Pau: Souveräner Sieg für Tim Price auf Fünf-Sterne-Neuling Falco

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Tim Price und Falco auf dem Weg zum Sieg im CCI5* Pau. (© Solene Bailly)

Der CCI5*-L in Pau endete heute wie er begonnen hat: mit der Führung von Tim Price auf einem Hannoveraner, der in Frankreich seine erste Fünf-Sterne-Prüfung ging und eine souveräne Vorstellung ablieferte.

Erstmals stellte Tim Price den Hannoveraner Cardenio-Sohn Falco auf Fünf-Sterne-Niveau vor. Der zwölfjährige Braune kam bei Norbert Nowak zur Welt. Seine Mutter Witta v. Weinberg-Pilot brachte auch international erfolgreiche Springpferde. Nun hat sie einen Fünf-Sterne-Sieger unter ihren Nachkommen.

Auf seiner Homepage beschreibt Price Falco als „außerordentlich guten Springer, schlau im Viereck und im Gelände immer besser werdend“. Seine Prognose für den Hannoveraner, der vor allem sein Futter liebe: „one to watch in 2021.“ Das hat sich definitiv bewahrheitet. Schon in Aachen, wo die beiden Sechste wurden, und nun auch in Pau.

Bereits nach der Dressur hatten Price, der Falco selbst ausgebildet hat, die Führung übernommen mit gerade mal 22,1 Minuspunkten. Die Geländestrecke ließen die beiden einfach aussehen und galoppierten spielend in die Zeit von 11:50 Minuten. Dass er springen kann, demonstrierte Falco heute mit einer hindernisfehlerfreien Runde. Lediglich die Zeit reichte nicht ganz. 0,4 Strafpunkte kamen hinzu. Aber das konnte den Sieg der beiden nicht mehr gefährden. Zumal das Springen die Rangierung dahinter noch einmal kräftig durcheinander gewirbelt hatte.

Die weiteren Platzierten

Auch für das Pferd auf Rang zwei war es der erste Fünf-Sterne-Auftritt: die irische Fuchsstute Cooliser v. Womanizer-Ramiro B unter Tom McEwen, der ja 2019 in Pau siegreich gewesen war. Nach der Dressur lagen die beiden noch auf Rang 20. Dank fehlerfreiem Gelände arbeiteten sie sich auf den siebten Platz vor. Und weil sie es auch im Parcours bei ihrem Dressurergebnis von 29,6 Minuspunkten beließen, was den vor ihnen Platzierten nicht gelang, landeten sie schließlich auf dem zweiten Platz.

Dritte wurde die zweite Hälfte des Team Price, Tims Frau Jonelle auf dem Holsteiner Clarimo-Sohn McClaren, den sie von Mark Todd übernommen hatte, als der seinen Rücktritt aus dem großen Sport bekannt gab. Die beiden hatten nach der Dressur noch ihren Stall- und Trainingskollegen im Nacken gesessen. 4,4 Zeitfehler im Gelände bedeuteten Platz sechs vor dem Springen. Auch sie ließen die bunten Stangen in den Auflagen, waren aber wiederum etwas über der erlaubten Zeit: 0,8 Strafpunkte dafür. Dennoch, in Summe kamen sie auf das gleiche Endergebnis wie McEwen und Cooliser, 29,6 Minuspunkte, mussten sich aufgrund der schlechteren Geländeleistung aber dennoch mit Rang drei zufrieden geben.

Der Ire Padraigh McCarthy hatte seine westfälische Fidertanz-Tochter Fallulah nach Rang vier in der Dressur (24,9) fantastisch durch ihren ersten Fünf-Sterne-Cross geführt und ging als Vorletzter in den Parcours. Rang zwei war in Greifweite. Doch mit vier Abwürfen und 0,8 Zeitstrafpunkten wurden die beiden nach hinten durchgereicht und landeten schließlich auf Platz 17.

Ein schwerer Sturz

Auch wenn einige Paare das Gelände wie ein Kinderspiel aussehen ließen, das war es nicht. Von 46 Paaren haben elf die Prüfung nicht beendet. Sechs gaben im Gelände auf, drei schieden aus, eines wurde vor dem Cross zurückgezogen und eines vor dem Springen.

Einen Rotational Fall erlebte die Britin Izzy Taylor mit dem KWPN-Schimmel Lancer. Es geschah gegen Ende der Strecke an Hindernis 29. Glücklicherweise sind Pferd und Reiterin laut Angaben des Veranstalters und den Social Media Kanälen der Reiterin nicht ernsthaft verletzt.

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