Rotterdam: Hans Peter Minderhoud und Dream Boy gewinnen Grand Prix Special mit persönlicher Bestleistung

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Hans Peter Minderhoud und Dream Boy (© Pauline von Hardenberg)

Großer Erfolg für Hans Peter Minderhoud und Dream Boy im Grand Prix Special von Rotterdam – sie haben ihre persönliche Bestleistung auf internationaler Ebene um mehr als drei Prozent verbessert. Und nebenbei haben die Niederlande damit ihren Vorsprung im Nationenpreis weiter ausgebaut.

Mit 78,894 Prozent entschieden Hans Peter Minderhoud und der 13-jährige Vivaldi-Sohn Dream Boy den Grand Prix Special von Rotterdam ziemlich überlegen für sich. Von Eddy de Wolff van Westerrode (NED) gab es sogar über 80 Prozent. Die bisherige Bestleistung des Paares lag bei 75,517 Prozent, die sie im Special bei den Europameisterschaften in Amsterdam erhalten hatten. Mit ihrem Ergebnis von heute dürften sie noch einmal nachdrücklich Werbung für sich in Hinblick auf die Olympischen Spiele gemacht haben. Zumal der Grand Prix Special in Tokio über die Mannschaftsmedaillen entscheidet.

Auch Platz zwei ging in die Niederlande, an Dinja van Liere und den neunjährigen KWPN-Hengst Hermes v. Easy Game. Das Paar, das ebenfalls auf der Longlist für Tokio steht, erhielt 73,489 Prozent. Ein Tokio-Start dieses Paares scheint allerdings in weite Ferne gerückt zu sein. Wie der niederländische Verband mitteilte, gibt es einen administrativen Fehler in der FEI-Datenbank, der den Olympischen Spielen im Weg steht. Der langjährige Besitzer des Hengstes, Joop van Uytert, wird bei der FEI mit deutscher Nationalität geführt. Dadurch hat auch Hermes quasi die deutsche Staatsangehörigkeit. Ein Pferd, das für die Niederlande bei Olympischen Spielen an den Start gehen soll, muss aber ab dem Stichtag 15. Januar im jeweiligen Olympiajahr die Staatsangehörigkeit haben, für die es auch starten soll. Später mehr dazu.

Die Plätze drei und vier holten die deutschen Mannschaftsreiter. Matthias Bouten und der 15-jährige Johnson-Sohn Boston holten mit exakt 73 Prozent Rang drei. Matthias Alexander Rath und Foundation blieben mit 72,915 Prozent knapp da drunter und wurden Vierte.

Nach dem Special führen die Niederlande in der Nationenpreiswertung nun mit 13 Punkten vor Deutschland (19) und Belgien (41). Für die Nationenpreiswertung in Rotterdam werden die Platzierungen der teilnehmenden Paare in Grand Prix, Special und Kür zusammengezählt. Der erste Platz bringt einen Punkt, der zweite zwei usw. Darum siegt die Mannschaft mit den wenigsten Punkten.

Deußer siegt im Hauptspringen

Höchstdotiertes Springen heute in Rotterdam war ein mit 52.000 Euro dotiertes 1,50 Meter-Springen mit Stechen. Hier hatten Daniel Deußer und der zwölfjährige Holsteiner Casall-Sohn Casallvano die Nase vorn. Mit 37,15 Sekunden lieferten sie die schnellste der sieben Nullrunden im Stechen und kassierten dafür 13.000 Euro.

Zweiter wurde Frankreichs Kevin Staut mit dem zehnjährigen Kannan-Sohn Blackonda, den er seit Anfang 2020 unter dem Sattel hat (37,24). An dritter Stelle reihte sich Schwedens Angelie von Essen mit der Holsteiner Cartani-Tochter Cochella ein (38,20).

Deutlich schneller als das Führungstrio waren David Will und sein Selle Francais-Wallach Quentucky Jolly, der in 35,43 Sekunden demonstrierte, dass er mit seinen 17 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Allerdings nahmen sie unterwegs eine Stange mit, Platz acht.

Heute Abend steht in Rotterdam noch die Grand Prix Kür auf dem Programm, in der Isabell Werth mit Weihegold und Dorothee Schneider mit Sammy Davis Jr. unter anderem auf Edward Gal und Total US treffen. Alle Ergebnisse aus Rotterdam finden Sie hier.