hier.

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