Stuttgart: Mareike Harm stark im Weltcup, Boyd Exell siegt erneut

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Boyd Exell ist diese Weltcup-Saison noch ungeschlagen. (© Frieler)

Nicht nur die Dressur- und Springreiter konnten in Stuttgart weitere Punkte für den Weltcup sammeln, auch die Vierspänner sorgten in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle für gute Stimmung. Der Australier Boyd Exell war erneut das Maß der Dinge. Aber auch Mareike Harm lieferte eine tolle Leistung ab, fuhr am Ende auf Rang drei.

In Stuttgart konnte Mareike Harm noch einmal unterstreichen, warum es ihr in dieser Saison als erster Frau überhaupt gelungen war, sich für den Weltcup der Vierspänner zu qualifizieren. Nach Platz vier in Maastricht belegte die 34-Jährige gestern in Stuttgart den dritten Rang. Unangefochtene Nummer eins bleibt weiterhin der australische Weltmeister Boyd Exell. Dahinter rangierte mit dem US-Amerikaner Chester Weber der aktuelle Vize-Weltmeister der Fahrer.

Sechs Gespanne waren bei der Weltcup-Etappe von Stuttgart am Start, für die besten drei von ihnen ging es gestern nach dem Umlauf noch in das Drive-off. Mit dabei: Mareike Harm! Im Stechen musste sie dann als erste antreten, konnte ihre Zeit aus dem Umlauf sogar verbessern. Allerdings fiel ein Ball, das gab vier Strafsekunden obendrauf. In Summe machte das 153,25 Sekunden für die Norddeutsche.  „Mein Plan war einfach, eine ruhige und fehlerfreie erste Runde zu fahren, um dann im zweiten Umlauf mehr Risiko zu gehen. Das hat super geklappt. Die Pferde waren richtig gut drauf und haben toll mitgemacht. Ich habe in der Abreitehalle gesehen, wie stark die Gespanne vor mir gefahren sind und habe gar nicht mehr daran geglaubt, dass ich es ins Stechen schaffe“, freute sie sich im Anschluss.

Chester Weber gelang es, die Zeit von Mareike Harm noch einmal zu unterbieten. Nach einer starken Runde stoppte die Uhr bei 144,29 Sekunden für den erfolgreichen US-amerikanischen Fahrer, der mit seinen Pferden in Florida zu Hause ist. Als letzter Teilnehmer hatte Boyd Exell die Zügel – oder in diesem Fall die Leinen – in der Hand. Und der Australier behielt einmal mehr die Nerven, fuhr noch engere Wendungen als die Konkurrenz. Obwohl ein Ball fiel, konnte er die Prüfung mit 138,74 Sekunden gewinnen. Das war für ihn nach Lyon und Maastricht somit bereits Sieg Nummer drei in der aktuellen Weltcup-Saison.

Für die Weltcup-Debütantin Mareike Harm gab es auch auf der anschließenden Pressekonferenz anerkennende Worte von der Konkurrenz. „Es ist wirklich spektakulär, nun mit ihr auf dem Podium zu sitzen“, lobte Chester Weber. Dabei war Harm in Stuttgart sogar mit einem geliehenen Pferd am Start, weil die Qualifikation für den Weltcup gar nicht mit eingeplant gewesen war: „In der Kürze der Zeit habe ich es nicht geschafft, ein komplett neues Indoor-Gespann aufzustellen und setze deshalb hauptsächlich auf meine Dressurpferde. Sie sind ein eingespieltes Team und gehen auch gut durchs Wasser. In Stuttgart kamen drei meiner Outdoor-Pferde zum Einsatz sowie hinten rechts El Chico, den ich mir aus Holland geliehen habe.“

Quelle: fn-press

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