Herning: Erster Grand Prix Special-Sieg für Kristina Bröring-Sprehes Destiny, Dufour und Bohemian dominieren Fünf-Sterne-Tour

destiny_old_kristina_sprehe_essen_17_tbe_6226_becker_int

Kristina Bröring-Sprehe und Destiny (© Equitaris.de/Becker)

Herning dürfte gleich in mehrfacher Hinsicht nun ein sehr bedeutendes Turnier für Kristina Bröring-Sprehe sein. Und auch für die dänischen Dressurreiter war es aus mehreren Gründen ein Meilenstein.

Das Jahr begann nicht gut für Kristina Bröring-Sprehe. Gerade hatte sie sich über den Sieg im Grand Prix von Neumünster auf ihrer Nachwuchshoffnung Destiny freuen können, da ereilte sie die Nachricht, dass ihr langjähriges Erfolgspferd Desperados gestorben ist. Ein Schock!

Aber Destiny scheint sich vorgenommen zu haben, ein würdiger Erbe seines großen Vaters zu werden. In Herning ging er sein erstes internationales Grand Prix-Turnier. Der Einstand war mehr als gelungen. Nachdem er bereits den Grand Prix hatte für sich entscheiden können, gelang dem elfjährigen Oldenburger und seiner Reiterin ein überlegener Auftritt im Grand Prix Special – der übrigens erst der dritte ihrer gemeinsamen Karriere war. Mit 74,851 und Platz eins von allen Richtern setzten sie sich überlegen an die Spitze des Feldes.

Platz zwei holte Dennis Fisker mit dem nun 16-jährigen De Niro-Sohn Delatio für die Gastgeber (72,575). Über Rang drei konnten sich Juliane Burfeind und ihr Holsteiner De Chirico-Sohn Devanto freuen (72,043).

Die dritte Deutsche im elfköpfigen Starterfeld, Ninja Rathjens auf dem Don Schufro-Sohn De Nino, musste sich mit Rang neun begnügen (66,936).

Dufour und Bohemian unschlagbar

Die Dänen können optimistisch auf die Olympiasaison gucken. Und darüber hinaus. In der Fünf-Sterne-Tour hatten zwei Pferde unserer nördlichen Nachbarn die Nase vorn, die im Dressursport der Zukunft einiges zu sagen haben dürften.

Allen voran der zehnjährige Westfale Bohemian v. Bordeaux unter Cathrine Dufour. Der langbeinige Dunkelfuchs besticht durch seine Piaffe-Passage-Arbeit, aber vor allem durch seine hundertprozentige Balance und Losgelassenheit – beides Attribute guter Ausbildung, die heute im Grand Prix Special mit 82,861 Prozent bewertet wurden. Und da ist immer noch Luft nach oben. Bisweilen kommt Bohemian noch ab und an etwas hinter die Senkrechte. Aber es dürfte nur eine Frage von Zeit und Kraft sein, bis sich auch das gegeben hat.

Ein Pferd für die Zukunft ist ganz sicher auch die erst neunjährige Fürstenball-De Niro-Tochter Heiline’s Danciera unter ihrer ständigen Reiterin Carina Cassoe Krüth, die die elegante Schwarze schon fünfjährig auf Rang vier bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde ritt. Schon im vergangenen Jahr gab Danciera ihr internationales Debüt. Seitdem hat sie sich von Prüfung zu Prüfung gesteigert. Heute erhielt sie mit ihren neun Jahren bereits 80,106 Prozent, Platz zwei.

Um den dänischen Erfolg perfekt zu machen, setzten Daniel Bachmann Andersen und sein Zack-Sohn Blue Hors Zepter sich mit 78,745 Prozent gegen die dreifache Dressurpferdeweltmeisterin Fiontini unter Spaniens Severo Jurado Lopez durch. Sie kamen auf 77,107 Prozent.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.