Daniel Bachmann Andersen und Zack gewinnen Weltcup-Auftakt 2018/19 der Dressurreiter

FEI World Cup Dressage ™ Herning DEN

Daniel Bachmann Andersen und Zack auf dem Weg zum Sieg in der Weltcup-Kür von Herning 2018. (© FEI/Ridehesten.com/Kristine Ulsø Olsen)

Erstmals war nicht Odense in Dänemark erste Weltcup-Station der Saison für die Dressurreiter, sondern Herning. Sieger wurde der Däne Daniel Bachmann-Andersen. Doch auch Helen Langehanenberg erwischte einen guten Auftakt in den Saison.

Mit 83,375 Prozent gewannen Daniel Bachmann Andersen und Zack die Grand Prix Kür für den Weltcup vor Helen Langehanenberg und Damsey, die mit 81,405 Prozent aus dem Viereck kamen. Dritte war die Schwedin Tinne Vilhelmson-Silfvén auf dem nach längerer Verletzungspause wieder genesenen Don Auriello (80,90).

Im Grand Prix hatte die Rangierung noch anders ausgesehen. Mit 75,652 Prozent hatte hier Helen Langehanenberg die Nase vorn gehabt mit Tinne Vilhelmson-Silfvén und Don Auriello (74,065) dahinter und Daniel Bachmann Andersen auf Rang drei (73,826).

Daniel Bachmann Andersen erklärte: „Die Kür heute war fantastisch – sehr easy, leicht und geschmeidig. Gestern während des Grand Prix stand Zack unter Spannung und wir hatten einige Fehler. Aber heute war er lockerer und das hat sich sehr ausgezahlt.“

Daniel Bachmann Andersens KWPN-Hengst v. Rousseau ist neben seiner Viereckskarriere auch als Deckhengst hoch erfolgreich. Bei den Weltreiterspielen in Tryon startete er Seite an Seite mit einem Sohn, dem ebenfalls gekörten Zonik von Edward Gal.

Schon in der vergangenen Weltcup-Saison hatte er unter Bachmann Andersen für Furore gesorgt und vertrat schließlich die dänischen Farben auch beim Finale in Paris, wo die beiden Siebte wurden. Selbstverständlich war das nicht. Der Hengst ist auf einem Auge blind. Daniel Bachmann Andersen sagt: „Es gab einige Probleme, an denen wir arbeiten mussten und einige Rückschläge auf dem Weg. Daher war Zack schon zwölf als er sein Debüt auf diesem Niveau gegeben hat. Aber dann wurde er von Turnier zu Turnier besser.“ Nun wird der Hengst erst einmal Pause haben. In Amsterdam soll er dann wieder angreifen und Punkte für das Weltcup-Finale im April in Göteborg sammeln. Das sei „definitiv das Ziel“ für 2019, so Bachmann Andersen.

Übrigens werden wir Daniel Bachmann Andersen und Zack daheim auf Gestüt Blue Hors besuchen. In Heft 2/2019 erfahren Sie dann alles über die Geschichte von Zack und seinem Reiter, der sagt: „Er ist nicht nur ein Pferd. Er ist mein Freund, mein Partner, er ist alles für mich! Andere Reiter hatten ihn schon ein bisschen aufgegeben. Er war nicht einfach, weil er so sensibel ist. Ich musste sein Herz gewinnen und ihn dazu bringen, mir zu vertrauen. Was wir jetzt haben, ist sehr besonders.“

Weitere Blue Hors-Erfolge

Nicht nur Zack war für das Gestüt Blue Hors erfolgreich. Das ganze Turnier in Herning war ein Triumph auf ganzer Linie für Andersen & Co. In der kleinen Tour ritt er den achtjährigen Hengst Zee Me Blue, einen Sohn von Zack, mit dem er im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde am Start gewesen war, zum Sieg in Prix St. Georges (73,971) und Intermédiaire I (73,735).

Mit Don Olymbrio v. Jazz war er Zweiter im Grand Prix der Special-Tour hinter Cathrine Dufour und Bohemian (76,587) und vor Kathleen Keller auf San Royal (73,804). Helen Langehanenberg war hier Fünfte mit der Holsteiner Stute Annabelle v. Conteur (68,891).

In Grand Prix Special setzte sich Daniel Bachmann Andersen dann vor Dufour und ihrem Nachwuchscrack. Don Olymbrio kam mit 77,404 Prozent aus dem Viereck, Dufour und Bohemian brachten es auf 76,404 Prozent.

Kathleen Keller und San Royal wurden mit 72,128 Prozent erneut Dritte und auch bei Helen Langehanenberg und Annabelle blieb es bei Rang fünf (69,766). Für die zehnjährige Stute war es übrigens das erste internationale Grand Prix-Turnier, der erste Grand Prix Special und das erste Turnier überhaupt in dieser Saison, in der ihre Ausbilderin ja schwangerschaftsbedingt pausiert hat.

Großer Preis an Jens Baackmann

Ein super Wochenende hatte in Herning auch der Münsteraner Jens Baackmann. Mit seiner Cornet Obolensky-Tochter Carmen gewann er den Großen Preis über 1,50 Meter vor Rolf-Göran Bengtsson auf dem Holsteiner Verbandshengst Crunch v. Clarimo und Nisse Lüneburg im Sattel des OS-Wallachs Luca Toni v. Lord Z. Mit Torben Köhlbrandt auf Miss Bubbles – ebenfalls für den OS unterwegs und von Balou du Rouet abstammend – belegte ein weiteres deutsches Paar Rang vier.

Alle Ergebnisse aus Herning finden Sie hier.

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