Konzept und Logo der Weltmeisterschaften 2018 in Tryon vorgestellt

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Luftaufnahme des Tryon International Equestrian Center, wo bei den Weltreiterspielen 2018 Pferdesportgeschichte geschrieben werden wird. (© www.tryon2018.com)

Die Organisatoren der Weltmeisterschaften 2018 in Tryon, North Dakota, haben ihr Konzept vorgestellt. Sie haben sich Großes vorgenommen, ein Aachen jenseits des Atlantik

Vielleicht ist der Satz bezeichnend für die Art und Weise, wie Mark Bellissimo, Organisator der Weltmeisterschaften 2018 in acht Disziplinen, Dinge angeht: „Derzeit haben wir nur eine Abfahrt von der Interstate (Autobahn), aber ich denke wir machen einfach noch zwei weitere.“ Der Mann aus Florida, der ursprünglich im Neuengland im Softwarebereich sein Geld gemacht hat, ist jetzt die treibende Kraft hinter der Pferdeindustrie in Wellington in Florida. Dort kann man im Winter Wochenende für Wochenende hochdotierte Prüfungen reiten. Er stellt sein Projekt mit strahlenden Augen in Omaha im Rahmen des Weltcupfinals vor. Schnell kommen die Worte aus seinem Mund, bei keinem Fakt muss er nachdenken, auf jede Frage hat er eine Antwort parat. Sofort.

Weltmeisterschaften für die Ewigkeit, kein Provisorium

Seine Idee: Das Örtchen Tryon, 1600 Einwohner, und stolz auf seine „Kleinste Tageszeitung der Welt“, den „Tryon Daily Bulletin“, zum „Aachen jenseits der USA“ zu machen. Raum gibt es genug, eingerahmt von den Blue Ridge Mountains ist in den vergangenen Jahren bereits aus einem ehemaligen Polofeld eine Reitanlage entstanden, die ihresgleichen sucht. Diejenigen, die schon da waren, kommen aus dem Schwärmen nicht heraus. Ein festes Stadion, unzählige Dressurvierecke und Abreiteplätze – alles schon da. An der Geländestrecke wird bereits gebaut. Platz gibt es wie gesagt satt. Innerhalb einer Autostunde sind 60.000 Hotelbetten erreichbar, Infrastruktur vorhanden, sagt Bellissimo, der mit seiner Bewerbung eingesprungen ist, nachdem die Organisatoren der ursprünglich in Montreal/Kanada geplanten Weltmeisterschaften wegen Sponsorenmangels die Segel hatten streichen müssen. Vom 11. bis 23. September werden Dressur-, Spring-, Vielseitigkeits- und Para-Dressurreiter sowie Reiner, Voltigierer, Fahrer und Distanzreiter um die Titel konkiurrieren.

Im Juni 2014 wurde die Anlage eröffnet, derzeit umfasst sie 12 Reitplätze, mehr als 1200 feste Boxen, dazu Restaurants, Läden, Übernachtungsmöglichkeiten und einen Golfkurs.

Anders als viele der Großevents, für die der Weltreiterverband (FEI) den Begriff Weltreiterspiele, WEG, erfunden hat, die vor allem in umfunktionierten Fußballstadien stattfanden, ist hier also eine „echte“ Reitanlage, die auf die Teilnehmer wartet.

Einreiseprobleme für Athleten oder auch Journalisten und Fotografen, die beispielsweise aus Syrien stammen, so wie St.GEORG Fotograf Jacques Toffi, seien kein Problem, versichert Mark Bellissimo. Die von Präsident Donald Trump ausgesprochenen Einreiseverbote für muslimische Länder würden hier nicht greifen. Bellissimo hat einen direkten Draht zum US-Präsidenten, er war einer seiner Unterstützer im Wahlkampf und Trump hat auch schon Springen gesponsert, die Bellissimo veranstaltet hat.

Logos

Zwei verschiedene Logos sind für die Großveranstaltung entworfen worden, beide haben im Zentrum einen stilisierten Pferdekopf und -hals kombiniert mit der Silhouette eines Reitergesichts. Hellgraue Schatten in der linken unteren Ecke sollen die Landschaft rum um Tryon symbolisieren.

In den vergangenen Jahren waren die Weltmeisterschaften stets defizitär, auch wenn die FEI gerne vorrechnet, welch nachhaltigen wirtschaftlichen Einfluss die Spiele für die jeweilige Region gehabt haben. Bellissimo ist sich sicher, bei der Sponsorenakquise keine Probleme zu haben. Uhren-Multi Longines hat bereits seine Unterstützung zugesagt.

Weitere Infos finden Sie auf der Webseite der Veranstaltung.

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