Piaff-Förderpreis 2018 an Jil-Marielle Becks

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Jil-Marielle Becks und Damon's Satelite, Sieger im Piaff-Förderpreis 2018. (© Stuttgart German Masters)

Geschafft! Jil-Marielle Becks und Damon’s Satelite krönen ihre sensationelle Saison 2018 mit dem Sieg im Piaff-Förderpreis bei den Stuttgart German Masters.

Erneut war das Richtergremium sich einig: Das muss Platz eins sein für Jil-Marielle Becks und den zehnjährigen Westfalen Damon’s Satelite v. Damon Hill. Zu reiten hatten die Piaff-Förderpreis-Kandidatinnen heute einen „richtigen“ Grand Prix – für Jil-Marielle Becks und Damon’s Satelite. Das Ergebnis: 73,4 Prozent gab es für das Paar, das von Klaus Balkenhol trainiert wird und gewissermaßen zusammen aufgewachsen ist.

Kim Kreling von dressursport-deutschland.de hatte gestern mit U25-Bundestrainer Sebsatian Heinze über das diesjährige Finale gesprochen. Der lobte die Siegerin schon nach der Qualifikation mit den Worten: „Jil hat wirklich einen Plan im Viereck und sie reflektiert sehr gut, was sie macht. Ihr ganzes Verhalten ist schon sehr professionell.“

Familie Rapunzel

Damon’s Satelite ist eines der drei hoch erfolgreichen Kinder der Rubin-Royal-Tochter Rapunzel. Aus der Anpaarung dieser Stute mit Damon Hill fiel zunächst die großrahmige Dunkelfuchsstute Damon’s Divene, die dreijährig mit Ingrid Klimke und ein Jahr später mit Helen Langehanenberg Bundeschampionesse wurde und unter anderem Silber bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde gewann. Sie wurde dann vom DOKR für Langehanenberg angekauft und bis zur schweren Klasse gefördert. Allerdings musste sie im Frühjahr 2017 aufgrund einer unheilbaren Verletzung eingeschläfert werden.

Das zweite Fohlen avancierte ebenfalls zur Bundeschampionesse mit Helen Langehanenberg: Damon’s Delorange. Die jetzt elfjährige Stute war länger verletzt, hat inzwischen aber auch schon Grand Prix-Erfolge unter Jil-Marielle Becks auf dem Konto. Beispielsweise bei der Piaff Förderpreis-Qualifikation in Verden.

Die Stute hatte ihrerseits auch bereits ein Fohlen v. Goldberg, HBS Golden Globe. Der jetzt dreijährige Hengst war im vergangenen Jahr in Münster-Handorf gekört worden und hat seinen 14-Tage-Test im September mit einer Dressurnote 7,93 abgeschlossen. Unter Ann-Christin Wienkamp war er zweimal in Reitpferdeprüfungen am Start, wurde einmal Sieger und einmal Vierter.

Das dritte Fohlen der Rapunzel ist nun Damon’s Satelite, ebenfalls Bundeschampion auf dem Reitpferdeviereck mit Helen Langehanenberg und dann von Jil-Marielle Becks bis Grand Prix gefördert.

Wachwechsel auf den weiteren Plätzen

Zurück nach Stuttgart. Nachdem gestern Anna-Christina Abbelen und Henny Hennessy Zweite waren, wurde die Rangierung heute kräftig durcheinander gewirbelt. Zweite wurde mit 70,160 Prozent die Deutsche Bank Reitsport-Akademistin Florine Kienbaum auf ihrem bewährten Don Frederico-Sohn Doktor Schiwago.

Sie ist übrigens die einzige Reiterin, die schon mehrfach in Stuttgart am Start war. Für die sieben weiteren Finalisten war dies Premiere. So auch für die Reiterin auf Rang drei: Anna Magdalena Scheßl mit dem Westfalen Biedermeier v. Belissimo M und 68,680 Prozent.

Die Zweitplatzierten vom Vortag, Abbelen und Henny Hennessy, belegten Rang fünf mit 66,280 Prozent. Dazwischen schob sich Lena Gundlage mit Campino auf den vierten Platz (67,740).

Sechste wurde Michelle Budde auf Ribery (65,620), gefolgt von Hannah Cichos und Dias de Rio (63,020) sowie Sophie Reef im Sattel von Silencium (57,220).

Die ersten Erfolge im Parcours

Gestern Abend gab es auch schon das erste größere Springen über 1,50 Meter gegen die Uhr. Der Sieg ging an den Schweizer Pius Schwizer im Sattel des 13-jährigen Toulon-Sohn Living The Dream mit fehlerfreien 57,51 Sekunden.

Platz zwei ging an Maurice Tebbel und seinen zweifachen Aachener Nationenpreis-Sieger Chacco’s Son mit 59,07 Sekunden, gefolgt von dem Belgier Karel Cox auf Evert, einem neunjährigen Amadeus-Sohn, der nach 59,44 Sekunden ins Ziel kam.

Christian Ahlmann sprang mit dem vierbeinigen Lokalmatador Colorit auf Rang vier (0/59,6). Ebenfalls unter den Platzierten waren Ludger Beerbaum auf Cool Down als Sechster (60,42), Beerbaums Bereiter Christian Kukuk auf Lacasino auf Rang acht (60,78), die Tryon-Reservisten Hans-Dieter Dreher und Berlinda (60,95) sowie Felix Haßmann auf Cayenne WZ (61,22).

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