Wellington: Fünf-Sterne-Grand Prix an McLain Ward, Deußer Fünfter

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McLain Ward und Azur, Sieger des 380.000 Dollar-Grand Prix von Wellington 2017. (© Sportfot)

Daniel Deußer hat das Weltcup-Finale 2017 für sich „abgehakt“, wie Bundestrainer Becker jüngst erklärte. Stattdessen ist er dieses Wochenende erstmals in Florida gestartet. Und das sehr zufriedenstellend. Platz eins und zwei waren allerdings ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen McLain Ward und Eric Lamaze.

Der Sieg in diesem mit 380.000 Dollar dotierten Großen Preis ging zum zweiten Mal in Folge an den zweifachen Mannschaftsolympiasieger McLain Ward (USA) auf der belgischen Thunder van de Zuuthoeve-Tochter Azur. Als einziges der zwölf Paare im Stechen (von 39 im Umlauf) waren die beiden schneller als 40 Sekunden im Stechen. McLain Ward war nochvollziehbarerweise absolut happy über seinen Sieg: „Ich bin begeistert von der Stute. Das ist ihr erster großer Start dieses Jahr. Mit dem Weltcup-Finale in Omaha im Hinterkopf haben wir ihr eine Pause gegeben.“ Heute habe er es ein wenig drauf angelegt zu siegen. Er habe in den letzten Wochen immer wieder Fehler gehabt und sei etwas frustriert gewesen – „Eric (Lamaze) hat immer alles gewonnen.“

Heute konnte er sich revanchieren. Zum Stechen erklärte er: „Eric (der Zweitplatzierte, s.u.) und ich haben unterschiedliche Pferde und da waren Vorteile für beide Pferde in diesem Stechparcours. Es gab zu Anfang und zum Ende lange Galoppstrecken, die aufgrund des Galoppsprungs, des Mutes und des Vermögens meiner Stute nicht so schwierig sind. Für mich waren die engen Wendungen in der Mitte eher besorgniserregend, weil ein so großes Pferd wie meines hier Zeit verliert. Ich hatte ein bisschen Glück am vorletzten Hindernis. Aber ich hatte zuletzt auch mehrfach Pech. Also nehme ich das so hin.“ Und der Zweitplatzierte gönnte es ihm.

Guter Verlierer

Diesmal mussten sich sogar Kanadas Eric Lamaze und seine fliegende Hannoveraner Forsyth-Tochter Fine Lady geschlagen geben. Wenn auch recht knapp – Ward und Azur erreichten das Ziel nach 39,70 Sekunden, bei Lamaze und Fine Lady waren es 40,07. Lamaze war trotzdm hoch zufrieden: „Sie ist wirklich jedes Mal fantastisch gesprungen. Es war als habe sie alles versucht, was geht. McLain war heute einfach besser. Man mag sagen, dass er Glück hatte. Aber seine Runde hatte nichts mit Glück zu tun.“

Dritter wurde Spaniens Sergio Alvarez Moya im Sattel des zwölfjährigen KWPN-Wallachs Arrayan v. Baloubet du Rouet vor dem Iren Cian O’Connor auf dem wunderbaren Canturo-Sohn Good Luck.

Und dann kam schon Daniel Deußer mit Cornet d’Amour. Statt es vielen seiner Kollegen gleichzutun und in Göteborg doch noch zu versuchen, das Ticket fürs Weltcup-Finale in Omaha zu lösen, hatte er beschlossen, die grüne Saison einzuläuten und war nach Florida gereist. Seinem nun 14-jährigen Westfalen v. Cornet Obolensky scheint es in der Wärme zu gefallen. Er drehte zwei souveräne Nullrunden.

Ein Video des Siegesrittes sehen Sie hier.

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