Sichtungen fürs dänische „Bundeschampionat“ mit deutscher Beteiligung

Dressur

(© ww.toffi-images.de)

Auch in Dänemark gab es nun die ersten Sichtungen für die nationalen Jungpferde-Meisterschaften – mit alten Bekannten.

Cathrine Dufour stellte den einstigen Reitpferde-Bundeschampion Eternity v. Escolar-Sir Donnerhall im Ringsted Sports Riding Club vor, der die Sichtung ausgerichtet hat. Der nun sechsjährige Westfalen-Wallach war dreijährig Reitpferde-Bundeschampion in Warendorf, damals noch unter Eva Möller. Er gehörte damals bereits Helgstrand Dressage, die ihn im Anschluss an die Westfalen-Woche erworben hatten, wo der Wallach ebenfalls als Bester den Platz verließ.

Im Jahr darauf qualifizierte Eternity sich erneut fürs Bundeschampionat, nun unter Hannes Lütt. Er wurde Siebter in der Qualifikation und gewann Bronze in der Gesamtwertung. Kurz darauf wechselte er in den Beritt von Cathrine Dufour.

Mit der EM-Dritten im Sattel war Eternity nun auch bei der dänischen Jungpferde-Championatssichtung am Start und belegte mit 86,6 Punkten Platz drei von vier Teilnehmern. Der Trab wurde mit 9,8 bewertet, der Schritt mit 7,8, der Galopp mit 8,2, die Rittigkeit mit 8,5 und das Potenzial mit 9,0.

Cathrine Dufour saß auch im Sattel des Siegers der Prüfung: Straight Horse Don Zuan v. Zack-Don Schufro. Der Hengst erhielt 93,0 Punkte, eine 9,5 für den Trab, 9 für den Schritt, 9,3 für den Galopp, 9,2 für die Rittigkeit und 9,5 für die Perspektive.

Ebenfalls über 9 war das Gesamtergebnis von Blue Hors Touch of Olympic L v. Don Olymbrio-Fidermark, den Nanna Skodborg Merrald für das Gestüt Blue Hors präsentierte. 8,8 im Trab, 9,5 für Schritt, Galopp und Potenzial sowie 8,8 für die Rittigkeit summierten sich zu 92,2 Punkten.

Nummer vier des Aufgebots war der Oldenburger Hengst Damon Gold v. Damon Hill-Fürst Romancier, den Maria Falkner Hansen für seine Züchterin und Besitzerin Lone Bøegh Henriksen ritt. Die beiden waren 2019 Siebte beim Bundeschampionatsfinale in Warendorf gewesen. Gestern kamen sie mit 80,6 Punkten aus dem Viereck, die sich aus einer 8,8 im Trab, 8,0 in Schritt und Galopp sowie 7,3 für die Rittigkeit und 8,2 für die Perspektive ergaben.

Noten nahe am Optimum

Die Höchstnote des Tages wurde bei den Fünfjährigen vergeben. Mit satten 98,2 Prozent setzte sich der Hengst Highfive Fuglsang v. Grand Galaxy Win-De Niro mit Anders Uve Sjøbeck Hoeck im Sattel an die Spitze des fünfköpfigen Feldes. Er erhielt gleich dreimal die 10: im Trab, im Schritt und in der Perspektive. 9,8 gab es für den Galopp, 9,3 für die Rittigkeit.

Platz zwei ging mit 94,4 Prozent an den Blue Hors-Hengst Kingston v. Toto Jr.-Turbo Magic mit Nanna Skodborg Merrald im Sattel. Auch er bekam die 10 im Trab. Jeweils mit 9,5 wurden Rittigkeit und Perspektive beurteilt. Eine glatte 9 gab es im Schritt, eine 9,2 im Galopp.

Auf den Plätzen folgten Møllegårdens Dancer v. Dimaggio-Bøgelys Camaro mit Jan Møller Christensen (92,60), Diva Lyng v. Damon Hill-Hotline unter Marie Louise Tolstrup (82,0) und Kick Pleasure v. Sezuan-Wynton, geritten von Trude Hestengen (80,60).

Hesselhøj Donkey Boy-Doppel

Einen großen Erfolg feierte der Stall Hesselhøj und der von dort stammende Hengst Donkey Boy, Medaillengewinner bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde und inzwischen ebenfalls im Besitz des Stalls Helgstrand, wo er auch stationiert ist. Er stellte sowohl den Sieger als auch den Zweitplatzierten im 17-köpfigen Feld der Vierjährigen.

Und auch hier vergaben die Richter die Höchstnote. Der Sieg ging an Hesselhøj Downtown, der aus einer Zack-Mutter gezogen wurde. Anders Uve Sjøbeck Hoeck stellte ihn vor und konnte sich über 98 Prozent freuen. Die 10 vergaben die Richter für Galopp und Perspektive. Der Trab wurde mit 9,7 bewertet, der Schritt mit 9,8, die Rittigkeit mit 9,5.

Sein Stallgenosse und Halbbruder Hesselhøj Dream (Mutter v. Tailormade Lancelot) erzielte mit Jan Møller Christensen im Sattel genau 94 Prozent. Hier gab es eine 9 im Trab, 9,5 für den Schritt, 9,2 für den Galopp, 9,8 für die Rittigkeit und wieder 9,5 für die Perspektive.

Dritter wurde mit 93,80 Prozent Blue Hors Zackorado v. Zack-Florencio unter Christian Tudela Ruiz. (Trab: 9,2, Schritt: 9,8, Galopp: 9, Rittigkeit: 9,5, Perspektive: 9,4).

Ebenfalls platziert waren noch Polka Fascination M v. Fürstenball-Sandro Hit unter Dennis Kjaer (91,8), die aus demselben Stamm kommt wie die Dressurpferde-WM-Finalistin und spätere Grand Prix-Stute Polka Hit Nexen, und die Siegerstute des Dänischen Warmbluts 2019, Atterupgaards Lady Hamilton v. Dante Weltino-Stedinger, unter Selina Solberg Vittinghus (84,4).

Dreimal Florestan bei den Siebenjährigen

Bei der Qualifikation der Siebenjährigen könnte man den Eindruck gewinnen, die Teilnehmer hätten den jüngst verstorbenen Eberhard Schulte-Böcker bzw. sein berühmtestes Zuchtprodukt Florestan ehren wollen. Drei der vier Teilnehmer gingen auf den rheinischen Stempelhengst zurück und machten die vorderen Plätze unter sich aus.

Sieger wurde mit 78,36 Prozent, die sich zusammensetzen aus einer Note für Grundgangarten und Perspektive sowie einer für die technische Ausführung der Prüfung, der Foundation-Leandro-Sohn Favour Gersdorf unter Nadja Aboe Sloth. Seine Veranlagung bewertete die Richtergruppe mit 85 Prozent. 71,719 Prozent gab es für die Aufgabe.

Fürstenball, der ja zum Teil in dänischem Besitz steht, stellte sowohl den Hengst auf Rang zwei als auch die Stute auf Rang drei. Christianslund Fürstino aus einer Cape Town S.-Mutter kam mit Trude Hestengen auf 74,644 Prozent (Perspektive: 79,60 Prozent, Aufgabe: 69,688 Prozent). Bei Fleurie (Mutter v. Onassis) mit Sanne Glargaard wurden es 73,963 Prozent (79,80 Prozent bzw. 68,125 Prozent).

Nummer vier im Aufgebot der Prüfung war der Hengst Rhett Butler v. Don Schufro-Romancier unter Amalie Greve Christensen (67,50 Prozent, 70 für die Perspektive, 65 für die Prüfung).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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