Goldenes Reiterkreuz mit Brillanten für Madeleine Winter-Schulze

Madeleine Winter-Schulze Zuhause in der Wedemark vor den Toren Hannovers.

Madeleine Winter-Schulze Zuhause in der Wedemark vor den Toren Hannovers. (© www.toffi-images.de)

Stehende Ovationen und Applaus und eine gerührte Madeleine Winter-Schulze. Bei der FN-Tagungen in Stuttgart wurde die Mäzenin des deutschen Turniersports mit dem Reiterkreuz in Gold und mit Brillanten besetzt ausgezeichnet.

Ohne Zweifel gibt es viele Menschen, die sich im Reitsport engagieren und ihr Geld in teure Pferde investieren, damit die Deutschen oben in der Welt mitreiten können. Doch Madeleine Winter-Schulze als reine Sponsorin zu bezeichnen, würde ihr nicht gerecht werden. Mindestens genauso viel Geld wie sie in den deutschen Reitsport investiert, steckt sie Herzblut in ihre Pferde und deren Reiter. Kein großes Turnier, bei dem eines ihrer Pferde geht, verpasst sie. Ob jüngst das Weltcupfinale in Omaha oder die Olympischen Spiele in Rio – sie ist immer mit dabei. Ludger Beerbaum sagte einst: „Madeleine ist ein Teil der Familie“ und auch Isabell Werth hat ein Verhältnis zu der rüstigen 75-Jährigen, das man kaum in Worte fasen kann. Begriffe wie herzlich oder innig schrammen an dem vorbei, was die beiden verbindet. Neben Winter-Schulze wurde das Reiterkreuz in Gold mit Brillanten bislang erst zwei Mal vergeben. Träger waren Liselott Rheinberger, geb. Linsenhoff und der langjährige FN-Präsident Dieter Graf Landsberg-Velen.

Über den Pferdesport hinaus

Neben der Förderung des Spitzensports ist Madeleine Winter-Schulze auch in vielen karitativen Organisation und sozialen Projekten tätig. Für ihr mehr als außerordentliches Engagement wurde ihr schon das Bundesverdienstkreuz verliehen, aber auch im Pferdesport würdigte man sie mit dem Meteor-Preis, dem Reiter-Forum Award, dem Basel Award und dem Ehren-Award des St.GEORG. „Madeleine Winter-Schulze ist nicht nur eine ganz große Mäzenin des deutschen Pferdesports, der zahlreiche Aktive viel zu verdanken haben. Sie ist viel mehr. Denn sie ist eine ganz außerordentliche Persönlichkeit und eine großartige Förderin und Freundin des deutschen Turniersports“, betonte Breido Graf zu Rantzau, Präsident der Reiterlichen Vereinigung (FN), am Ende seiner Rede. „Was ich gemacht habe, habe ich gerne gemacht – und ich mache weiter“, bedankt sie sich und zeigt sich dabei sehr gerührt.

Eigene Erfolge

Die gebürtige Berlinerin ist nicht immer nur Unterstützerin gewesen, sie war auch in jungen Jahren erfolgreich zu Pferd unterwegs. Mehr als 500 Siege verbuchte sie als aktive Reiterin, darunter Siege in der Deutschen Meisterschaft in der Dressur (1959) und im Springen in den Jahren 1969 und 1975. Sie war zwölf Jahre lang Aktivensprecherin im DOKR-Dressurausschuss und Equipechefin bei zahlreichen Dressurchampionaten. Von 1997 bis heute vertrat sie die Interessen des Spitzensports im FN-Präsidum und war Mitglied im DOKR-Vorstand.

Zu ihrem 75. Geburtstag im letzten Jahr, haben wir 10 Dinge, die man über Madeleine Winter-Schulze wissen muss, zusammengetragen. Hier können Sie diese nochmal nachlesen.

Madeleine Winter-Schulze bei der Verabschiedung von Goldfever in Aachen 2009.

Madeleine Winter-Schulze

Madeleine Winter-Schulze für den JOC, Rolf-Göran Bengtsson, Jan Lüneburg mit der Trophäe in der Hand, Pierre Genecand, ebenfalls für den JOC sowie Ingmar de Vos als Generalsekretär der Internationalen Reiterlichen Vereinigung bei der Preisübergabe.

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Madeleine und IsabellAuf dem Weg zur Olympiamedaille? Isabell Werth und Mäzenin Madeleine Winter-Schulze Foto: Pauline von Hardenberg

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