Achleiten: Isabell Werths zehnter Sieg an drei Wochenenden

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Isabell Werth und Emilio (© Michael Rzepa)

Und auch am dritten und letzten Wochenende des CDI Achleiten bleibt Isabell Werth ungeschlagen – auch wenn heute nicht alles nach Plan lief.

Isabell Werth hatte für ihren dritten und letzten Auftritt beim Turnier der Familie ihrer Schülerin Victoria Max-Theurer Emilio gesattelt. Nachdem die beiden gestern den Grand Prix mit über 80 Prozent für sich entschieden hatten, gab es heute einen weiteren Sieg im Grand Prix Special, diesmal mit 77,106 Prozent.

Das bedeutete einen ziemlich knappen Vorsprung vor Victoria Max-Theurer und ihrer Tokio-Hoffnung Abegglen, den sie Anfang des Jahres von Marcus Hermes übernommen hatte. Der langbeinige Ampère-Sohn war nämlich mit 76,766 Prozent aus dem Viereck gekommen. Dritter wurde Matthias Kempkes auf Riccoletto (68,106).

Isabell Werth war heute nicht 100-prozentig zufrieden mit ihrem Auftritt: „Emilio war heute unkonzentriert, das begann schon beim Einreiten. Für mich und meine Pferde waren die drei Turniere in Achleiten sehr lehrreich. Wir bereiten uns ja auf die Deutschen Meisterschaften im September vor.“ Welchen ihrer Sieger aus Achleiten, ob nun Emilio oder Weihegold oder sogar Quantaz, der Victoria Max-Theurer gehört und in Woche eins am Start war, sie mit nach Balve nimmt, ließ die Nummer eins der Dressurwelt allerdings offen. Schließlich stünde da ja auch noch Weltmeisterin Bella Rose im Stall.

Aber nicht nur die Siegerin, auch die Zweitplatzierte sah heute noch Luft nach oben bei ihrem Auftritt: „Da waren teure Fehler in den Einerwechseln und in der Pirouette dabei“, so Vicky Max-Theurer. „Insgesamt aber war das zum Abschluss von sechs kräfteraubenden Wochen eine sehr schöne Prüfung.“

Wie Max-Theurers weiteren Pläne aussehen, die ja mit ihrem Kür-Sieger von gestern, Rockabilly, noch ein zweites Eisen im Feuer hat? „Das Niveau auf dem wir uns bewegen, ist auch in Richtung Olympischer Spiele in Tokio sehr positiv. Jetzt bekommen die beiden aber einmal eine wohlverdiente Pause und dann überlegen wir uns den weiteren Plan. Das hängt ja auch von der internationalen Entwicklung rund um die Coronavirus-Pandemie ab.“

Intermédiaire I an Wandres

Die Intermédiaire I, Höhepunkt der kleinen Tour, wurde zur Beute von Frederic Wandres und dem Ex-Bundeschampion und Auktionspferd Quizmaster v. Quasar de Charry. Für den achtjährigen Wallach war es die zweite Inter I seines Lebens, die er mit 75,206 Prozent abschloss.

Zweiter wurde ein Debütant auf diesem Niveau, Dorothee Schneiders Vitalis-Sohn Villeneuve, der zwar schon Prix St. Georges siegreich war (und sich fürs Burg-Pokal Finale qualfiizierte), aber noch nie eine Intermédiaire I ging. Sein erster Auftritt wurde mit 72,882 Prozent belohnt.

Direkt dahinter landete Dorothee Schneiders Schülerin Anna-Louisa Fuchs auf Rizzoli mit 71,559 Prozent.


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