Münster: Erfolgreiche Routiniers im Parcours, Nachwuchssieg auf dem Viereck

Charlott-Maria Schürmann und Burlington beim Wiesbadener Pfingstturnier 2014 – sie zählen zu den größten Talenten im deutschen Dressursport.

Charlott-Maria Schürmann verstärkt das Championatsteam um Juliette Piotrowski, Bianca Nowag und Lisa-Maria Klössinger (© Archivbild Julia Rau)

Zwei alte Hasen hatten heute die Nase vorn in der Qualifikation für den Großen Preis beim Turnier der Sieger vor dem Münsteraner Schloss: Ludger Beerbaum und Chaman. Die abendliche Kür hingegen sah eine Siegerin, die noch zum Nachwuchs zählt.

Nur fünf Paare nahmen heute Abend an der Grand Prix Kür beim Turnier der Sieger teil. Am Ende waren es Charlott-Maria Schürmann, die übermorgen 23 Jahre jung wird, und ihr Hannoveraner Breitling-Sohn Burlington, die sich die gelbe Schleife an die Kandare heften lassen durften. Mit 76,350 Prozent hatten sie sogar einen recht großen Vorsprung zu der nächstplatzierten Uta Gräf im Sattel des De Niro-Sohnes Dandelion, der auf 74,125 Prozent kam. Deutlich knapper war hingegen das Rennen um Rang drei. Am Ende ging es zugunsten von Hendrik Lochthowe und dem erst neunjährigen KWPN-Hengst Boston v. Johnson-Partout aus. Mit 72,950 Prozent ließen sie Lokalmatadorin Ingrid Klimke und Dresden Mann v. Dresemann hinter sich, die auf 72,750 Zähler kamen. Als Fünfte (71,550)  reihte sich Nadine Husenbeth auf Florida ein, ihrer 16-jährigen rheinischen Stute v. Fidermark. Sowohl Schürmann als auch Husenbeth hatten den Weg in den großen Sport über den Piaff Förderpreis genommen. Schürmann gewann ihn 2014, die knapp drei Monate jüngere Husenbeth war im Jahr davor dran gewesen.

Die Qualifikation für den Großen Preis, ein 1,50 Meter-Springen mit Stechen um den Preis des Marktkauf Münster, ging klar zugunsten von Ludger Beerbaum und dem 16-jährigen KWPN-Hengst Chaman v. Baloubet du Rouet aus. Die beiden waren eines von nur zwei Paaren, die auch im Stechen ohne Abwurf blieben. Da genügten 44,62 Sekunden zum Sieg. Der zweite Doppel-Nuller war der Niederländer Leopold van Asten auf Beauty, einer neunjährigen For Pleasure-Tochter aus einer Mutter v. Contender. Der schnellste Vier-Fehler-Ritt im Stechen (43,15 Sekunden) kam von Jan Wernke (25) und seiner bewährten Queen Mary v. Contendro-Caretino. Mit Jana Wargers (23) auf Casper (v. Cornet Obolensky-Acord II) und Kaya Lüthi (21) auf Wilane (v. Baloubet du Rouet-Widolan) folgten zwei weitere deutsche Talente auf den Plätzen vier und fünf.

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