Pony-EM Strzegom: Gold für Dänemarks Dressurreiter, Bronze für Deutschland

Pony Europameisterschaften

Daily_Pleasure und Antonia Busch-Kuffner bei den Europameisterschaften der Pony-Dressurreiter in Strzegom 2019. (© Wegener/www.equitaris.de)

Souverän hat die dänische Mannschaft sich den Europameisterschaftstitel der Pony-Dressurreiter gesichert. Silber ging an die Niederlande, Bronze an Deutschland.

Die Ära, in denen Deutschlands Pony-Reiter ein Abonnement auf die goldene EM-Medaille hatten, sind vorbei. Auf dem obersten Treppchen standen dieses Jahr in Strzegom die U16-Nachwuchsstars aus Dänemark mit 226,829 Punkten vor den Niederländern (225,771) und Deutschland (224,915).

Angeführt wurde das dänische Quartett von Andreas Helgstrands Sohn Alexander im Sattel seines Adriano B. Alexander hatte schon im vergangenen Jahr zum Team gehört und zudem Silber in den beiden Einzelentscheidungen gewonnen – damals noch hinter dem inzwischen den Ponys entwachsenen Deutschen Moritz Treffinger im Sattel von Top Queen. Diesmal hat sich Helgstrand Junior anscheinend noch mehr vorgenommen. Mit 77,543 Prozent waren er und Adriano B bestes Paar der Mannschaftsentscheidung.

Den Grundstein für den Sieg hatte allerdings bereits gestern Liva Addy Guldager Nielsen mit D’Artagnan gelegt, die mit starken 76,029 Prozent Zweite der Prüfung wurden. Komplettiert wurde die Equipe im Rigmor Kristensen durch Nathalie Thomassen auf Lykkehoejs Dream of Dornik (73,257) und Thilde Rude Hare mit Morgensterns Dakar (72,857).

Für Dänemark ist dies die zweite Goldmedaille in der Geschichte bei den Europameisterschaften der Pony-Dressurreiter.

Silber für die Niederlande

Alle vier Reiter der Niederländer unter der Ägide der ehemaligen Mannschaftsweltmeisterin Imke Schellekens-Bartels landeten unter den Top Ten. Bestes Paar waren die Routiniers, Micky Schelstraete und Elin’s Noncisdador, die mit 75,629 Prozent das viertbeste Einzelergebnis lieferten.

Floor van der Kuijl auf Champ of Daily brachte es auf 75,171 Prozent, Rang fünf. Bei Robin Heiden und Coulourful Cannonball kamen 74,971 Prozent zustande, Platz sechs. Und Evi van Rooij lieferte mit King Stayerhof’s Jango die neuntbeste Leistung von 74,257 Prozent ab, die innerhalb der eigenen Reihen allerdings das Streichergebnis bedeutete.

Deutschlands Bronzeteam

Es hatte nicht sollen sein mit der Titelverteidigung für die deutschen Dressurmädels, die von Cornelia Endres zusammen mit Caroline Roost betreut werden. Die hatten eine völlig neue Mannschaft zusammengesetzt, von den Vorjahressiegern war dieses Jahr keiner dabei.

Die meisten Punkte heimsten Shona Benner und Der Kleine Sunnyboy ein, die mit 75,8 Prozent Dritte der Prüfung wurden. Nicht die Reiterin, aber immerhin das Pony, das mit der zweithöchsten deutschen Wertung aufwarten konnte, ist EM-erfahren: Massimiliano. Letztes Jahr ging er noch unter Lucie-Anouk Baumgürtel, dieses Jahr saß ihre Schwester Lana-Pinou im Sattel und kam mit 74,829 Prozent aus dem Viereck (Rang sieben).

Antonia Busch-Kuffner und Daily Pleasure, die beiden Preis der Besten-Sieger, wurden mit 74,286 Prozent belohnt. Das war in der Einzelwertung der achte Platz. Pech hatte das Team-Küken, Rose Oatley. Beim Preis der Besten waren sie und ihr Daddy Moon noch Zweite gewesen, bei der EM blieben sie deutlich unter ihren Möglichkeiten mit 67,071 Prozent, nachdem Rose sich verritten und zwischenzeitlich auch noch einen Bügel verloren hatte. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend!

Springreiter in Führung

Über einen gelungenen Auftakt konnten sich die Spring-Bundestrainer Peter Teeuwen und Karl Brocks freuen. Aktuell liegt Deutschland zusammen mit Großbritannien und Frankreich in Führung. Alle drei Teams lieferten drei fehlerfreie Ritte, so dass sie aktuell eine makellose Weste haben.

Für Deutschland sind im Einsatz: Johanna Beckmann auf Karim Van Orchid’s (0), Magnus Schmidt auf An Angel (0), Eva Kunkel mit Mas Que Nada (0), Bo Chiara Gröning im Sattel von Chessy (0) und Luzie Jüttner mit Orchid’s Arissia (4).

Alle Ergebnisse der Pony-EM in Strzegom finden Sie hier.

Ausfall bei den Vielseitigkeitsreitern

Die ersten zwei Vielseitigkeitsreiter des deutschen Teams haben ihre Dressur bereits hinter sich gebracht. Josepha Fischer und Bell-A-Bon liegen aktuell mit 32,8 Minuspunkten an vierter Stelle. Charlotte Schulze Zurmussen und Pascal S.W. haben 35,6 Minuspunkte auf dem Konto, derzeit Rang zwölf. Noch sind nicht alle Ergebnisse der jeweils ersten Mannschaftsreiter da, deshalb kann sich an der Rangierung der Teams  noch viel verändern.

Aus dem deutschen Lager gibt es leider auch eine schlechte Nachricht: Maya Marie Fernandez musste zurückziehen, da ihr Erfolgspony Kick sich verletzt hat und nicht starten kann.

Übrigens sind die Kollegen von Equitaris vor Ort und berichten in einem News-Ticker von den Geschehnissen bei der EM. Hier geht’s zu der betreffenden Seite.

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