Le Mans: Grand Prix Special an Laura Tomlinson, deutscher Dressurnachwuchs ganz vorn

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Valentina Pistner und Flamboyant (© Schreiner)

Die deutschen Ponyreiter, Junioren und Jungen Reiter hörten beim internationalen Dressurmeeting in Le Mans, Frankreich, dort auf, wo sie am Freitag begonnen hatten: ganz vorn. In der großen Tour gab es hingegen eine Premiere.

Denn in der großen Tour feierten die Britin Laura Tomlinson und die zehnjährige, in Bayern gezogene Rose of Bavaria – übrigens ein ehemaliges DSP-Auktionsfohlen – ihren ersten internationalen Grand Prix Special-Sieg.

Mit 74,340 Prozent setzten die Mannschaftsolympiasiegerin 2012 und die von Rainer und Heidi Heuschmann gezogene Bordeaux-Tochter sich gegen den Finnen Henri Ruoste auf Kontestro DB und den Grand Prix-Sieger Sonnar Murray Brown mit Erlentanz durch.

Im Grand Prix hatten Laura Tomlinson und Rose of Bavaria sich mit knapp 71 Prozent noch mit Rang fünf zufrieden geben müssen. Das war etwas enttäuschend angesichts dessen, dass sie kurz vor Le Mans bei einem nationalen Turnier fast 80 erhalten hatten. Heute lief es deutlich besser.

Und Le Mans war erst das zweite internationale Turnier für das Paar. Das erste war Oldenburg im vergangenen Herbst, wo sie wie auch in Le Mans als Fünfte mit knapp 71 Prozent aus dem Grand Prix gekommen waren. Im Special wurden sie dort allerdings Dritte mit 71,404 Prozent. Da ist also eine deutliche Steigerung zu verzeichnen.

Junioren

Für Valentina Pistner und Flamboyant war es ein wahrer Durchmarsch bei den Junioren. Sie gewannen erst die Mannschaftsaufgabe, dann die Einzelaufgabe und schließlich heute auch noch die Kür. Die beiden waren das einzige deutsche Paar in der U18-Tour. In der Kür heute kamen sie mit 74,334 Prozent und Platz eins von allen Richtern aus dem Viereck.

Auf den Plätzen dahinter wechselten sich Fleur Prinsen mit Fame aus den Niederlanden und der Franzose Alexandre Cheret auf Bamona ab. Gestern ging Rang zwei in die Niederlande, heute ließ Alexandre Cheret mit 72,183 Prozent nichts anbrennen. Fleur Prinsen wurde mit 69,834 Prozent Dritte.

Ponyreiter

Bei den Ponyreitern hatte es in der Mannschaftsaufgabe ja noch einen Doppelerfolg durch Shona Benner auf Der Kleine Sunnyboy und Antonia Roth mit Daily Pleasure gegeben. In der Einzelwertung mussten die beiden allerdings die Britin Isobel Lickley mit Mister Snowman an sich vorbeiziehen lassen.

Die 15-Jährige Lickley gehört zu den erfahrensten Reiterinnen der internationalen Ponyszene. Im vergangenen Jahr war sie mit Mister Snowman auch in Strzegom am Start. Dort musste sie sich allerdings mit Rang zehn begnügen, während Shona Benner Bronze gewann. Diesmal kam Isobel Lickley auf 72,342 Prozent, Shona Benner auf 72,158 und Antonia Roth als Dritte auf 71,441 Prozent.

Heute in der Kür standen dann wieder die beiden deutschen Mädels vorn. Shona Benner, für die wie auch für Isobel Lickley die letzte Ponysaison angebrochen ist, siegte mit 76,375 Prozent vor der 14-jährigen Antonia Roth (75,0), die sich damit über eine hoch erfolgreiche internationale Premiere mit Daily Pleasure freuen kann. Den Hengst hatte sie von Antonia Busch-Kuffner übernommen, die mit ihm im vergangenen Jahr noch zum deutschen EM-Aufgebot gehört hatte. Roth selbst hat mit ihrem elfjährigen Hancock ebenfalls schon internationale Erfahrung im Ponysattel gesammelt.

Junge Reiter

Die Einzelaufgabe der Jungen Reiter ging gestern nach Frankreich. Mit 70,245 Prozent setzte sich Capucine Noel im Sattel von Soleil Noir vom Rosenhof gegen die Niederländerin Amber De Groot mit Homemade durch (70,098).

Der Zweitplatzierte der Mannschaftsaufgabe, Franz Otto Damm mit Lifestyle, kam auf genau 70 Prozent und belegte Rang drei. Emily van Loon und Despereaux hatten in der ersten Entscheidung den Sieg nach Deutschland geholt und wurden gestern Fünfte (67,745).

Nummer drei für Deutschland war bei den U21-Jährigen Tabea Schroer, die gleich zwei Eisen im Feuer hatte. Im Sattel des einst von Hubertus Schmidt bis Grand Prix ausgebildeten Florenciano belegte sie Platz sechs in der Einzelaufgabe (67,353) und mit Filegra wurde sie Zwölfte (65,441).

Heute in der Kür hatte wieder Franz Otto Damm die Nase vorn. 75,209 Prozent und Platz eins von allen Richter lautete das Ergebnis. Capucine Noel, die Siegerin der Einzelaufgabe, musste sich diesmal mit Rang zwei zufrieden geben (72,959). Über Platz drei konnten sich bei ihrer internationalen Premiere Tabea Schroer und Florenciano freuen (72,000). Emily van Loon ritt ihren Despereaux auf Platz fünf (69,583).

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