Millstreet: Event Rider Masters-Etappe an Lucy Jackson, Wiedersehen mit zwei Cracks unter neuen Reitern

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Die Event Rider Masters haben dieses Wochenende im irischen Millstreet Halt gemacht. Fast hätte es einen Heimsieg gegeben, aber eine Neuseeländerin wusste das zu vereiteln. Dafür gibt es andere gute Nachrichten aus irischer Buschreiter-Perspektive – und aus japanischer. Allerdings ereignete sich in Millstreet auch ein furchtbarer Unfall.

Mit drei Zehnteln Vorsprung sicherte sich die in Großbritannien beheimatete Neuseeländerin Lucy Jackson auf dem zehnjährigen Stakkato-Enkel Superstition (v. Satisfaction) die fünfte und damit vorletzte Etappe der Event Rider Masters 2019 in Millstreet. Für Jackson, die vor gut zehn Jahren ihre Heimat hinter sich ließ, um sich in England voll und ganz der Reiterei zu widmen, war dies übrigens der erste Sieg ihrer Karriere in einer internationalen Prüfung.

Die Basis legten die 40-Jährige und ihr Wallach mit einer 26,40 Minuspunkte-Dressur, nach der sie zunächst an vierter Stelle rangierten. Im Parcours waren sie strafpunktfrei unterwegs gewesen. Im Gelände kassierten sie 0,80 Zeitfehler. Machte in Summe 27,20 Minuspunkte.

Das genügte, um den irischen WM-Silbermedaillengewinner von Tryon, Sam Watson, im Sattel von Imperial Sky (v. Puissance) auf Rang zwei zu verweisen. Die beiden beendeten die Prüfung mit ihrem Dressurergebnis von 27,50 Minuspunkten.

Nach der Dressur lagen der britische Hufschmied Alexander Bragg und sein Erfolgspferd Zagreb, die Drittplatzierten des CCI5*L von Luhmühlen, noch an neunter Stelle mit ihren 28,20 Minuspunkten. Doch dank zweier fehlerfreier Runden sowohl im Parcours als auch im Cross schoben sie sich auch in Millstreet auf Rang drei vor.

Wiedersehen mit Leonidas und Cekatinka

Vor wenigen Wochen hatte Neuseelands Legende im Vielseitigkeitssattel, Sir Mark Todd, bekanntgegeben, dass er sich aus dem aktiven Sport zurückziehen werde. Kurz danach wurde bekannt, dass er eines seiner besten Pferde, den von St.GEORG-Herausgeberin Gabriele Pochhammer gezogenen Holsteiner Leonidas v. Landos, an den Iren Padraig McCarthy abgeben wird. Die beiden feierten in Millstreet ein tolles gemeinsames Debüt: Sie wurden Sechste im CCI4*-S, hatten eine 31,80 Minuspunkte-Dressur, 0,8 Zeitfehler im Parcours und 6,4 Zeit-, aber keinerlei Hindernisfehler im Cross.

Sieger auf der ganzen Linie waren in dieser Prüfung die Briten, die die ersten drei Plätze einnahmen: Izzy Taylor und Fonbherna Lancer sicherten sich mit einer von nur zwei zeitfehlerfreien Geländerunden den Sieg vor Oliver Townend und Dreamliner, die die zweite Nullrunde im Cross drehten. Isabell Upton und Fernhill Rockstar v. Ricardo Z komplettierten das Podium.

„Leo“ war nicht das einzige prominente Pferd, das in Millstreet mit seinem neuen Reiter erfolgreich war. Auch Tim Prices WM-Stute Cekatinka war in Irland am Start. Sie wird nun dem Japaner Ryuzo Kitajima geritten, der am Wochenende seinen bislang größten Erfolg mit der zwölfjährigen King Kolibri-Tochter feiern konnte. Es war schon das fünfte Turnier für das Paar, aber die erste Top drei-Platzierung: Zweiter im CCI4*-L hinter Australiens Christopher Burton auf Chloe, einer Holsteiner Com Air-Tochter.

Deutsche Reiter waren in Millstreet übrigens nicht am Start. Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Ein Pferd starb

Überschattet wurde das Turnier vom Tod der 15-jährigen Stute Amazing, die mit Flora Harris im CCI4*-S am Start war. Das Paar war fehlerfrei bis Hindernis 16 c. Hier kam es zu einem Unfall, infolge dessen die Stute eingeschläfert werden musste. Die Reiterin blieb unverletzt, wie die Veranstalter auf ihrer Internetseite veröffentlichten.

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