Abschied von Verdades-Vater Florett As

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Florett As daheim beim Training unter Arlette Jasper-Kohl. (© Becker)

Traurige Nachrichten vom Gestüt Peterhof. Im Alter von 20 Jahren musste der Hengst Florett As eingeschläfert werden.

Der Hengst litt unter gesundheitlichen Problemen. Die Besitzer des Hengstes und Gründer des Gestüts Peterhof, Arlette Jasper Kohl und ihr Mann, Prof. Edwin Kohl, sagen: „Leider halfen am Ende alle pflegerischen und tierärztlichen Bemühungen nicht mehr. So schwer es uns gefallen ist, aber aus Respekt vor dem von uns sehr geschätzten Hengst und auf Anraten der Tierärzte haben wir ihn erlösen lassen.“

Bereits mit drei Jahren wechselte Florett As in die Niederlande. Zuvor war der Florestan-Urofino-Goldlack-Pilatus-Sohn aus der Zucht von Günter Stegemann in Münster-Handorf gekört worden, hatte hier seine HLP als Rittigkeitssieger und Gesamt-Dritter abgeschlossen und holte Bronze beim Bundeschampionat der dreijährigen Hengste.

Während seiner Zeit in den Niederlanden zeugte Florett As auch seinen berühmtesten Nachkommen, den KWPN-Wallach Verdades von Laura Graves (USA). Die beiden hatten unter anderem Isabell Werth und Weihegold im Aachener Grand Prix Special geschlagen und waren im vergangenen Jahr Vierte bei den Olympischen Spielen gewesen.

Neben Verdades brachte Florett As auch die Sportpferde Verdi de la Fanzenda und Wild Dancer. Mit Equirelle W hatte Florett As außerdem einen Kandidaten bei den Weltmeisterschaften der siebenjährigen Dressurpferde im Rennen. Die Stute wurde Achte. Für die Zucht hinterlässt der selbst bis Grand Prix erfolgreiche Hengst drei gekörte Söhne, unter anderem den im Parcours bis zur schweren Klasse erfolgreichen Floretts Boefke.

2007 übernahm dann das Ehepaar Jasper-Kohl den Hengst. Sie erzählen: „Florett As war eine ganz faszinierende Hengstpersönlichkeit. Ein Charakterpferd – durch und durch. Und er gab einem, auch dank seiner Versammlungsmöglichkeiten und seiner Leistungsbereitschaft, ein unglaubliches Reitgefühl“, so Arlette Jasper-Kohl, die Florett As in den letzten Jahren selbst geritten hat. „Wir trauern diesem außergewöhnlichen Hengst sehr nach.“

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