CSI Basel: Steve Guerdat gewinnt Großen Preis, Michael Jung bester Deutscher

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Steve Guerdat und Victorio des Frotards im Großen Preis von Basel 2020. (© LONGINES CSI BASEL/Katja Stuppia)

Gerade erst hatte Steve Guerdat den ersten Platz auf der Weltrangliste an seinen Freund und Kollegen Martin Fuchs abgeben müssen. Im Großen Preis von Basel lieferten sich die beiden Schweizer gestern einmal mehr ein enges Rennen. Und auch Michael Jung konnte vorne mitmischen.

Neun Paare hatten es in das Stechen um den Großen Preis von Basel geschafft. Darunter auch die aktuelle Top drei der Welt: Martin Fuchs, Steve Guerdat und Daniel Deußer. Gleich als dritter Starter im Stechen legte Steve Guerdat die Messlatte für die noch folgenden Reiter hoch: Mit einer blitzschnellen Nullrunde in 36,98 Sekunden auf dem elfjährigen Fuchs Victorio des Frotards übernahm der Schweizer vorerst die Führung.

An diese Zeit kam keines der anderen Paare heran. Einzig und allein der Belgier Pieter Devos wäre mit Espoir sogar noch schneller gewesen, hatte allerdings zwei Abwürfe. Auch bei Daniel Deußer und Killer Queen fielen zwei Stangen, machte Rang neun. Martin Fuchs sorgte als letzter Starter im Stechen noch einmal für Spannung, musste dann aber einen Abwurf am dritten Sprung in Kauf nehmen. Der amtierende Europameister hatte den Oldenburger Silver Shine gesattelt, den er auch als mögliches Reservepferd für Olympia 2020 sieht. Spitzenpferd Clooney hat momentan Turnierpause.

Michael Jung top platziert

Platz zwei im Großen Preis ging schließlich nach Irland, an Denis Lynch mit Chopin’s Bushi. Der Belgier Niels Bruynseels sprang mit Illusionata van’t Meulenhof auf Rang drei. Richtig gut lief es auch für Michael Jung, der mit Chelsea zwar einen Abwurf hatte, dafür aber sehr schnell unterwegs war. Als Fünfte waren die beiden das beste deutsche Paar in dieser Prüfung.

Steve Guerdat zog nach seinem Sieg ein Fazit: „Die erste Runde war super, ich hatte ein tolles Gefühl, es hat alles gepasst. Das Stechen war dann weniger harmonisch, aber so ist der Sport. Ich hatte oft sehr schöne Stechen, aber jeweils kein Glück. Heute war es nicht sehr ansehnlich, aber es hat für den Sieg gereicht.“ Wobei „nicht sehr ansehnlich“ in diesem Fall hieß, dass der Schweizer auf der letzten Linie einen Steigbügel verlor – und dennoch ohne Mühe den letzten Sprung überwand.

Bereits im Eröffnungsspringen am Donnerstag hatten sich Daniel Deußer und Michael Jung gut platzieren können. Letzterer belegte mit Chelsea nach einer Nullrunde Rang sieben. Noch besser lief es für Daniel Deußer. Mit Kiana van het Herdershof musste er sich nur dem Franzosen Julien Epaillard auf Queeletta geschlagen geben.

Alle Ergebnisse vom CSI Basel finden Sie hier.

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