Weihegold sichert Isabell Werth den vierten Weltcup-Titel

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Auf dem Podium: Isabell Werth, Weltcupfinale 2018 (© www.paulinevonhardenberg.com)

Isabell Werth hat zum vierten Mal den Weltcup der Dressurreiter gewonnen. Laura Graves (USA) hatte trotz persönlicher Bestleistung keine Chance und wurde Zweite. Überglücklich wurde Jessica von Bredow-Werndl Dritte – zum dritten Mal beim vierten Finale.

Der Weltcup Dressur 2018 in Paris ist entschieden. Isabell Werth hat den Titel vom Omaha verteidigt. Nach verkorkster Galopptour im Grand Prix gestern und „nur“ Platz zwei, war Werth voll konzentriert. Wer die beste Dressurreiterin aller Zeiten kennt, dem ist dieser Gerichtsausdruck vorm Einreiten geläufig, der sagt: Heute, hier und jetzt geht es um alles! Und genau so ritt sie dann auch. Kein Vergleich zu gestern. Mit 90,657 Prozent verwies sie Laura Graves (USA) auf Platz zwei. Es folgten Jessica von Bredow-Werndl, Patrik Kittel und Dorothee Schneider. Insgesamt erzielten sieben Paare eine Bewertung von mehr als 80 Prozent. Besonders herausstachen die drei deutschen Reiterinnen, weil sie Dressur von der schönen, der leichten Seite gezeigt haben.

Tolle Spitze im Weltcup der Nachrücker

17 Pferde gingen in der Kür an den Start vor einem ca. zur knappen Hälfte ausverkauftem Rund in Paris-Bercy. Isabell Werth und Weihegold waren die vorletzten Starter. Zu dem Zeitpunkt lag die Amerikanerin Laura Graves in Führung mit persönlicher Bestleistung, 89,082 Prozent. Mit drei Deutschen unter der Top Fünf zeigte sich Bundestrainerin Monica Theodorescu „geflasht“.

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Weihegold und Isabell Werth auf dem Weg zum Weltcup-Titel 2018

Die Küren im Überblick

Hochkonzentriert beginnt Isabell Werth mit Weihegold die Kür, mit der die beiden schon so viel gewonnen haben. Das Weltcupfinale 2017, Aachen, die Europameisterschaften, diverse Weltcupqualifikationen. Zu den Italo-Schlagern aus den 70er Jahren geht es los. Passage-Volte und eine perfekte Piaffe zum Auftakt. Aus der Piaffe-Pirouette in die Passage-Traversale. Alles exakt auf den Taktschlag der Musik. Schon jetzt ahnt man, heute läuft’s! Einmal schnelles Klopfen beim Übergang in den Schritt über die Halbdiagonale von B nach V dazu ertönen Klarinette und Harfe. Brav! Weiter so! Dann die Galopptour, „Tanze Samba mit mir“ tönt aus den Lautsprechern, die fliegenden Galoppwechsel zu zwei Tempi gelingen viel besser als im Grand Prix. Werth ist in ihrem Element. Starker Galopp – volles Risiko, dann 21 (!) Einerwechsel schnurgerade, ohne Probleme. Es läuft! Schlusstour mit Piaffe, ein Pferd in idealer Anlehnung. Eine Reiterin, die in der Passage den Oberkörper minimal zurücknimmt und das Pferd beginnt prompt unter ihr zu piaffieren, nur um dann am Kreuz wieder in die nächste Passage hinaus zu – ja –schweben. 90,657 Prozent -Revanche gelungen, Titel Nummer vier gesichert. Isabell Werth ist mehr als zufrieden. „Es war eine fantastische Leistung von uns, Weihe war sehr bei mir.“

Ich glaube sagen zu können, es war eine ihrer besten Küren, vielleicht die beste.

Und sie fährt fort: „Was immer ich fragte, sie hat es gemacht, vorwärts/rückwärts, alles“. Druck in einer Top-Prüfung mache sie stark, sagt Werth, „Gestern bin ich nicht traurig gewesen, sondern ich musste nur analysieren, was wir anders machen müssen“. Gemeinsam mit Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte Werth entschieden, im großen Abreitezelt abzureiten. „Es ging darum, sie zu öffnen, sie lang zu machen, zu lösen.“ Das Konzept ging auf. „Heute war sie das Pferd, das ich gestern schon zeigen wollte.“

Persönliche Bestleistung für Verdades und Laura Graves

Niemand war erstaunter als sie selbst über die mehr als 89 Prozent, die die US-Amerikanerin Laura Graves erhielt – „personal best“. Verdades v. Florett As, Sieger im Grand Prix gestern, ging zu alter Musik mit neuer, schwierigerer Choreographie. „Ich war sehr überrascht, weil ich immer beim Rausreiten nur daran denke, was nicht geklappt hat“, sagte Graves. „Jetzt kenne ich meine Hausaufgaben“. Der KWPN-Wallach ging zu Musik der TV-Serie „America‘s Game“, die den Super Bowl zum Thema hat. Eine Musik wie American Football, gewaltig, teilweise bombastisch. Zögerlich, vor allem im Hinterbein in der Passage, beginnt das Paar mit einer Traversalverschiebung nach links, dann Traversale rechts im versammelten Trab.

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Laura Graves und Verdades aus den USA mit neuer Choreographie auf Platz zwei. (© www,paulinevonhardenberg.com)

In den Piaffen hat man manchmal den Eindruck, das Pferd würde zehn Zentimeter kleiner, nicht nur hinten, sondern auch vorn. Der Wallach lebt von seiner Energie, nicht von Leichtigkeit. Das untermalt die Musik, mit militärisch klingenden Trommeln, selbst im Schritt melden sich tiefe Bläser und gestrichener Kontrabass zu Wort. Man sieht förmlich einen müden Helden verschwitzt und verdreckt in der Morgendämmerung nach Hause kommen. Sichere Zweierwechsel auf der Mittellinie zwischen zwei doppelten Galopppirouetten, dann nochmal die Tour, diesmal mit Einerwechseln auf der Mittellinie: Highlights sind eine 360-Grad Piaffe-Pirouette zum Schluss, dann geradeaus nur ein paar Zentimeter und dann noch eine Piaffe und daraus der Gruß. Zu Weihnachten hat Laura Graves an der Choreographie getüftelt. Ihre Motivation war klar: „Wenn ich eine Chance habe, dann muss ich gut sein.“ (89,082 Prozent).

Jessica von Bredow-Werndl und Unee, fünfmal in Folge qualifiziert

„One day, I have a dream“, das berühmte Zitat Martin Luther Kings, der vor 50 Jahren gewaltsam starb, steht am Beginn der Kür. „Das Zitat habe ich mir bewusst ausgesucht, um ein Statement zu setzen, weil die Menschen doch so schlecht miteinander umgehen.“ Später spricht, zum Schritt, dann selbst. Und zwar von ihrem Traum, dass nicht nur alle Menschen gleich behandelt werden sollten, sondern auch die Lebewesen. Vor zehn Monaten hat sie ihren kleinen Sohn zur Welt gebracht, der hat sich auf Omas Arm mit Möhrenbrei vergnügt, während Mama in der Arena ritt. Am Anfang ein wackliger Moment. Gleich nach dem Gruß folgt eine Galopppirouette. „Bei der Pirouette dachte ich, das wird ein zweites Göteborg“, sagt Jessica von Bredow-Werndl, in Erinnerung an das Turnier vor ein paar Wochen, als Unee so abgelenkt war, dass seine Reiterin nach der Hälfte der Prüfung aufgeben musste. Doch in Paris bekommt die Reiterin den 17-jährigen Hengst schnell wieder auf ihre Seite. „Er wurde von Sekunde zu Sekunde besser, obwohl er in der Arena echt Angst hatte.“

Ich habe wirklich den Eindruck, er hat das für mich gemacht.

Da schwimmen die Augen, eine Träne kullert die Wange hinunter. „Entschuldigung, ich bin gerade etwas emotional“. Schon vorher hat Jessica von Bredow-Werndl gesagt, dass dieses das letzte Weltcupfinale sei für Unee BB. „Die Reise, die wir gemeinsam gemacht haben. Sein viertes Finale, fünfmal qualifiziert (2017 hatte er auf der Reise zum Flughafen eine Kolik), das dritte Mal auf dem Podium – er ist mein ,Partner in crime‘“. Also einer, mit dem man Pferde stehlen kann.

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Ehrenrunde zu Fuß, in der Passage, weil der liebestolle Unee BB zu wild war: Jessica von Bredow-Werndl (© www.paulinevonhardenberg,com)

Unee BB ist gut bei der Sache. Aus Zweierwechseln geht es in den Schritt. Er galoppiert frisch, 19 Einerwechsel auf zunächst gebogener, später dann der Mittellinie und wieder starker Galopp, Übergang in die Piaffe-Pirouette daraus direkt starker Schritt. Dann Jessies Stimme „I have a dream …“. Gänsehaut. Guter versammelter Schritt, Piaffe-Pirouette bei A 90-Grad-Wendung in Passage-Traversalen, dann nach links im versammelten Trab, da kann sie die innere Hand vorgeben und der Hengst zieht sofort an die Hand heran. Gute Übergänge, auch im starken Trab kann sie nahezu überstreichen. Krönung ist dann eine Fächerpirouette, 83,725 Prozent, Platz drei. Bei der Siegerehrung passagierte dann die Reiterin ohne ihren Hengst. Der mutierte schon gestern bei der Siegerehrung zum Testosteronmonster. „In Weihegold ist er schwer verliebt, da ist er echt heiß. Das ist die einzige Stute, die ihn so heiß macht. Es ist aber zu früh für Babys.“ Deswegen habe ihr Pfleger den Hengst nach der obligatorischen Champagnerdusche, von Isabell Werth wieder ausführlich zelebriert, hinausgeführt.

Starke Dorothee Schneider

Zu einem toll durchkomponierten Medley von Steve Wonder-Hits –  „Isn’t she lovely“, „Superstition, „Ebony and Ivory“ – reitet der Schwede Patrik Kittel seine Kür. Die Highlights seiner Stute Deja stellt er klar in den Mittelpunkt, Passage, Passage, Passage. Gutem starken Galopp und starkem Schritt auf der Haben-Seite, stehen eine durchgehend hohe Kruppe, ein Abtauchen in den Serienwechseln und extrem schwankende Piaffen auf der Soll-Seite gegenüber. Dem Publikum gefällt’s, den Richtern auch, 83,146 Prozent bedeuten Platz vier.

Für Dorothee Schneider und Sammy Davis jr. ist es erste die zweite internationale Grand Prix-Saison und Premiere beim Weltcupfinale. Die beginnt mit einer Panne. Die Musik setzt nicht ein. Das Publikum klatscht aufmunternd, Doro klopft Sammy Davis beruhigend. Irgendwann ist dann die digitale Kapelle wieder einsatzbereit. Es ertönt Tango, die Filmmusik aus dem Richard Gere-Film „Shall we dance?“ – „Darf ich bitten“. Passage-Traversalen wechseln sich mit Trabverstärkungen ab. Die Piaffen gelingen ausgesprochen gut, auch die Pirouetten in der Piaffe. Piaffe aus dem Schritt in den Schritt – eine Höchstschwierigkeit, in der Schwierigkeitsgrad der Kür ist mit 9,4 berechnet. Dann Galopp: sichere Zweierwechsel, auch die Einerwechsel passen. Aber in den Galopppirouetten nimmt sich der bayerische San Remo Sohn zu sehr zurück, Schwungverlust. „Das macht er nur in der Prüfung“, sagt die Reiterin. Trotz des offenkundigen Atemanhaltens macht es Spaß zu sehen, wie Schneider das Problem löst, ohne ihren mustergültigen Sitz aufzugeben.  81,843 Prozent reichen für Platz fünf, Chefrichterin Isabelle Judet sieht das Paar lediglich auf Rang acht. Dafür meint sie Edward Gal und Zonik auf Platz fünf hieven zu müssen, für eine Runde, die viele Fehler hatte (siehe unten).

Beste Niederländerin wird auf Platz sechs Madeleine Witte-Vrees mit dem Deckhengst Cennin. Der Fuchs verfügt über ein ausdrucksstarkes Vorderbein, die Qualität seines Hinterbeins steht dem aber leider nicht ebenbürtig zu Seite. Vor allem in der Passage fußt er hinten kaum und wenn dann nur schleppend ab. Aber er geht eines fehlerfreie Runde, eine 180-Grad-Wendung in der Piaffe ist auch im Programm. Nichts wirkt erzwungen, die Musik spiegelt aber nicht unbedingt wider, was gerade an Lektionen geritten wird. Immerhin kann man die Grundgangarten unterscheiden. Guter starker Galopp, am Ende ein toller Übergang: aus der Piaffe, direkt in den starken Trab, dann der Schlussgruß.  (81,336 Prozent)

Ein „Lover“ von „Weihe“ im Weltcupfinale

Dies könnte die Saison des Dänen Daniel Bachmann-Andersen werden. Der Stalljockey des Gestüts Blue Hors und der KWPN-Hengst Zack v. Rousseau sind ein tolles Team und werden von Auftritt zu Auftritt besser. Und das, obwohl der Hengst nicht nur harmonisch, sondern auch hormonell gefordert ist – gerade stellte er auf der Oldenburger Auktion zwei Preisspitzen. Es ist die Weltcup-Premiere für den Dänen. Zu Beginn ein starker Trab aus der Grußaufstellung heraus, dann Passage, und bei C sofort eine Piaffe-Piroeutte, nach 90 Grad geht aus die Mittellinie. Dort in die Passage und Traversale nach rechts. Es wird geklotzt, nicht gekleckert. Vollgas im starken Galopp, ausdruckstarke Einerwechsel perfekt auf den Takt gesprungen, starker Trab auf der Diagonalen, dann plötzlich bei X in eine Piaffe und sofort Fächer-Piaffe mit zweifachem Richtungswechsel. Die Abstimmung ist noch nicht perfekt, aber das Programm äußerst anspruchsvoll. Mit gespitzten Ohren verlässt der Hengst die Halle, Applaus kennt er. Er war schon Siegerhengst in den Niederlanden und läuft seitdem er reiterlich denken kann bei Hengstvorführungen. 80,432 Prozent, die B-Note bis 87,6 Prozent – Platz sieben.

Weihegold und Zack haben übrigens eine gemeinsame Tochter, die im Stall Hinnemann steht und beim Bundeschampionat am Start war. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm …

Zack landet vor seinem Sohn Zonik. Der dänische Hengst aus einer Romanov-Mutter ist die WM-Hoffnung des Niederländers Edward Gal. Er beginnt mit dem, was er am besten kann. Starker Trab aus dem Gruß, gefolgt von Passage. In der Piaffe ist der Braune kurz vor der Rückwärtstendenz und schwankt, hinten in der Passage lässt er immer wieder das Bein stehen, gleichmäßig ist anders. Kaum, dass der Hengst im Trab für zwei Meter hinten gleichmäßig im Takt fußt. Macht nichts, ist ja Kür, denken sich einige Richter. In der Galopptraversale taucht das Pferd ab, kann sich einfach noch nicht tragen. Die Galopppirouetten sind mehr gedreht als gesprungen – generell wird darauf gerade in internationalen Prüfungen erstaunlich wenig Wert gelegt, dass der Galoppsprung, das repetierende Hinterbein, erhalten bleibt. In den Zweier- und den Einerwechseln springt der Hengst mehrfach hinten kurz, bevorzugt nach rechts. 79,65 Prozent erhält das Paar. Chefrichterin Isabelle Judet vergibt trotz eklatanter Fehler 79 Prozent in der A-Note – bitter, wenn jemand an solch einer Position sitzt. Die deutsche Richterin Dr. Evi Eisenhardt zeichnet mit ihren 71 Prozent für den technischen Wert der Vorstellung ein deutlich realistischeres Bild.

Die Ränge neun und folgende

Die Russin Inessa Merkulova und Mister X machen wie immer auf Russenfolklore, „Kalinka“  zur Piaffe nach dem Gruß, da klatscht die Arena mit. Die Kür ist mittlerweile ein Klassiker, russische Militärkapelle plus viel Passage und Piaffe. Nach 60 Sekunden hat man den Donkosaken in sich entdeckt, Herr mit der Fellmütze! Fächer-Piaffe zu einer schmissigen russischen Volksweise. Da klatscht das Publikum. Inessa winkt wirft Kusshändchen, 79,168 Prozent.

Die Spanierin Morgan Barbançon Mestre hat mit  Sir Donnerhall II v. Sandro Hit einen langbeinigen und hocheleganten Hengst unter dem Sattel. Der Zwölfjährige wirkt noch wie ein Grand Prix-Pferd im Werden. Das ist wohl auch dem Umstand geschuldet, dass er einmal einen schweren Unfall hatte und lange brauchte, um zurückzukommen. Insgesamt müsste er mehr vor den Reiterhilfen stehen. Der Auftakt mit Piaffe und Passage gerät etwas zögerlich. Dann wird es flüssiger, gute Traversalen im Trab. 8,9 ist der Schwierigkeitsgrad, das ist nicht zu komplex, aber das ist auch richtig. Lieber Grand Prix reiten mit Musik und es sieht noch harmonisch aus, als eine Abfolge undurchlässiger Höchstschwierigkeiten am Stück. Im versammelten Schritt deutlich im Genick verkantet gegen die Hand. Da hilft auch keine Musik. 76,207 Prozent

Dezent wirkt die Britin Hayley Watson-Graves auf ihren Rubin’s Nite v. Rubin Royal ein. Die Zweierwechsel misslingen. Piano und Streicher wechseln sich ab, die Musik hat wenig Wiedererkennungswert. Highlight: leichte Zügelführung, tolle Traversalen im Trab, fleißige und gleichmäßige Piaffen. 75,346 Prozent

Die überraschendste Musik hat die US-Amerikanerin Shelly Francis mitgebracht. Sie starte im Galopp, zeigt schnell Serienwechsel auf gebogenen Linien. Der musikalische Clou: ein komplettes A capella-Programm, extra eingesungen. Motive wie beispielsweise Franz von Suppés „Leichte Kavallerie“ in mehrstimmigem „Bababababa“. Das hat was! 74,189 Schade, dass der Rappe immer mal wieder stark wird und dann nicht nur deutlich sperrt, sondern auch die Zunge zu sehen ist.

Belinda Weinbauer ist erstmals für Österreich beim Weltcupfinale dabei mit Söhnlein Brilliant MJ. Passage und Piaffe zu Beginn, dann Passage-Traversalen zu Ambient-Klängen, mal ein akzentuiertes Piano, dann wieder etwas Operngesang, und warme Töne eines hölzernen Xylophons. Hier schleichen sich immer wieder Fehler in den Galoppwechseln ein. 74,050 Prozent.

Lokalmatador Henry Ludovic ist reichlich groß für seinen Braunen After You. Entsprechend muss der schicke Abanos-Sohn ausbalancieren, was im Sattel passiert. Moderne, teilweise funkige Klänge von Bruno Mars über ein bisschen „Happy“ von Pharell Willams, schließlich 80er Musik: Aha, „Take on me“. Die Kür hat 9,75 als Schwierigkeitsgrad, die Harmonie bleibt auf der Strecke. 72,786 Prozent.

Yvonne Losso de Muniz aus der Dominikanischen Republik trainiert bei Ton de Ridder aus Aachen. Ihr Belgier Foco Loco, ein brauner Wallach, geht ebenfalls zu modernen Klängen, Macklemore und Ryan Lewis „Can’t hold us“. Dazwischen ein elektronisch verzerrtes „Come with me now“. Viel E-Gitarre bei einer nicht zu komplexen Choreographie. Kaputte Zweierwechsel zu verpopptem Irish Dance à la Michael Flatley. 72,675

Patrick van der Meer (NED) mit Zippo, 72,289 Prozent und die Weißrussin Hanna Karasiova beschließen das Finalfeld, 70,621 Prozent.

Detaillierte Eregbnisse finden Sie hier.

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