Viermal Totilas unter Top Sechs in Opglabbeek

Screenshot ClipMyHorse Opglabbeek 2021

Screenshot ClipMyHorse Opglabbeek 2021 (© ClipMyHorse.tv)

Viermal Totilas unter den ersten Sieben: In Oplglabbeek ist heute ein Quartett von Totilas-Söhnen international im Grand Prix debütiert. Edward Gal ritt zwei davon auf die Plätze eins und zwei.

Die Niederländer haben ihn wie einen Nationalhelden gefeiert und sie halten sein Ansehen in würdiger Erinnerung: Totilas war der Vater des Erfolgs beim Turnier im belgischen Opglabbeek. Im Grand Prix im Sentower Park gingen sechs der ersten sieben Plätze an Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Niederlanden. Viermal war bei den Pferden Totilas der Vater.

Edward Gal fuhr einen Doppelsieg ein. Mit zwei Hannoveranern debütierte er international. Mit Total US gewann er die Prüfung (den Zwischenstand hatten wir hier schon ausführlich beschrieben) mit einer von Spannung geprägten Prüfung, bei der aber das Anliegen des Reiters deutlich wurde, den Hengst nicht extrem eng im Hals zu machen. In den Piaffen gab es ungleiche Tritte und in einer außerdem ein deutliches Rückwärtsfußen. Der Schweif des hochbeinigen Rappen schlug häufig. Dem Richterkollegium war der Ritt 78,674 Prozent wert.

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Viermal Totilas

Auf Platz zwei ritt Gal den mächtigen Toto jr., seinerzeit der erste gekörte Totilas-Sohn in Deutschland. Mittlerweile erinnert vieles von Toto jr. an seinen Erzeuger. Nur dass er insgesamt größer ist. Gal ritt zur Vorbereitung beim Reiten ums Viereck noch ein paar Piaffen. Schon da zeigte sich etwas, das auch in der Prüfung immer wieder aufflackern sollte: Das Genick war der höchste Punkt, aber die Geschmeidigkeit war nicht immer gegeben. Der Hengst verkantete sich mehrfach im Verlauf des Grand Prix.

Ähnliche Probleme hatte Gal auch zunächst mit dem Hengst Zonik, den er unter anderem bei den Weltmeisterschaften in Tryon 2018 geritten hatte. Fokussiert ging Gal in die Prüfung. Nach einer kleinen Störung in der ersten Ecke legte Toto jr. willig zu. Es folgten fließende Trabtraversalen, dabei rutschte das Genick manchmal etwas tiefer. Aber auch hier war zu erkennen, dass Gal bemüht war, das Pferd nicht zu eng im Ganaschenwinkel werden zu lassen. Im zweiten starken Trab lief der Rappe zu Beginn der Diagonalen.

In Passagen und Piaffen ist Toto jr. der berühmte Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt. In der Silhouette ist die Ähnlichkeit zu Totilas mitunter frappierend. Nur dass der Hannoveraner Rappe noch nicht ganz die Regelmäßigkeit seines Vaters zeigen konnte. Gröbster Schnitzer war ein mehrfaches Kurz- und Umspringen im Galopp vor der Linkspirouette. Nur einer der Juroren ließ das in seine Wertung klar mit einfließen. 77,978 reichten klar für Rang zwei.

Dritter wurde Hans Peter Minderhoud mit dem insgesamt recht locker gehenden Dream Boy, der in den Piaffen zuhause noch einmal im täglichen Training in Richtung Toto jr. schielen sollte, was Energie und gleichmäßiger Abdruck anbelangt (75,065).

Platz vier ging an Adelinde Cornelissen und Governor, auch ein Totilas-Sohn, ebenfalls gekört, aus der Vollschwester zu Parzival v. Jazz-Ulft. 74,978 beim internationalen Debüt, das recht lektionssicher gelang, waren das Ergebnis der beiden.

Der Brite Gareth Hughes war der einzige, der in Belgien in die Phalanx der Niederländer einzubrechen vermochte. 74,196 bedeuteten Rang fünf. Der Oldenburger Sintano punktete beständig im Bereich zwischen 6,5 und 7,5. Für einige Galopplektionen gab es auch vereinzelt Achten.

Rang sieben ging an den vierten Totilas-Sohn im Feld. Marlies van Baalen und der Wallach Go Legend patzten in den Einerwechseln. Unterm Protokoll standen 73,087 Prozent.

Aus Deutschland war die fein einwirkende Jessica Süß mit dem mächtigen Hannoveraner Duisenberg nach Belgien gefahren. Mit 71,174 Prozent kam sie auf Rang 13. Juliette Pietrowksi rangierte mit Duke Rubin und 67,718 Prozent an 30. Stelle.

Die Ergebnisse finden Sie hier.