Peder Fredricson zu Olympia-Verschiebung: Tokio wäre das letzte Championat für All In gewesen

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Peder Fredricson und All In auf dem Weg zu Silber bei den Olympischen Spielen 2016. (© Pauline von Hardenberg)

Einzel-Europameister, Silber bei den Olympischen Spielen – Peder Fredricsons All In ist erst 14 Jahre alt, hat aber bereits mehr erreicht, als manch anderes Pferd sein Leben lang. Tokio sollte sein letztes Championat sein, sagt sein Reiter Peder Fredricson.

Die Olympischen Spiele in Tokio 2020 waren das große Ziel von Peder Fredricson mit All In. Der Schwede und sein Kashmir van Schutterhof-Sohn waren in den letzten Jahren eine sichere Bank bei Championaten.

2016 holten sie olympisches Silber in Rio. Danach musste der 14-jährige belgische Sportpferde-Wallach wegen einer Kolik operiert werden, war aber rechtzeitig wieder fit, um bei den Europameisterschaften in Göteborg Mannschaftssilber und Einzelgold zu holen. Neben zahlreichen weiteren Erfolgen in diversen Großen Preisen.

Nun wurden die Olympischen Spiele verschoben. Die belgische Website equnews.be zitiert Fredricson, der sagt, er sei sehr enttäuscht, dass die Spiele dieses Jahr nicht stattfinden. „Ich hatte die Turniere mit All In rund um die Spiele geplant. Er hatte eine Pause und ich hatte das Training mit ihm für die bevorstehenden Turniere gerade wieder aufgenommen. Ich kann nicht sagen, ob ich im kommenden Jahr noch auf ihn zählen kann.“

Vor jedem großen Championat frage er sich, welches seiner 1,60 Meter-Pferde derzeit in der besten Form ist. Das sei dann das, welches er zum Championat mitnehme. „Wenn das in dem Moment All In ist, werde ich natürlich ihn mitnehmen.“

Trotz aller Enttäuschung ist Fredricson sich bewusst, dass er noch in einer guten Lage ist, verglichen mit anderen: „Es gibt schlimmeres als die Olympischen Spiele, die verschoben wurden. Im Moment gibt es Menschen, die trifft es viel härter als uns. Mein größtes Glück ist es, dass ich auf dem Land lebe und weiterarbeiten kann.“

Wie so viele andere Reiter, habe er nun mehr Zeit für die Familie und sich um Dinge zu kümmern, die sonst liegen bleiben, wie zum Beispiel die Hindernisse zuhause aufzupolieren und zu streichen.

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