CIC3* Wiesbaden: Klimkes Durchmarsch

Ingrid Klimke und Olympiapferd Hale Bob aka „Bobby“

Reitmeisterin Ingrid Klimke hat sich im Dreisterne CIC beim Wiesbadener Pfingstturnier mit ihrem Olympiakandidaten Hale Bob Platz eins gesichert. Vorjahressiegerin Julia Krajewski landete gleich zweimal unter den Top vier.

Zu ihrem fantastischen Dressurergebnis von nur 27,3 Minuspunkten fügten Ingrid Klimke und Hale Bob nach einem fehlerfreien Parcours lediglich 5,2 Zeitstrafpunkte aus dem Gelände hinzu. Doch auch das Endergebnis von 32,5 Minuspunkte gefährdeten den Sieg des Paares nicht. „In der Dressur hat Bobby seine bisher beste Leistung gezeigt, im Springen war er kernig und motiviert, im Gelände kernig, aber auch rittig“, erklärte die Reiterin.
Julia Krajewski wurde mit Chipmunk Zweite. Die beiden lieferten die zweite von zwei Dressurvorstellungen ab, die unter der 30er-Marke blieben. Mit 29,2 Minuspunkten gingen sie in den Parcours, der in Wiesbaden traditionell vor dem Gelände abgefragt wird, und mussten sich zwei Fehler für Zeitüberschreitung anrechnen lassen. Auf der Geländestrecke kamen noch acht Zeitfehler hinzu, machte in Summe 37,6 Minuspunkte. Mit Samourai du Thot hatte Julia Krajewski ihren Vorjahressieger von Wiesbaden am Start und platzierte sich an vierter Stelle (44,2 Minuspunkte). Dazwischen schob sich Andreas Ostholt, der – noch beflügelt von seinem zweiten Platz beim CCI4* in Badminton mit So is et vergangenes Wochenende – im Sattel von Pennsylvania einen fehlerfreien Parcours und die schnellste Geländerunde ablieferte. Nur 3,6 Zeitstrafpunkte aus dem Cross musste er sich zu seinem Dressurergebnis addieren lassen, insgesamt 42,1 Minuspunkte.

Die Veranstalter hatten gestern noch mit den anhaltenden Regengüssen zu kämpfen, zwei Dressurprüfungen mussten verschoben werden. Die Vielseitigkeitsreiter betraf das allerdings nicht und die Trasse im Gelände hielt den Wassermassen stand und wurde von allen Seiten gelobt. Trotzdem kam keiner der Starter ohne Zeitfehler ins Ziel – was laut Aussagen des Bundestrainers Hans Melzers aber an dem gestiegenen Schwierigkeitsgrad im Vergleich zum Vorjahr lag, nicht an der Boden. „Jetzt wissen wir ja, wieviel Wasser wir brauchen“, sagte Albert Schäfer, Bereichsleiter Vielseitigkeit des Wiesbadener Reit- und Fahrclubs. „Das nächste Mal nehmen wir aber lieber Fässer für die Bewässerung.“

Fünfter wurde der Finne Elmo Jankari auf Duchess Desiree (53,8). Michael Jung hatte seinen Doppeleuropameister und potenziellen Kandidaten für Rio, Takinou, gesattelt. In der Dressur verloren die beiden wegen kleinerer Fehler Punkte. Im Parcours klapperte es viermal, so dass 16 Springfehler hinzukamen und das Paar auf die Ränge zurückwarf. Im Gelände ließen sie es schließlich langsam angehen, kamen ohne Hindernisfehler, aber mit 24,4 Zeitstrafpunkten nach Hause – 72,3 Minuspunkte, Rang zehn. Jung hatte nach seinen Auftritten in Kentucky und Badminton nur zwei Tage Vorbereitungszeit gehabt und schon im Vorfeld angekündigt, mehr zum Üben nach Wiesbaden gekommen zu sein. „Man muss sich auch mal trauen, das Risiko einzugehen, dass etwas schief geht, um neue Erkenntnisse zu gewinnen“, so Jung. Sandra Auffarth hatte ihr Spitzenpferd Opgun Louvo zu Trainingszwecken lediglich in der Dressur- und Springprüfung vorgestellt und ihn dann vor dem Gelände zurückgezogen. Mit Ispo lag sie nach Dressur und Springen auf Rang vier (32,5), verließ dann aber im Gelände an den Doppelhecken den Sattel und schied aus.

Alle Ergebnisse des CIC3* finden Sie hier.

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.