Gute Nachrichten für Reitställe: 90.000 Euro bei Pony for Future, fünf Tonnen Futter und mehr

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Isabell Werth (© Pauline von Hardenberg)

Isabell Werths Aktion „Pony for Future“ war ein voller Erfolg! Davon profitieren nun Reitbetriebe, die aufgrund der Corona-Krise um ihre Existenz kämpfen.

Vor wenigen Tagen haben wir mit Mirco Betz vom Team der Isabell Werth Kollektion telefoniert, weil wir für die Print-Ausgabe 5/2020 des St.GEORG wissen wollten, wie viele Spenden Isabell Werth mit ihrer Aktion „Pony for Future“ hatte sammeln können, um damit Reitschulen zu helfen, die aufgrund der Corona-Pandemie in Existenznot geraten sind.

Es waren damals rund 35.000 Euro und „viele Sachspenden“. Inzwischen hat man ein Gesamtfazit ziehen können. Und das übertrifft alle Erwartungen: 90.000 Euro, fünf Tonnen Futter, 35 Gutscheine von drei Hufschmieden für kostenlose Hufbearbeitung und noch mehr.

All das kommt nun den 210 Reitställen mit 3700 Pferden zugute, die sich gemeldet und um Unterstützung gebeten hatten. Rund 60.000 Euro seien bereits verteilt worden, berichtete Mirco Betz gegenüber Dressursport Deutschland. Für die Frage, wer wie viel bekommt, sei unter anderem entscheidend, wie viele Schulpferde im Stall stehen, erklärte Betz weiter.

Eines steht jedenfalls fest: Die Aktion war ein voller Erfolg. Und sie hat etwas gezeigt, was sich in dieser Krisensituation auch schon an anderer Stelle bemerkbar gemacht hat. Wie Mirco Betz sagt: „Die deutsche Reitsportgemeinde – wir hatten übrigens auch einige Spenden aus dem Ausland – ist in diesen schwierigen Zeiten füreinander da. Das ist eine tolle Erfahrung. Wir können mit ,Pony for Future‘ zwar die Krise nicht abwenden, aber auf jeden Fall ein Stück weit helfen. Wir wollen einfach nur DANKE an alle Spender und Helfer sagen!“

Unterstützung der Kollegen

Isabell Werth selbst sitze jeden Abend mit ihnen zusammen am Rechner und pflege Excel-Tabellen ein, so Betz. Es sei ihnen sehr wichtig, dass „auf den Cent genau“ dokumentiert werde, wie das Geld eingesetzt wird.

Beteiligt hatten sich auch zahlreiche prominente Reiter. So haben die Geschwister Werndl Devotionalien wie Siegerdecken und Reitstiefel, aber auch Stücke aus ihrer Aubenhausen-Kollektion versteigert und den Erlös gespendet. Fußballstar Thomas Müller brachte ein signiertes Trikot unter den Hammer. Mit Michael Jung war auch ein Vielseitigkeitsreiter mit von der Partie – ganz zu schweigen von den vielen Kollegen, die ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken genutzt haben, um auf die Aktion aufmerksam zu machen. Und das Westfälische Pferdestammbuch hatte ein Prozent vom Erlös des Spitzenpferdes der Online-Reitpferdeauktion in den Topf getan.

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