WM junge Dressurpferde: Fashion Prinz und Vitalos an der Spitze der Qualifikation der Fünfjährigen

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Er ist derjenige, den es als Qualifikationssieger heute zu schlagen gilt: Fashion Prinz unter Frederic Wandres. (© facebook.com/ermeloyh)

Heute ging es los bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde in Ermelo, und zwar mit der Qualifikation der fünfjährigen Dressurpferde. Das lief sehr gut aus deutscher Sicht.

Beim Bundeschampionat 2021 war die Rangierung noch anders herum. Nun hat der Oldenburger Hengst Fashion Prinz v. Fürst Romancier-Sarkozy den Hannoveraner Hengst Vitalos überholt.

Vitalos, gezogen von Josef Bramlage, der hier Vitalis mit einer De Niro-Tochter angepaart hat, und im Besitz von Helgstrand Dressage, wurde wie schon 2021 beim Bundeschampionat von Leonie Richter in Szene gesetzt. Lange hatten die beiden mit ihrer Durchschnittsnote von 8,86 in Führung gelegen. Im Trab erhielt der imposante Dunkelfuchs eine 9,4, im Schritt die 8,2, im Galopp und für die Perspektive eine 9,0 in der Durchlässigkeit die 8,7. Ausschlaggebend war am Ende die Schrittnote.

Der Bundeschampionats-Vierte des Vorjahres, Fashion Prinz, ging mit Frederic Wandres im Sattel als letzter Starter aufs Viereck in Ermelo. Sein 9,5er-Schritt sicherte ihm den Sieg zusammen mit einer 9,0 im Trab, 8,5 im Galopp und in der Durchlässigkeit sowie nochmal 9,0 in der Perspektive. Das ergab unter dem Strich eine 8,9 – vier hundertstel mehr als Vitalos. Das wird spannend noch spannend.

Zumal es ja nicht nur diese beiden gibt. An dritter Stelle reihte sich die ehemalige Helgstrand-Bereiterin Victoria E. Vallentin auf ihrem eigenen Pferd ein, der Dänischen Warmblutstute Lyngbjergs St. Paris v. Blue Hors St. Schufro-Rockefeller (Z.:Bente Børjesson) ein. Auch hier war der Abstand knapp: 8,82, die sich ergaben aus Trab 9,2, Schritt 7,8, Galopp 9,3, Durchlässigkeit 9,0, Perspektive 8,0.

Ein tolles Pferd ist auch die Dunkelfuchsstute My Precious v. Ferguson-Vivaldi, in den Niederlanden in den Platinum Stables gezogen, und vorgestellt von Kirsten Brouwer. Sie war heute noch reichlich „an“, kam aber auch so schon auf eine 8,7, trotz 7,8 in der Durchlässigkeit.

Den Tag eröffnet hatten Leonie Richter und der Westfalen-Hengst In My Mind v. Asgard’s Ibiza-Fidermark aus der Zucht von Franz-Georg Ottmann. Die beiden hatten gut vorgelegt: 8,68, am Ende Rang fünf. Acht Minuten später am Start und mit zwei hundertstel Punkten weniger bedacht, folgten Lena Waldmann und die Oldenburger Governor-Tochter Chere Celine (Z.: Gestüt Meyenburg) auf Platz sechs.

Auch die meisten anderen deutsch gezogenen Pferde kamen unter die Top Ten. Lisa Marie Koch ritt Fille d’Or v. St. Schufro-Fidertanz (Z.: Mireille Segatz-Bunte) auf Platz acht (8,62), Charlott-Maria Schürmann und der Hannoveraner Hengst Life Time v. Livaldon-Fürstenball wurden Elfte (8,48).

Einzig bei den beiden Nachrückern, dem Oldenburger Wallach Galleria’s Summerville v. Sezuan-Diamond Hit (Z.: ZG Scherbring GbR) und seinem spanischen Reiter Manuel Dominguez Bernal, wurde es keine Note über 8: Mit 7,66 landeten sie auf Platz 28 der 44 Paare.