Madrid: Favoriten Sieg für Schneider und Sammy in der Weltcup-Kür

20191130 Madrid Horse Week

Dorothee Schneider und Sammy Davis Jr. nach ihrem gelungenen Weltcup-Auftritt in Madrid. (© FEI)

Nachdem Dorothee Schneiders Sammy Davis Jr. bereits mit persönlichem Bestergebnis im Grand Prix gezeigt hatte, wie gut er in Form ist, legte er in der Kür der Weltcup-Etappe von Madrid noch einmal nach.

Heute gab es 82,295 Prozent für Sammy Davis Jr., mit dem Dorothee Schneider ja im vergangenen Jahr zur Mannschaftsgoldmedaille bei den Weltreiterspielen in Tryon beigetragen hatte. Und wieder hatten alle fünf Richter den schwarzen Schönling auf Rang eins – und das, obwohl sich in heute in seiner Tango-Kür Fehler im starken Trab und in den Zweierwechseln eingeschlichen hatten. Dem gegenüber standen aber Noten ausschließlich zwischen 8 und 9 für Piaffen, Passagen und Pirouetten.

Eine überglückliche Dorothee Schneider nach ihrem Ritt: „Ich kenne ihn schon so lange! Ich reite ihn seit fünf Jahren und er hat viele eigene Ideen, wie wir bestimmte Dinge angehen sollten. Aber das ist ein Grund, warum ich ihn so liebe – er hat so viel Charakter.“

An die Sieger kamen sie zwar nicht heran, aber Grund zum Jubeln gab Claudio Castilla Ruiz mit seinem Lusitano-Hengst Alcaide seinen Landsleuten in der spanischen Hauptstadt allemal: Platz zwei mit 80,23 Prozent.

An dritter Stelle reihte sich mit 78,350 Prozent Hans Peter Minderhoud auf dem Schimmel Zanardi v. Rubels ein, seinem derzeitigen Zweitpferd neben Championatspferd Dream Boy.

Und wieder konnte sich Dorothee Schneiders Schülerin Morgan Barbancon im Sattel von Sir Donnerhall II über Rang vier freuen. 77,920 Prozent gaben die Richter dem Paar. Das ist das mit Abstand beste Ergebnis, das die nun für Frankreich reitende 27-Jährige je in einer internationalen Kür erhielt. Überhaupt bekommt sie deutlich mehr Punkte seitdem sie mit Dorothee Schneider trainiert. Auch im Grand Prix erhält sie seither fast immer deutlich über 70 Prozent.

Weltcup-Gesamtwertung

In der Gesamtwertung des Weltcups führt nach der vierten von insgesamt elf Etappen der Westeuropa-Liga aktuell der Final-Sieger von 2016, Hans Peter Minderhoud, gefolgt von Jessica von Bredow-Werndl, Frederic Wandres, Morgan Barbancon, Helen Langehanenberg und Benjamin Werndl. Wobei die drei letztgenannten gleichauf Vierte sind. Dorothee Schneider teilt sich Platz sieben mit Inna Logutenkova aus der Ukraine.

Insgesamt dürfen neun Paare aus der Westeuropa-Liga beim Weltcup-Finale in Las Vegas (15. bis 19. April 2020) teilnehmen. Für die Deutschen besteht die Schwierigkeit bei der Qualifikation vor allem darin, dass pro Nation nur drei Reiter an den Start gehen dürfen. Und da Isabell Werth als Titelverteidigerin bereits gesetzt ist, sind nur noch zwei Plätze zu vergeben.

Alle Ergebnisse aus Madrid sowie das Weltcup-Ranking in der Übersicht finden Sie hier.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.