EM Luhmühlen: Insgesamt guter Auftakt für die Gastgeber

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Nadine Marzahl und Valentine. (© Pauline von Hardenberg)

Mit Zwischenrang drei, vier, fünf, sechs und neun nach dem ersten Viertel des 73 Reiter starken Feldes starten die deutschen Vielseitigkeitsreiter in die Europameisterschaft in Luhmühlen.

Für das bislang beste Ergebnis aus deutscher Sicht sorgte Nadine Marzahl mit der zwölfjährigen Valentino-Tochter Valentine. Für beide war es eine Rückkehr in die alte Heimat. Die inzwischen in der Nähe in der Nähe von Munster lebende 37-Jährige hat einst bei Claus Erhorn in Luhmühlen ihre Ausbildung zur Pferdwirtin gemacht. Entsprechend bejubelt wurden die beiden. Nadine Marzahl: „Sie geht sowieso immer sehr gerne in Luhmühlen. Das merkt man, da fühlt sie sich wohl und da möchte sie sich auch präsentieren. Aber heute war eben noch dreimal mehr Stimmung.“ Etwas beeinträchtigt wurde die Note durch verpatzte fliegende Wechsel. Dazu Marzahl: „Das ist ein bisschen der Knackpunkt. Da arbeiten wir schon lange dran und es ist auch schon viel besser geworden.“ Zuhause könne sie sie auch schon „ganz gut“ springen, aber auf dem Turnier, wenn dann der Ehrgeiz dazu komme, sei immer mal „noch ein Schnitzer“ drin. „Aber der Rest war echt toll, ich bin sehr zufrieden!“

Anna-Katharina Vogel und Quintana P v. Quality waren gleich das nächste Paar. Die beiden konnten sich mit einer sicheren, insgesamt vielleicht etwas braven Vorstellung mit 32 Minuspunkten vorläufig auf Rang sechs setzen. Die Bayerin anschließend im Interview: „Ich bin erleichtert, dass ich es geschafft habe. Die Kulisse war schwierig, meine Stute wurde durch das Klatschen ziemlich spannig. Trotzdem war es eine ihrer besten Aufgaben. Sie hätte nicht besser gehen können.“ Auch sie hatten einen Patzer bei den fliegenden Galoppwechseln.

Der dritte EM-Debütant, Jörg Kurbel mit dem El Bundy-Sohn Entertain You, war im Großen und Ganzen zufrieden. Er erhielt 35,5 Minuspunkte, Zwischenrang neun. „Beim starken Trab ist das Pferd angaloppiert, aber ansonsten hatte ich es schön vor mir“, so der Mann aus Rüsselsheim.

Christoph Wahler, der für Andreas Ostholt als Einzelreiter nachgerückt ist, ärgerte sich über seine Fehler in der Galopptour mit seinem Holsteiner Carjatan S. Bis dahin ging der zehnjährigen Clearway-Sohn hervorragend, deutlich unter 30 Prozent in der Zwischenwertung der Jury. „Mein Pferd geriet in Spannung, die der Atmosphäre geschuldet ist. Unsere Probleme in der Dressur sind ja nicht ganz neu. Er lernt jetzt allmählich, damit umzugehen, aber zwei drastische Fehler in der Galopptour sind natürlich teuer“, so Wahler. Alles in allem gab es für den mit beachtlichem Bewegungspotenzial ausgestatteten Schimmel 33,80 Minuspunkte, Platz sieben in der laufenden Wertung.

Zweiter Mannschaftsreiter ist nach Andreas Dibowski und Corrida, die ja heute morgen schon dran waren, um 13.53 Uhr Kai Rüder mit Colani Sunrise.

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