WBFSH Sire Rankings 2019: Zwei deutsche Hengste an der Spitze

Chacco-Blue und Andreas Kreuzer in Hamburg 2012

Ein Ausnahmepferd in jeder Hinsicht: Chacco-Blue, hier unter Andreas Kreuzer, mit dem er 2011 Dritter im Großen Preis von Aachen wurde. (© www.toffi-images.de)

Die Sire Rankings der Weltzüchtervereinigung WBFSH sind online. Die Ranglisten zeigen, welche Vererber im zurückliegenden Jahr die erfolgreichsten Nachkommen im internationalen Turniersport hatten. Deutschland steht gut da mit seinen Hengsten!

Unangefochtener Spitzenreiter bei den Springhengsten ist mit 36.237 Punkten der 2012 verstorbene Mecklenburger Chacco-Blue, Vater von zum Beispiel Ben Mahers Superstar Explosion W. Schon bei der letzten Auszählung 2018 hatte der Chambertin-Contender-Sohn die Nase vorn gehabt bei den Springpferdevererbern.

Auch die Plätze zwei und drei haben sich nicht verändert: Frankreichs Diamant de Semillys Kinder haben mit 22.658 Zählern ihrem Vater auf Rang zwei geholfen. Die Casall-Nachkommen sprangen mit 17.302 Punkten die dritthöchste Summe für ihren Vater zusammen.

Von Platz sieben auf Rang vier verbessert hat sich Toulon (14.150), Vater von Pferden wie PSG Final (Cian O’Connor, F One USA (Ben Maher), Vancouver du Lanlore (Penelope Leprevost) oder auch Kiana van het Herdershof (Daniel Deußer), um nur einige zu nennen.

Toulon hat damit den einstigen Spitzenreiter Cornet Obolensky auf den fünften Rang verdrängt (13.456). Ebenfalls einen Platz abwärts ging es für den BWP-Hengst Kashmir van Schuttershof. Um drei Plätze verbessern konnte sich hingegen Nabab de Reve (11.104). Er sprang von Rang zehn auf Platz sieben.

Cardento ist auf Platz acht geblieben (10.186). Gerco Schröders Mannschaftsweltmeister 2006, Berlin alias Caspar, fiel von Platz sechs auf Rang neun zurück (9758). Aufsteiger des Monats ist Penelope Leprevosts ehemaliges Erfolgspferd Mylord Carthago, dessen Kinder ihn von Rang 25 in die Top Ten katapultierten.

Vielseitigkeit

In der Vielseitigkeit liegen sogar zwei deutsche Pferde vorne. Wie schon 2018 waren die Nachkommen des Contendro v. Contender die eifrigsten Punktesammler für ihren Vater, allen voran sicherlich Michael Jungs Mannschaftseuropameister und Einzel-Silbermedaillengewinner Chipmunk. Contendro hat 1688 Punkte auf dem Konto.

1207 sind es für den Trakehner Grafenstolz, im Vorjahr noch Fünfter. Falk-Fillip-Finn Westerichs Gina K ist z.B. eine Grafenstolz-Tochter. Aber auch Basmati von Andrew Hoy und Monsieur Schnabel unter Malin Hansen-Hotopp.

Grafenstolz verdrängte den Franzosen Jaguar Mail auf Rang drei (855). Er, der ja selbst bei den Olympischen Spielen in Hongkong im Springparcours am Start war, hat z.B. das Fünf-Sterne-Pferd Tresor Mail von Sydney Dufresne gezeugt. Oder auch Frank Ostholts Jum Jum und auch Michael Jungs Takinou, der aber ja schon lange kein Turnier mehr gegangen ist.

Weiter geht es bei den Vielseitigkeitshengsten mit Quite Easy (738), Courage II (664), Diarado (644), Ars Vivendi (607), Valentino (573), Limmerick (552) und Obos Quality (535).

Dressur

Bei den Dressurhengsten gibt es einen Wachwechsel an der Spitze. Der KWPN-Hengst Jazz ist wieder die Nummer eins. Er tauschte gewissermaßen die Plätze mit De Niro, der in den Vorjahren mit seinen Nachkommen einsame Spitze gewesen war. Der Donnerhall-Sohn hat nun Jazz‘ vierten Rang eingenommen, während der niederländische Starvererber mit 21.578 Punkten vorne liegt.

Zweiter ist ebenfalls ein KWPN-Hengst: Hans Peter Minderhouds Olympiapferd Johnson (20.468), der ja dieses Jahr offiziell aus dem Sport verabschiedet worden war. Johnson ist selbst ein Jazz-Sohn. Er ist Vater von zum Beispiel Matthias Boutens Boston, jüngst siegreich in Oldenburg. Auch der gleichnamige Hengst der Niederländerin Denise Nekeman, Boston STH, ist ein Johnson-Sohn. Dann ist da zum Beispiel auch C’est la Vie von Stefanie Schatz-Weihermüller sowie diverse weitere international erfolgreiche Pferde.

An dritter Stelle der Dressurvererber rangiert Sandro Hit mit 20.050 Punkten, Vater von zum Beispiel Dorothee Schneiders Showtime. Er hat damit einen Platz eingebüßt. Hinter dem viertplatzierten De Niro (18.388) hat Neustadt/Dosses Aushängeschild Quaterback einen Riesensatz nach oben gemacht: von Platz 22 auf Rang fünf mit 12.856 Punkten.

Auf den weiteren Plätzen folgen Don Frederico (12.825), Fidertanz (12.596), Rubin-Royal (12.195), Vivaldi (11.534) und Don Schufro (10.937).

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