Pony EM: Busch-Bronze für Calvin Böckmann

Calvin Böckmann und Askaban B

Calvin Böckmann und Askaban B (© www.st-georg.de)

Der Jüngste hat es herausgerissen! Calvin Böckmann, 13, hat mit Askaban B die Bronzemedaille in der Vielseitigkeit gewonnen. Das Team wurde Vierter, neue Pony-Europameister sind die Franzosen vor den Briten und Italien. Der Geländekurs in Irland war ein Traum, für Ponys, Reiter und Zuschauer!

Mit seinem Dressurergebnis von 41,3 Minuspunkten hat Calvin Böckmann aus Lastrup auf Askaban B nach fehlerfreiem Cross Country und einer starken Nullfehlerrunde im Parcours die Bronzemedaille gewonnen. Er musste sich lediglich dem überragenden Franzosen Victor Levecque und Qualitat des Bourdons, übrigens ein Sohn des Champion de Luxe, geschlagen geben, der sich nach einer sensationellen Dressur (29,4) vier Zeitfehler im Gelände und einen im Parcours erlauben konnte, um dennoch Europameister zu werden (34,4). Und auch an der Britin Isabelle Upton und Alfie, die mit ihrem Dressurergebnis von 38,3 abschlossen, konnte der Sohn von Simone (geb. Richter) und Roger Böckmann nicht vorbei kommen. Team Großbritannien hatte heute morgen die Luft anhalten müssen: Alfie kam beim Vetcheck erst einmal in die Holding Box und musste dann noch einmal vortraben.
Beeindruckend ist es zu sehen, wie der jüngste männliche Teilnehmer des kontinentalen Championats die Disziplinen bewältigt. In der Dressur sitzt er tief im Sattel und führt mit feiner Hand. Selbst der Umstand, dass sein Fuchs Askaban Mitte der langen Seite wie einige andere Ponys auch, im Viereck scheute, brachte ihn nicht aus dem Konzept. Im Gelände sitzt er immer im Gleichgewicht, guckt schon in der Landung zum nächsten Sprung ist konzentriert und präzise. Und im Springen sieht das nicht anders aus. Michael Jung, Sandra Auffarth – aufgepasst! In sechs Jahren kommt Konkurrenz auf euch zu!
Mannschaft: Der vertrackte Sprung 8

Nach der Dressur lag die deutsche Equipe noch auf Rang zwei. Aber der 3400 Meter lange Geländekurs, den Mike Etherington Smith, der auch schon die olympischen Kurse in Sydney und Hongkong sowie die Weltreiterspiele 2010 in Kentucky gebaut hat, auf die hügeligen Wiesen rund um Drishane Castle gestellt hat, hatte es in sich. „Das ist ein kleines Badminton“, hieß es im Vorfeld. Die deutschen Reiter scheiterten allerdings gleich mehrfach an einem Tiefsprung auf dem ersten Drittel der Strecke. Nach der Landung musste man sich entscheiden, welche von zwei schmalen Hecken man springen wollte. Gleich zwei deutsche Teamponys entschieden sich für „keine von beiden“, liefen vorbei und die Reiterinnen Christina Schöniger/Napoli und Celine Geissler/Heiligenberg’s Normandie mussten die Alternative reiten und 20 Strafpunkte in Kauf nehmen. In der Endabrechnung landeten sie auf den Plätzen 26 und 27.
Besser lief es für Emma Brüssau und Rocky, die nach Platz drei in der Dressur (38,7) mit acht Zeitfehlern aus dem Cross kamen, dann im Parcours noch eine Stange und einen Zeitfehler hinzuaddieren mussten. Mit 51,7 beendeten die beiden die EM auf Platz zehn.
Das Team, Fünfte nach dem Gelände, konnte sich noch einen Platz vorarbeiten und wurde mit 169 Minuspunkten Vierte. Bronze gewannen die Italiener mit 150,8 Zählern, Silber die Briten (141) und Gold die souveränen Franzosen (134,2), deren Teamreiter auf die Plätze 1, 7 und 9 kamen.
40 Reiterinnen und Reiter beendeten die Prüfung, neun schieden im Gelände aus, zwei traten nicht mehr zum Springen an. Die deutsche Einzelreiterin Annie Kamieth und Mr Harvey, bereits im Gelände mit drei Stops nicht in Bestform, schied im Abschlusspringen nach zwei Verweigerungen aus.

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