Münster: Sportprüfung für Springhengste an San Giovanni und Central Park

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(© www.paulinevonhardenberg.com)

In Münster ging heute die erste Sportprüfung für Hengste zu Ende. Den Anfang haben diesmal die Springer gemacht. Manche Ergebnisse überraschten.

Beziehungsweise eigentlich waren es die Nicht-Ergebnisse, die überraschten, denn insgesamt gab es drei Hengste, die auf Wunsch ihres Anmelders hin die Prüfung abgebrochen haben. Doch dazu später.

Der Sieg bei den Vierjährigen ging mit einer gewichteten Endnote von 8,79 an den Westfalen San Giovanni v. Stakkato Gold-Calato, gezogen und ausgestellt vom Gestüt Sprehe und vorgestellt von Patrick Bölle.

8,5 für den Galopp, jeweils eine 8,8 für Vermögen, Rittigkeit und Gesamteindruck sowie die 9,0 für die Manier bestätigten den Eindruck, den der in Vechta gekörte Braune schon im vergangenen Jahr beim 14-Tage-Test hinterlassen hatte, den er mit 8,93 abschloss.

Kaum schlechter war die 8,65, die ein weiterer 14-Tage-Test-Sieger aus dem Vorjahr erhielt: Dia Corrado v. Don Diarado-Corrado II. Der OS-Hengst aus der Zucht von Lars Grafmüller in Rheine ist bei René Tebbel stationiert und ging unter Alexandre Boursier. Er war einer von zwei Hengsten, die für ihr Vermögen eine 9,0 erhielten.

Der andere war der Hannoveraner Cabo Verde v. Christian-Graf Top, den Alexander Ueckermann für das Landgestüt Celle präsentierte (Z.: Joachim Schwarze, Obernkirchen). Er kam auf die dritthöchste Endnote von 8,59.

Zwei Abbrecher

Zwei Hengste haben die Prüfung auf Wunsch ihres Managements nicht beendet: Deville v. Dantos HBC-Veron (Z.: J. Veurink, NED), Reserve-Siegerhengst Springen der westfälischen Hauptkörung 2016, und Comme le père v. Comme il faut (Z.: Bernhard Brückner, Grefrath). Die Auftritte beider Hengste waren mit Spannung erwartet worden.

Deville war für die Körung 2016 von Matthieu Beckmann vorgestellt worden. Anschließend wechselte er wie so viele Hengste von Beckmann ins Landgestüt Warendorf. Jens Goldfuß stellte ihn vor.

Comme le père hat seine Hengstkarriere auf der Station Beerbaum begonnen und wurde in Münster von Richard Vogel geritten. Er hatte im vergangenen Jahr seinen 14-Tage-Test absolviert und für seine Springveranlagung die Note 8,18 erhalten. Die Station Beerbaum schreibt dazu auf ihrer Homepage: „Obwohl er 9-und 9,5-er Noten für Interieur, Charakter, Leistungsbereitschaft und Galopp erhalten hat, haben wir mit einer deutlich höheren Berwertung gerechnet, da er ein ganz besonderes Pferd ist und wir noch nicht so häufig ein junges Pferd mit so einer fantastischen Grundqualität hatten.“

Central Park im Neuner-Bereich

Mit einer 9,16 als Endnote konnte der Holsteiner Reservesieger der Körung 2015, Central Park v. Casall-Contender (Z.: Lothar Steuer), die Erwartungen voll erfüllen. Nicht nur sein Vermögen (9,0) und die Technik (9,3) lagen im sehr guten Bereich, auch in Sachen Rittigkeit (9,5) und Gesamteindruck (9,2) punktete der Hengst von der Station Maas J. Hell und dem dortigen neuen Stallreiter Takashi Haase. Einzig der Galopp war den Richtern „nur“ eine 8,8 wert. Wobei das ebenfalls die höchste Note des Lots war.

Nur einer war in einem Teilbereich noch besser: der Holsteiner Cruseon, der über seinen Vater Casquetto ein Verwandter von Central Park ist, weil ein Enkel von Casall. Die Mutter Urania XVIII kann mit den Jahrhundertvererbern Cassini und Lord im Pedigree aufwarten. Das Ergebnis dieser Anpaarung der Witt Pferdezucht GbR glänzte im Bereich Vermögen mit einer 9,2.

Auch bei den Fünfjährigen gab es einen Hengst, der von der laufenden Prüfung zurückgezogen wurde: der Zangersheider Zuccero D’Hyrencourt v. Zandor-Elanville. Er war für das Gestüt Sprehe angetreten.

Das vollständige Ergebnis dieser Sportprüfung finden Sie hier.

 

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